Aber zunächst mal was ganz anderes. Warum eigentlich hängt sich stets der gesamte Rechner komplett und vollständig auf, wenn iTunes ein Lied abspielt, das ein sogenanntes "Loch" hat, also eine längere Pause von mehreren Minuten, nach deren Verstreichen meist völlig andere Töne erklingen als vor Beginn der Pause? Auch mit dem alten Indianertrick Ctrl-Alt-Del ist er nicht wiederzubeleben, was insofern ärgerlich ist, wenn man bereits drei viertel einer freundlichen e-Mail an F.O. fertig hatte, in der man höflich darauf hinweisen möchte, daß es zwar nett ist, daß die Vorlesung nicht mehr parallel zu den Empiriepraktika am Montag, dafür aber zeitgleich mit seinem eigenen prüfungsvorbereitendem Seminar am Dienstag stattfindet. Desweiteren ist für alle Interessierten ärgerlich, daß ich hier höchstselbst gerade dabei war, eine öffentliche Vorabfassung der Diskussion meiner (unserer) Studie zu posaunen, mit Gegenüberstellung von Damasios Theorie der somatischen Marker einerseits und Baba Shivs Erkenntnissen zur Schwarzen Seite von Emotionen andererseits und schlußendlich unseren eigenen Erkenntnissen zum Einfluß des persönlichen Entscheidungstyps (emotional vs. kalkulatorisch) in Risiko-Entscheidungssituationen, woraus aber nichts wird, weil das so brillant formuliert war, daß mir das eh nicht mehr einfällt.
Zum Erfreulichen: Travis / The man who mit Why does it always rain on me?, was besser als alles andere meine derzeitige Gemütsverfassung widerspiegelt. Ferner die Kruder&Dorfmeister Session mit dem heißgeliebten Trans fatty acid (ich berichtete), welches mich kurzzeitig in einen alten Seat Malaga auf nächtlicher A9, die Brücke der Einheit gerade mit Kurs Berlin, Berlin überquerend, versetzte. Schickes Paperback für 8.99. Jetzt sollte ich endlich die Playlist namens "frühling2007" vollenden, sonst komme ich mit dem Sommer nie nach. Bislang besteht sie aus einem Kooks-Song, der mit der Nummer 07 bezeichnet ist, Julika, Selfish Jean, Salvador, Writer's block und Long distance call. Und Trans fatty acid natürlich. Und füge ich noch die uralte Travis-Single ein? Ich glaube ja.
Außerdem habe ich zum ersten Mal seit Monaten was zum Anziehen gekauft. Nichts Spektakuläres, aber halt ein paar Tops und ein Shirt mit einem highwayinspirierten Frontprint. Damit dürfte die Prüfung jetzt abgegolten sein. Als Bonus habe ich dem Johannes ein Sarah-Kuttner-Buch entführt. Ich bin da ja etwas ambivalent. Ich kenne sie nicht als Moderatorin, sondern nur als Person, über die ich was gelesen habe. Also nur aus zweiter bis dritter Hand. Ich habe bislang die Meinung vertreten, daß sich für sie nie jemand interessiert hätte (also medial gesehen), wenn sie nicht ihren halbwegs bekannten Vater und dessen Kontakte hätte. Aber, vielleicht, mal sehen. Vielleicht stimmt das gar nicht, oder es stimmt zwar, aber man muß für diese Kontakte, und daß sie die genutzt hat, dankbar sein, weil sonst ein Juwelchen fehlte in dieser an Steinchen und Sternchen nicht gerade armen Gegenwart.
Das reicht erstmal. Sonst heißt es wieder, ich schreibe zuviel.
Freitag, 27. Juli 2007
Donnerstag, 26. Juli 2007
Man sollte sich wirklich nicht vorher zu sehr freuen
Beobachtungen der letzten Tage:
1. Dafür, daß es hier sehr häufig regnet und die Ostwestfalen eigentlich nur begrenzt zum Prolltum neigen, weist Bielefeld eine erschreckend hohe Cabrio-Dichte auf. Dabei fiel mir auf, daß es einen neuen TT mit fast keinem Heckspoiler zu geben scheint.
2. Ich wurde neulich dafür kritisiert, daß ich Z3s und 911er und TTs schon von weitem erkenne. Ist das denn wirklich so verwerflich?
3. Es wird Zeit, einen neuen Schlauch mit einem bescheuerten französischen Ventil ins Fahrradhinterrad einzubauen, um wieder Gelegenheit zu körperlicher Ertüchtigung sowie Unabhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln zu erlangen. Vielleicht hat ja jemand mal einen Tip, wie man es anstellt, daß so ein bescheuertes Ventil länger als von zwölf bis Mittag hält.
4. Apropos Radfahren: Gibt es den schlimmen Wortwitz "Tour de Farce" schon? Falls nicht, würde ich ihn hiermit für die Wortwitzkasse anmelden wollen. Glauben denn die übriggebliebenen Fahrer im Ernst, daß man ihnen glaubt, daß ausgerechnet SIE nicht gedopt sind? Inzwischen fragt man sich ja wirklich ehrlich, wie man es schafft, einen Berg hochzufahren, den normalbegabte Zeitgenossen nicht mal raufLAUFEN könnten.
5. Einen Moment lang bedauerte ich die Abwesenheit eines Fernsehapparates in meinem Leben, nämlich bei Bekanntwerden der Spontanübernahme der Übertragungsrechte durch Sat.1, welche in der Umsetzung bei einem Sender ohne Sportredaktion und einem Sportereignis mit im Hintergrund stattfindendem Sport wahrscheinlich der Brüller des Jahres gewesen sein dürfte.
6. Das bislang ungelöste Problem: die Prüfungsbelohnung. Im JPC hörte ich heute die neue Chemical brothers-Scheibe, aber ich weiß nicht... Sicher nicht schlecht. Aber hmm. Außerdem diverse 8.99 Öre-CDs, die in Frage kämen: Kruder&Dorfmeister - The K&D-Session: Allein schon wegen des Trans fatty acid, der bei mir leider zerschossen ist und gleichzeitig der beste Song von den beiden Alben ist. Für 9 Öre! Oder Beck gabs. Bloc party, das neue Album, für 12.99. Der von mir seit kurzem gottgleich verehrte Just Jack. Und dann gibt es ja noch Bands, die man selbst nicht kennt, aber von Personen gemocht werden, denen man halbwegs sicheres Geschmacksempfinden zuschreibt, und deren CD man dann im Grabbeltisch entdeckt. Hmm!? Schlußendlich: nichts gekauft.
7. Im Buchladen wars nicht besser: Herbert Rosendorfer für 2.75: ein Erzählband über kuriose Verbrechen, na, eigentlich bin ich doch sofort dabei! Aber mein Frontalhirn war heute nicht ganz bei der Sache.
8. Habe des DFG-Projekts wegen nachgefragt und eine halbwegs gute Nachricht bekommen: Es ist noch nichts entschieden, wobei es an sich gut aussieht, aber gerade der Umfang der Hiwi-Mittel noch völlig unklar ist. Wenn es sichere Informationen gibt, werde ich informiert werden. Oha.
1. Dafür, daß es hier sehr häufig regnet und die Ostwestfalen eigentlich nur begrenzt zum Prolltum neigen, weist Bielefeld eine erschreckend hohe Cabrio-Dichte auf. Dabei fiel mir auf, daß es einen neuen TT mit fast keinem Heckspoiler zu geben scheint.
2. Ich wurde neulich dafür kritisiert, daß ich Z3s und 911er und TTs schon von weitem erkenne. Ist das denn wirklich so verwerflich?
3. Es wird Zeit, einen neuen Schlauch mit einem bescheuerten französischen Ventil ins Fahrradhinterrad einzubauen, um wieder Gelegenheit zu körperlicher Ertüchtigung sowie Unabhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln zu erlangen. Vielleicht hat ja jemand mal einen Tip, wie man es anstellt, daß so ein bescheuertes Ventil länger als von zwölf bis Mittag hält.
4. Apropos Radfahren: Gibt es den schlimmen Wortwitz "Tour de Farce" schon? Falls nicht, würde ich ihn hiermit für die Wortwitzkasse anmelden wollen. Glauben denn die übriggebliebenen Fahrer im Ernst, daß man ihnen glaubt, daß ausgerechnet SIE nicht gedopt sind? Inzwischen fragt man sich ja wirklich ehrlich, wie man es schafft, einen Berg hochzufahren, den normalbegabte Zeitgenossen nicht mal raufLAUFEN könnten.
5. Einen Moment lang bedauerte ich die Abwesenheit eines Fernsehapparates in meinem Leben, nämlich bei Bekanntwerden der Spontanübernahme der Übertragungsrechte durch Sat.1, welche in der Umsetzung bei einem Sender ohne Sportredaktion und einem Sportereignis mit im Hintergrund stattfindendem Sport wahrscheinlich der Brüller des Jahres gewesen sein dürfte.
6. Das bislang ungelöste Problem: die Prüfungsbelohnung. Im JPC hörte ich heute die neue Chemical brothers-Scheibe, aber ich weiß nicht... Sicher nicht schlecht. Aber hmm. Außerdem diverse 8.99 Öre-CDs, die in Frage kämen: Kruder&Dorfmeister - The K&D-Session: Allein schon wegen des Trans fatty acid, der bei mir leider zerschossen ist und gleichzeitig der beste Song von den beiden Alben ist. Für 9 Öre! Oder Beck gabs. Bloc party, das neue Album, für 12.99. Der von mir seit kurzem gottgleich verehrte Just Jack. Und dann gibt es ja noch Bands, die man selbst nicht kennt, aber von Personen gemocht werden, denen man halbwegs sicheres Geschmacksempfinden zuschreibt, und deren CD man dann im Grabbeltisch entdeckt. Hmm!? Schlußendlich: nichts gekauft.
7. Im Buchladen wars nicht besser: Herbert Rosendorfer für 2.75: ein Erzählband über kuriose Verbrechen, na, eigentlich bin ich doch sofort dabei! Aber mein Frontalhirn war heute nicht ganz bei der Sache.
8. Habe des DFG-Projekts wegen nachgefragt und eine halbwegs gute Nachricht bekommen: Es ist noch nichts entschieden, wobei es an sich gut aussieht, aber gerade der Umfang der Hiwi-Mittel noch völlig unklar ist. Wenn es sichere Informationen gibt, werde ich informiert werden. Oha.
Mittwoch, 25. Juli 2007
Ferien = Landeier im Laden
Das fiel mir schon am Beginn meiner hiesigen grandiosen Einzelhandelskarriere auf: In den Ferien kommt in die Stadt, was sich sonst nur von Tauschgeschäften in Naturalien ernährt und sonst nicht groß extern kommunizieren muß. Das Konzept "Warteschlange" scheint völlig unbekannt. Die Ware wird fest umklammert, das Portemonnaie nur zögerlich aus verschachtelten Innentäschchen gefruckelt. Wenn ein Teil reduziert ist, der hinweisreizende Anhänger aber fehlt und die Reduzierung von mir daher vernachlässigt wird, verzieht sich eventuell eine Augenbraue, aber Protest wird erst angemeldet, wenn die EC-Karte schon durchgelaufen ist - im besten Fall. Normalerweise zwei Stunden später bei einem anderen Kassierer an einem anderen Kassenblock in einer anderen Stadt. Erstaunt-pikiert hochgezogene Augenbrauen erntet auch der Mitarbeiter, der auf die Frage nach einem x-beliebigen T-Shirt, obs das auch mit V-Ausschnitt (statt Rundhals) und in pink, hellgrau oder zitronengelb in XXL gäbe, wahrheitsgetreu antwortet, daß er das nicht weiß, und daß man bitte die nette Kollegin dort (Kollegin von fern zeigend) fragen möge, die kenne sich damit besser aus. Soll man denn alle 150.000 Artikel mit ihrem minütlich wechselnden Warenbestand auswendig kennen? "Haben die das wohl in Bad Oeynhausen?" Woher soll ich das wissen? Ich weiß ja nicht mal, wo Bad Oeynhausen ist, geschweige wie mans ausspricht. Besser ist eigentlich nur noch: "Wie, Sie schließen schon um acht?" und "Haben Sie auch Leggings?" und "Können Sie mal nachsehen, ich habe hier gestern was auf Özdemir zurückgelegt, das ist aber nicht mehr da, Ihre Kollegin hat schon mal nachgeguckt, aber können Sie bitte auch nochmal nachgucken, vielleicht isses ja doch da." Ich sollte mal den Stand bei der DFG abfragen, aber ich habe ein ungutes Gefühl.
Jivino enoteca
Drin glaubt man kaum, daß sich das Lokal in Bielefeld/Ostwestfalen-Lippe befindet. Eine kleine und feine Wein- und Tapasbar mit einer entsprechenden Wein- und Tapaskarte, die direkt einem unspektakulären, mediterran gelegenen Mittelgebirgsort entsprungen sein könnte. Und das mitten im Ausgehbezirk Bielefelds. Der Abend insgesamt war sehr nett, wenn auch anfangs aus verständlichen Gründen mit eher schleppendem Gesprächsverlauf. Je nun, so ist das. Mit etwas Rotwein und einigen Oliven und Aioli (auweia, ich arbeite morgen wieder...) bringt man das Gespräch aber in Gang und bespricht Harry Potter, ohne je ein Buch davon gelesen zu haben, und diskutiert für und wider von Zelt- und Wohnwagenurlauben. Ich bin nur nicht ganz sicher, inwieweit es sich förderlich auf mein eigenes Physiolernen auswirken wird, daß ich nun weiß, wie sich der Physioprüfer auf seine eigene, noch nicht Dezennien zurückliegende Physioprüfung vorbereitet hat. Wahrscheinlich eher nicht förderlich. Aaaargh! Lernen und durch. Das geht. Projekt 1.0 ist hiermit gestartet!
Dienstag, 24. Juli 2007
Achtung! Ich bin eine Schlüsselstudie!
Mr. Berkowitz hat sehr anschaulich zeigen können, daß die bloße Anwesenheit von Schußwaffen die Aggressivität von Versuchspersonen erhöhen kann. Keine unwichtige Erkenntnis in einem Land, in dem Schußwaffen allgegenwärtig und im Versandhandel bestellbar sind. Trotzdem keine Schlüsselstudie für die heute geplagten Sozialkonfidenten, insofern es hoffentlich keinen nachträglichen Ärger gibt, weil die trotzdem abgefragt wurde.
Naja, ist ja nicht meine Sozial-Klausur. Ich hätte mich über Berkowitz gefreut, denn im Vergleich zu "Trucking game" hätte ich darüber wenigstens was schreiben können, obwohl ich es auch nicht als Schlüsselstudie gelernt hatte. Auf jeden Fall froh bin ich darüber, daß die Sozialer es jetzt auch geschafft haben und wir nurmehr morgen den Physiorikern die Daumen drücken müssen, und dann ist gut. Die anderen haben fertig und Ferien, und ich lese "Gehirn und Verhalten", wenn ich nicht grad an der Kasse stehe und Landeiern den Weg zur Unterwäsche, die sich quasi in Reichweite befindet, erkläre.
Naja, ist ja nicht meine Sozial-Klausur. Ich hätte mich über Berkowitz gefreut, denn im Vergleich zu "Trucking game" hätte ich darüber wenigstens was schreiben können, obwohl ich es auch nicht als Schlüsselstudie gelernt hatte. Auf jeden Fall froh bin ich darüber, daß die Sozialer es jetzt auch geschafft haben und wir nurmehr morgen den Physiorikern die Daumen drücken müssen, und dann ist gut. Die anderen haben fertig und Ferien, und ich lese "Gehirn und Verhalten", wenn ich nicht grad an der Kasse stehe und Landeiern den Weg zur Unterwäsche, die sich quasi in Reichweite befindet, erkläre.
Sonntag, 22. Juli 2007
Bielefeld macht glücklich!
1. Frühstücken im Stahlberg - mit Wünsch-dir-was-Zettelchen zum Ankreuzen, lustigen Kellner-Namenrat-Spielchen und Überraschungsgast. Sonntags frühstücken gehen ist hier viel angenehmer als in der nachmittags frühstückenden Friedrichshain-Society mit ihren Designersonnenbrillen und anstrengenden Großhunden und dem dämlichen Brunchzwang.
2. Der blaue Himmel lockte, weite Aussicht verheißend, auf das ortsansässige Wahrzeichen Sprarrenburg. Oben war es schön. Man kann das oberste Stockwerk des Wohnheimes sehen. Noch besser freilich sieht man das von mir für den nächsten Wohnungswechsel präferierte Wohnheim Orangenkiste, und zwar aus zwei Gründen: Es ist näher dran und es ist orange. Gegen die Zahlung eines Öre erklommen wir die Stufen des Turmes (ich habe sie nicht gezählt). Von oben gab es eine noch schönere Aussicht. Die Fahne knallte im Wind wie eine Fock nach dem Losmachen der Fockschot bei der Wende. Schwer verbal, aber leicht optisch verdeutlichbar:
Es war also sehr windig heute, und derart exponiert positioniert merkt man das natürlich besonders. Von da ganz oben sieht man übrigens ein wenig mehr vom Wohnheim und ein paar hochgelegene Ecken von der Uni.
3. Wir sind dann von der Sparrenburg weiter nach Süden spaziert und dann irgendwann wieder runtergelaufen. Da an dem Hang stehen schon ein paar dekadente Häuschen herum. Eines lag derart einsichtig und wirkte mit großen Fensterflächen einladend transparent, daß man einfach reingucken mußte. Es schien sich gerade für einen Phototermin mit "Teuer und dekadent wohnen" zurechtgemacht zu haben, so eingerichtet war es. Menschen waren keine zu sehen, aber jede Menge ordentlich im Raum drapierter, aus wertvollen Materialien gezimmerter und vom Innenarchitekten des Vertrauens freigegebener Möbelchen. Außerdem ist der Osthang unterhalb der Sparrenburg von merkwürdigem Pflanzenwuchs befallen:
Oder hat jemand 'ne Ahnung, was das sein soll?
4. Pizzaessen mit den bedauernswerten Sozial-Konfidenten.
5. Letztmaliges Flanieren durch die Altstadt.
6. Im Gegensatz zum Rest der Republik sind hier heute höchstens 100 Tropfen Regen / m² gefallen.
2. Der blaue Himmel lockte, weite Aussicht verheißend, auf das ortsansässige Wahrzeichen Sprarrenburg. Oben war es schön. Man kann das oberste Stockwerk des Wohnheimes sehen. Noch besser freilich sieht man das von mir für den nächsten Wohnungswechsel präferierte Wohnheim Orangenkiste, und zwar aus zwei Gründen: Es ist näher dran und es ist orange. Gegen die Zahlung eines Öre erklommen wir die Stufen des Turmes (ich habe sie nicht gezählt). Von oben gab es eine noch schönere Aussicht. Die Fahne knallte im Wind wie eine Fock nach dem Losmachen der Fockschot bei der Wende. Schwer verbal, aber leicht optisch verdeutlichbar:
Es war also sehr windig heute, und derart exponiert positioniert merkt man das natürlich besonders. Von da ganz oben sieht man übrigens ein wenig mehr vom Wohnheim und ein paar hochgelegene Ecken von der Uni.3. Wir sind dann von der Sparrenburg weiter nach Süden spaziert und dann irgendwann wieder runtergelaufen. Da an dem Hang stehen schon ein paar dekadente Häuschen herum. Eines lag derart einsichtig und wirkte mit großen Fensterflächen einladend transparent, daß man einfach reingucken mußte. Es schien sich gerade für einen Phototermin mit "Teuer und dekadent wohnen" zurechtgemacht zu haben, so eingerichtet war es. Menschen waren keine zu sehen, aber jede Menge ordentlich im Raum drapierter, aus wertvollen Materialien gezimmerter und vom Innenarchitekten des Vertrauens freigegebener Möbelchen. Außerdem ist der Osthang unterhalb der Sparrenburg von merkwürdigem Pflanzenwuchs befallen:
Oder hat jemand 'ne Ahnung, was das sein soll?4. Pizzaessen mit den bedauernswerten Sozial-Konfidenten.
5. Letztmaliges Flanieren durch die Altstadt.
6. Im Gegensatz zum Rest der Republik sind hier heute höchstens 100 Tropfen Regen / m² gefallen.
Es hat nicht mal geregnet
Im Ravensberger Park gibt es direkt am dort befindlichen Indoor-Kino Lichtwerk das Luna-Kino, also das ortsansässige Freiluftkino, und das ist ganz nett mit Stühlen vollgestellt, und vor dem Film werden attraktive Preise verlost, und es regnet nicht, und der Film ist sehr lustig ("Shoppen"; für dezidierte Kritik bin ich jetzt zu müde), und das Publikum ist guter Dinge, und das macht alles Spaß.
Donnerstag, 19. Juli 2007
Jenny's on the block, aber im Wald nich so
Hoher Besuch ist eingetroffen, und da hat man schon ein bißchen den Anspruch, die neue Heimatstadt von ihrer besten Seite zu zeigen. Bzw. überhaupt zu zeigen, als Beweis dafür, daß es sie wirklich gibt. Neben dem obligatorischen Bummel durch die Innenstadt, bei welchem mir erstmal auffiel, daß all die schönen Geschäfte manchmal sogar geöffnet sind, mit manchmal überraschenden Lockversuchen:

bedeutete das auch eine ausgiebige Exploration der Wohnheimumgebung. Man geht ja nur wenige Minuten bis zur nächsten verwitterten Bank mit Blick aufs bereits abgeerntete Feld. Schwerer süßer Heuduft liegt in der Luft. Am Wegrand liegen mit Pfeilen beschriftete Zettel. Hunde kommen vorbei und bellen. Am Teutoburger Wald klebt die Uni. Auf dem Rückweg erkunden wir die Möglichkeit einer Abkürzung. Der Weg führt in ein Wäldchen. Das Wäldchen besteht aus 10-15 hohen, alten Buchen und einer Handvoll Vögel, die bei unserer Ankunft aufgeregt durcheinanderspringen. Jenny springt sicherheitshalber ein wenig mit, obwohl eigentlich keine direkte Veranlassung in Form aggressiv auftretender Wildschweine o.ä. besteht. Der Weg führt dann einmal um das Wäldchen herum, bis man wieder an dem Ursprungsweg steht, womit aus der Abkürzung eine kurzweilige Verlängerung des Heimwegs wurde.
Noch Beispiele für direkte Prädikatenzuweisung? 1. "Dis müssen Schwestern sein, so scheiße wie die aussehen!" (Die waren mehr und stärker als wir, sonst hätten wir die gehauen! Außerdem waren die so weit weg.) 2. "Zwei junge Mädchen sind natürlich viel interessanter!" (nachdem der Hund sich von dem anderen Hund ab- und uns zuwandte.) Und überhaupt wüßte ich gern, warum aus der gleichen Farbe der T-Shirts auf Schwesternschaft geschlossen wird. Und warum die armen Vegetarier heute Kartoffeltaschen mit Kartoffelkroketten essen mußten.

bedeutete das auch eine ausgiebige Exploration der Wohnheimumgebung. Man geht ja nur wenige Minuten bis zur nächsten verwitterten Bank mit Blick aufs bereits abgeerntete Feld. Schwerer süßer Heuduft liegt in der Luft. Am Wegrand liegen mit Pfeilen beschriftete Zettel. Hunde kommen vorbei und bellen. Am Teutoburger Wald klebt die Uni. Auf dem Rückweg erkunden wir die Möglichkeit einer Abkürzung. Der Weg führt in ein Wäldchen. Das Wäldchen besteht aus 10-15 hohen, alten Buchen und einer Handvoll Vögel, die bei unserer Ankunft aufgeregt durcheinanderspringen. Jenny springt sicherheitshalber ein wenig mit, obwohl eigentlich keine direkte Veranlassung in Form aggressiv auftretender Wildschweine o.ä. besteht. Der Weg führt dann einmal um das Wäldchen herum, bis man wieder an dem Ursprungsweg steht, womit aus der Abkürzung eine kurzweilige Verlängerung des Heimwegs wurde.
Noch Beispiele für direkte Prädikatenzuweisung? 1. "Dis müssen Schwestern sein, so scheiße wie die aussehen!" (Die waren mehr und stärker als wir, sonst hätten wir die gehauen! Außerdem waren die so weit weg.) 2. "Zwei junge Mädchen sind natürlich viel interessanter!" (nachdem der Hund sich von dem anderen Hund ab- und uns zuwandte.) Und überhaupt wüßte ich gern, warum aus der gleichen Farbe der T-Shirts auf Schwesternschaft geschlossen wird. Und warum die armen Vegetarier heute Kartoffeltaschen mit Kartoffelkroketten essen mußten.
1.0 [und später eine Sternschnuppe]
hab' ich nicht, aber wer anders: Herzlichen Glückwunsch! (Bei der nächsten habituiere* ich!) Bei meiner eigenen Prüfung (einer der riesig großen Vorteil von mündlichen Prüfungen ist ja, daß man gleich mit einem Ergebnis herumläuft, ob man will oder nicht) würd ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen wollen, einfach wegen des etwas sehr pragmatischen Bewertungssystems. Bei zwei Fragen habe ich schon mal absoluten Unfug hingeschrieben, und ich bin nicht sicher, ob ich das tatsächlich mit fehlerfrei beantworteten anderen Fragen ausgleichen kann. Anders ausgedrückt: Wenn ich bei der Prüfung durchgefallen sein sollte, stellt sie kein reliables Instrument zur Erfassung des relevanten Vordiplomswissens dar. Primär bin ich natürlich froh, daß es vorbei ist, sekundär tauchen allerdings schon die nächsten sorgenfalteninduzierenden Wolken am Horizont auf in Form sicherer Unsicherheit bezüglich des DFG-Projektes sowie in Gestalt des noch zu schreibenden Berichtes (wir berichteten).
Aber mit einer billigen Prüfung allein gebe ich mich ja nicht ab. Das Publikum in der Halle und später zwischen T- und U-Zahn* wird mit erfreuten Rufen sowie knallenden Sektkorken beschallt, aber dann geht es weiter in die Berufungskommission*. Dauer: Schlappe 4 Stunden bei vorher offensichtlich nicht so erwarteter Einigkeit. Was wäre bei Uneinigkeit passiert? Feldbetten im Dekanat? Verschlossene Türen, bis weißer Rauch aufsteigt? Egal, ich will es ja nicht beschreien, und drüber reden darf ich ja wahrscheinlich auch gar nicht, aber jedenfalls haben wir jetzt eine brauchbare Liste verabschiedet. Falls ich es als Studentin noch erlebe, daß der Erstplazierte tatsächlich hier auf den Lehrstuhl kommt, freue ich mich schon darauf.
Schlußendlich endet der Tag mit der Erkenntnis, daß Freunde mit Dachterrassen die besten Freunde sind, weil man auf Dachterrassen bei schönem Wetter prima schlechte Witze über andere, nichtanwesende Personen machen kann. Außerdem habe ich eine Sternschnuppe gesehen, und die war soooooooo lang. Hehe.
*[Habituation = sich dran gewöhnen, keine Orientierungsreaktion mehr zeigen]
*[T-Zahn: unsere einzelnen Gebäudeflügel haben Vornamen, wenn auch kurze, und alle den gleichen Nachnamen. Zwischen den Zähnen kann man herumstehen und beispielsweise rauchen. Oder Sekt trinken.]
*[Berufungskommission: Zuständig, um leere Lehrstühle zu besetzen; Prozedere ist etwas langmütig gestaltet.]
Aber mit einer billigen Prüfung allein gebe ich mich ja nicht ab. Das Publikum in der Halle und später zwischen T- und U-Zahn* wird mit erfreuten Rufen sowie knallenden Sektkorken beschallt, aber dann geht es weiter in die Berufungskommission*. Dauer: Schlappe 4 Stunden bei vorher offensichtlich nicht so erwarteter Einigkeit. Was wäre bei Uneinigkeit passiert? Feldbetten im Dekanat? Verschlossene Türen, bis weißer Rauch aufsteigt? Egal, ich will es ja nicht beschreien, und drüber reden darf ich ja wahrscheinlich auch gar nicht, aber jedenfalls haben wir jetzt eine brauchbare Liste verabschiedet. Falls ich es als Studentin noch erlebe, daß der Erstplazierte tatsächlich hier auf den Lehrstuhl kommt, freue ich mich schon darauf.
Schlußendlich endet der Tag mit der Erkenntnis, daß Freunde mit Dachterrassen die besten Freunde sind, weil man auf Dachterrassen bei schönem Wetter prima schlechte Witze über andere, nichtanwesende Personen machen kann. Außerdem habe ich eine Sternschnuppe gesehen, und die war soooooooo lang. Hehe.
*[Habituation = sich dran gewöhnen, keine Orientierungsreaktion mehr zeigen]
*[T-Zahn: unsere einzelnen Gebäudeflügel haben Vornamen, wenn auch kurze, und alle den gleichen Nachnamen. Zwischen den Zähnen kann man herumstehen und beispielsweise rauchen. Oder Sekt trinken.]
*[Berufungskommission: Zuständig, um leere Lehrstühle zu besetzen; Prozedere ist etwas langmütig gestaltet.]
Dienstag, 17. Juli 2007
So, von mir aus könnten wir schon längst fertig sein...
So wie die A2-Helden heute, die hams geschafft... In diesem Zusammenhang drücke ich dem Schmetterling gegenüber meine Bewunderung und meinen Stolz aus, daß sie trotz Krankheit und Varianzanalyse dem Wolf getrotzt hat. Morgen werden wir alles, was wir über Entwicklungspsychologie wissen, niederschreiben und anschließend versuchen, halbwegs nüchtern in die Berufungskommission zu kommen.
Aber folgende Anmerkungen müssen noch sein:
1. Ich bin etwas erschüttert, daß meine vermeintlich etwas spaßige Annahme über die Grundlage der Beschallung der Milchtüte mit Beethoven mehr als einen Funken Wahrheit enthalten soll. Das ältere Posting zum Thema ist auch interessant, vor allem der letzte Kommentar.
2. Amüsant ist es, den Veranstaltungsort für den Empiriepraktikumsabschiedsabend auszuhandeln. Vor allem, wenn die Vorstellungen, was einerseits das kulinarische Angebot und andererseits die gestalterische Umgebung betrifft, stark divergieren. Schlußendlich entsprechen zwei von drei Nennungen genau meinen persönlichen zwei Lieblingslokalen in Biele. Da kann man sich also schon drauf freuen, oder, wie vermeintliche oder tatsächliche Journalisten gerne schreiben, wenn sie nicht weiterwissen: Man darf gespannt sein.
3. In der Mensa wird jetzt wirklich nurmehr ein Essen gekocht. Hinter dem Ausgabeband befindet sich dann eine Art Tresen, an welchem man nach Wunsch eine Scheibe tierischen oder pflanzlichen Eiweißes ausgehändigt bekommt. Heute hat es geschmeckt, aber langfristig sieht das so aus, als würde ich mir über den Sommer das Konzept "Salatbar" erarbeiten müssen.
4. Aus welchen geheimnisvollen Gründen auch immer und tendenziell unangekündigt schließt die Cafeteria in den Ferien schon um vier. Das geht ja gar nicht! Die gesamte Lerntagstruktur muß, kaum alltagsgetestet, schon wieder umgeschrieben werden! Wo bekomme ich meine Lernküchelchen, den Belohnungskaffee, das Abendbrot? Das wird Physio-Lernen unter erschwerten Bedingungen.
5. Ich habe mich heute schon sehr über diverse Ermutigungs- und Daumendrück-Nachrichten gefreut. Das kann ich gut gebrauchen, denn ohne Glück läuft morgen gar nichts! Danke also!
6. Fällt mir grad ein: DAS fand ich lustig.
Aber folgende Anmerkungen müssen noch sein:
1. Ich bin etwas erschüttert, daß meine vermeintlich etwas spaßige Annahme über die Grundlage der Beschallung der Milchtüte mit Beethoven mehr als einen Funken Wahrheit enthalten soll. Das ältere Posting zum Thema ist auch interessant, vor allem der letzte Kommentar.
2. Amüsant ist es, den Veranstaltungsort für den Empiriepraktikumsabschiedsabend auszuhandeln. Vor allem, wenn die Vorstellungen, was einerseits das kulinarische Angebot und andererseits die gestalterische Umgebung betrifft, stark divergieren. Schlußendlich entsprechen zwei von drei Nennungen genau meinen persönlichen zwei Lieblingslokalen in Biele. Da kann man sich also schon drauf freuen, oder, wie vermeintliche oder tatsächliche Journalisten gerne schreiben, wenn sie nicht weiterwissen: Man darf gespannt sein.
3. In der Mensa wird jetzt wirklich nurmehr ein Essen gekocht. Hinter dem Ausgabeband befindet sich dann eine Art Tresen, an welchem man nach Wunsch eine Scheibe tierischen oder pflanzlichen Eiweißes ausgehändigt bekommt. Heute hat es geschmeckt, aber langfristig sieht das so aus, als würde ich mir über den Sommer das Konzept "Salatbar" erarbeiten müssen.
4. Aus welchen geheimnisvollen Gründen auch immer und tendenziell unangekündigt schließt die Cafeteria in den Ferien schon um vier. Das geht ja gar nicht! Die gesamte Lerntagstruktur muß, kaum alltagsgetestet, schon wieder umgeschrieben werden! Wo bekomme ich meine Lernküchelchen, den Belohnungskaffee, das Abendbrot? Das wird Physio-Lernen unter erschwerten Bedingungen.
5. Ich habe mich heute schon sehr über diverse Ermutigungs- und Daumendrück-Nachrichten gefreut. Das kann ich gut gebrauchen, denn ohne Glück läuft morgen gar nichts! Danke also!
6. Fällt mir grad ein: DAS fand ich lustig.
Airwolf 120
Das ist der Titel des diensttuenden elektrischen händetrockenpustenden Tausendsassas aufm Damenklo im Sausalitos. Man fragt sich, wenn man früher mal Airwolf geguckt hat, was der Wunderhubschrauber mit Händetrocknen zu tun haben könnte. Aber das nur am Rande!
Sonntag, 15. Juli 2007
Für Elise in der Milchtüte - eine Theorie
Das merkwürdige Gebilde, das den schreckhaften Ostwestfalen an der Haltestelle Hauptbahnhof sanft in die wilde Welt des Bielefelder Untergrunds führt, indem unter seinem gläsern langgestreckten Glasdach nahezu horizontal führende Laufbänder im Schneckentempo zur sogenannten Verteilerebene kriechen, könnte im Volksmund, falls der hierzulande genauso ein Produkt bescheuerter Lokal- und Boulevardblätter ist, "Milchtüte" genannt werden. Das ist klar. Unklar bleibt, warum im Einzugsbereich der Milchtüte, die gleichzeitig Startpunkt für die Hartz IV-Meile ist, "Für Elise" in einer idiosynkratisch versynthesizerisierten Gedudelung läuft. Automatisch schaut man immer, wo der Mann mit dem Keyboard steht. Nun frage ich mich, ob das extra ist, damit die Paderborner*- und Oettinger*-Konsumentinnen und -Konsumenten nicht in der Milchtüte auf den Stufen lungern, sondern sich kompromissig wenigstens draußen um die Milchtüte herum gruppieren (als ob das insgesamt irgendwie einen Unterschied bezüglich der möglichen Attraktivität sowohl der Milchtüte als auch des stadthallenumgebenden Parks machte). Also Beethoven als letztes Mittel im Kampf gegen die Verwahrlosung der Milchtüte. Andere Begründung für dieses Tun von moBiel kann ich mir eigentlich keine vorstellen. Wenn es um die Ehrung klassischer Musik an sich ginge, könnte man ja auch mal was anderes spielen, den Walkürenritt zum Beispiel, dann müßte man sich nicht mehr extra Apocalypse now anschauen, wenn man den mal wieder bräuchte.
Den ganzen Tag nur "dudeldudeldudeldumdidumm, didudeldumm, didudeldumm", da hilft auch kein Paderborner mehr.
Ein gewagter Gedanke, der gedacht werden soll. Für andere und weiterführende Gedanken und Hinweise bin ich wie stets dankbar.
*[Paderborner und Oettinger: vergleichbar mit Sternburg-Bier. Mit dem Unterschied, daß Sternburg ja durchaus trinkbar ist und bei Renovierungsarbeiten u.ä. unschätzbare Dienste leisten kann.]
Den ganzen Tag nur "dudeldudeldudeldumdidumm, didudeldumm, didudeldumm", da hilft auch kein Paderborner mehr.
Ein gewagter Gedanke, der gedacht werden soll. Für andere und weiterführende Gedanken und Hinweise bin ich wie stets dankbar.
*[Paderborner und Oettinger: vergleichbar mit Sternburg-Bier. Mit dem Unterschied, daß Sternburg ja durchaus trinkbar ist und bei Renovierungsarbeiten u.ä. unschätzbare Dienste leisten kann.]
Hero of library air condition
Zugegeben: Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, einfach nachzufragen. Aber von vorne: In der Bibliothek können die Fenster nicht geöffnet werden (eigentlich logisch). Stattdessen gibt es eine Klimaanlage. Die läuft an Wochentagen bis 18 Uhr und am Wochenende gar nicht. (Gerüchteweise hörte ich mal, daß die Jura-Bib immer klimatisiert sei.) Daher wird man sonntags von der verbrauchten Luft schon beim Reinkommen schier erschlagen. An Tagen wie heute ist es überdies unerträglich warm. Schon am vergangenen Sonntag kam die Freundin eines Freundes auf die eigentlich naheliegende und doch aberwitzig erscheinen wollende Idee, den diensttuenden Wachhabenden am Ausgang zu fragen, ob man nicht die Lüftung anstellen könne. Aberwitzig: Man denkt ja, daß es doch ganz logisch wäre, zumindest kurz vor den Prüfungen die Lüftung ohne dezidiertes Nachfragen laufen zu lassen. Nachfragen hilft jedenfalls. So kamen heute ca. 30 zum größten Teil mir unbekannte Psychologiestudierende zu einem mit Frischluft versehenen sonntäglichen Lernabenteuer. Mir hat es nicht soviel genützt: Ich vertrage Klimaanlagenluft beinahe genauso schlecht wie papierausdünstungsgesättigte ungereinigte erwärmte Luft.
Samstag, 14. Juli 2007
Waiting for the 7.18 (II)
Stimmt eigentlich nicht, habe ich auf dem Weg von der Straßenbahn heim überlegt. Ich warte nicht. Ich gehe auf den 18. Juli zu, und zwar schnurstracks. Man vergleiche die aktuellen mit den vergangenen Prä-Prüfungs-Postings (A2 und Sozial). Es hat sich Routine eingeschlichen; es ist viel mehr Basiswissen vorhanden; kein Semester vorgelernt; noch drei ganze Tage Zeit (Tag I = morgen: Sprachentwicklung; Tag II: alles über das kleine Kind; Tag III: Methoden, Streß, kindliche Körper- und Krankheitskonzepte); deutliches Bewußtsein, daß man keine Zeit vertrödelt hat, sondern insgesamt etwas viel um die Ohren hatte. Usw.
Ich bin von einem Experten auf Musik aufmerksam gemacht worden. Nach einmaligem Anhören der CD (das Tolle ist, daß man die ganze Musik einfach hören kann!) sag ich: hörenswert, ruhig, aber sehr nett.
Ich bin von einem Experten auf Musik aufmerksam gemacht worden. Nach einmaligem Anhören der CD (das Tolle ist, daß man die ganze Musik einfach hören kann!) sag ich: hörenswert, ruhig, aber sehr nett.
Freitag, 13. Juli 2007
Varianzanalyse braucht man hoffentlich auch nicht
Kann man ja nochmal schreiben.
Was gibt es noch:
1. Offiziell habe ich jetzt Ferien.
2. In 5 Tagen schreibe ich Entwicklung.
3. Ich weiß schon ganz viel.
4. Ca. 30%.
5. Ich habe noch 3 volle Tage zum Lernen, das sollte reichen.
6. Dann kommt die liebe Verwandschaft*.
7. Das heißt putzen :-(...
8. Danach wird es ernst.
9. Wie überstehe ich 11 Wochen ohne Seminare und Vorlesungen?
10. Wie überstehe ich 11 Wochen im Laden?
11. Wird mein Hirn lernen, wie es funktioniert?
12. Der Bericht* muß auch geschrieben werden.
13. ...
Vom Tage: "Ausgeschlafen" = 8.00 Uhr aufgestanden. Uni. Kaffee getrunken. ANOVA geübt. Kurz vor dem Mittagessen als "Lügnerin" bezeichnet, infolge Gähnens bei fast gleichzeitiger Aussage "Bin heute nicht so müde wie gestern." War auch nicht so müde. Beim Mittagessen: Ist das wirklich ein Algorithmus, um sich eine Telephonnummer zu merken: "Durch x, nochmal durch x, mal xx, durch x"? Zumal wenn die letzten Ziffern die vom Chef sind? Außerdem: Aha. Im achten Semester kann man sich nicht mehr daran erinnern, daß man bei Randomfaktoren die Interaktion bei 25% auf Signifikanz testen muß, weil man, wenn sie nicht signifikant wird, den Fehler korrigieren muß*. Das spricht für die Hypothese aus der Überschrift, die sich heute mal nicht nur auf den Text, sondern auch noch ein bißchen auf die gestrige Überschrift bezieht*. Nach dem Mittagessen erhöhte sich wieder die Duzquote. Dann kam die Klausur. Es gab große Aufregung, nicht genügend Plätze und Formelsammlungen, in denen halbe Tabellen fehlten. Der Tutor, mit einem T-Shirt bekleidet, das über seinen trainierten Oberkörper keinen Zweifel erlaubte, schleppte Stühle herbei. Die Arbeit selbst war jetzt vielleicht nicht besonders schwer, aber wenn man feste und Randomfaktoren nicht richtig erkannt hat, hat man Fehler. Da ich das offenbar habe... geschenkt. Siehe Postbeginn.
*[Halbschwester = 25% gleiche Gene.]
*[Forschungsbericht über unsere Studie "Der Einfluß von Wahrscheinlichkeitsberechnungen auf das Verhalten in Risiko-Entscheidungssituationen".]
*[Nicht-Psychologen müssen das nicht verstehen. Der Satz bedeutet eigentlich nur: Du mußt es in der Scheinklausur und im Vordiplom wissen und sonst nicht.]
*[Der Titel ist manchmal nur nach rein äußeren Kriterien ausgewählt, oder es handelt sich um einen passenden Songtitel.]
Was gibt es noch:
1. Offiziell habe ich jetzt Ferien.
2. In 5 Tagen schreibe ich Entwicklung.
3. Ich weiß schon ganz viel.
4. Ca. 30%.
5. Ich habe noch 3 volle Tage zum Lernen, das sollte reichen.
6. Dann kommt die liebe Verwandschaft*.
7. Das heißt putzen :-(...
8. Danach wird es ernst.
9. Wie überstehe ich 11 Wochen ohne Seminare und Vorlesungen?
10. Wie überstehe ich 11 Wochen im Laden?
11. Wird mein Hirn lernen, wie es funktioniert?
12. Der Bericht* muß auch geschrieben werden.
13. ...
Vom Tage: "Ausgeschlafen" = 8.00 Uhr aufgestanden. Uni. Kaffee getrunken. ANOVA geübt. Kurz vor dem Mittagessen als "Lügnerin" bezeichnet, infolge Gähnens bei fast gleichzeitiger Aussage "Bin heute nicht so müde wie gestern." War auch nicht so müde. Beim Mittagessen: Ist das wirklich ein Algorithmus, um sich eine Telephonnummer zu merken: "Durch x, nochmal durch x, mal xx, durch x"? Zumal wenn die letzten Ziffern die vom Chef sind? Außerdem: Aha. Im achten Semester kann man sich nicht mehr daran erinnern, daß man bei Randomfaktoren die Interaktion bei 25% auf Signifikanz testen muß, weil man, wenn sie nicht signifikant wird, den Fehler korrigieren muß*. Das spricht für die Hypothese aus der Überschrift, die sich heute mal nicht nur auf den Text, sondern auch noch ein bißchen auf die gestrige Überschrift bezieht*. Nach dem Mittagessen erhöhte sich wieder die Duzquote. Dann kam die Klausur. Es gab große Aufregung, nicht genügend Plätze und Formelsammlungen, in denen halbe Tabellen fehlten. Der Tutor, mit einem T-Shirt bekleidet, das über seinen trainierten Oberkörper keinen Zweifel erlaubte, schleppte Stühle herbei. Die Arbeit selbst war jetzt vielleicht nicht besonders schwer, aber wenn man feste und Randomfaktoren nicht richtig erkannt hat, hat man Fehler. Da ich das offenbar habe... geschenkt. Siehe Postbeginn.
*[Halbschwester = 25% gleiche Gene.]
*[Forschungsbericht über unsere Studie "Der Einfluß von Wahrscheinlichkeitsberechnungen auf das Verhalten in Risiko-Entscheidungssituationen".]
*[Nicht-Psychologen müssen das nicht verstehen. Der Satz bedeutet eigentlich nur: Du mußt es in der Scheinklausur und im Vordiplom wissen und sonst nicht.]
*[Der Titel ist manchmal nur nach rein äußeren Kriterien ausgewählt, oder es handelt sich um einen passenden Songtitel.]
Donnerstag, 12. Juli 2007
Motherese braucht man nich, geht auch ohne!
Ohne Schlaf gehts hoffentlich zur Not auch... bzw. ohne qualitativen Schlaf. Ich komme ja nicht mal zum Lernen, sondern lausche HJMs amnestischen Anekdoten (er hat offenbar vergessen, daß er sie uns bereits erzählt hat) und wüte wider die antisozialen Personen, die quasi Prüfungsfragen vorlesen und meinen, mit einem halbherzigen Konjunktiv die Herkunft des Antwortverlangens vertuschen zu können: Was wäre eigentlich, wenn man auf eine Frage nach blablabla blablabla antworten würde, eine Zeichnung machen würde, Stichworte schreiben würde, und wie weiß man überhaupt, was Sie dann werten, wenn Sie hypothetischerweise eine relativ offene Frage stellen würden? Was soll er denn darauf antworten? Zumindest weiß er jetzt, welche Fragen er schon mal NICHT stellen kann. Immerhin gabs bißchen was zu lachen. Nach Entwicklung habe ich es geschafft, die Sozialen Theorien und die Geschlechterentwicklung nochmal im Buch durchzuarbeiten. Der heutige Mensakonfident rettete mich vorm endgültigen Einschlafen. Das Mittagessen wollte mich nicht so recht vorm Verhungern retten. Es ist alles so ermüdend. Im Winter stand man müden Gesichts an der Glasscheibe der Cafete, im Sommer müdet man die Bib voll oder gähnt die Kommilitonen an. Erschwerend kommen noch all die Vorträge für die Klinische hinzu (heute sehr bewegend, sehr toll, sehr eindrücklich), außerdem die morgige Varianzanalyse, was wohl endgültig die erste Prüfungsleistung sein wird, die ich verhaue, einfach in Ermangelung eines passenden Zeitfensters, außerdem der Brötchenerwerb, außerdem das lästige Wetter, außerdem die Merkwürdigkeiten sozialer Interaktion, außerdem die mit Arbeiten und Physio und sonst nichts drohenden Ferien, ach...
*[Motherese = Baby talk, diese spezielle hochstimmige, übertrieben langsame Sprache, an Kleinkinder gerichtet. Sprechen lernen geht auch ohne.]
*[Motherese = Baby talk, diese spezielle hochstimmige, übertrieben langsame Sprache, an Kleinkinder gerichtet. Sprechen lernen geht auch ohne.]
Mittwoch, 11. Juli 2007
Der Preis für die schönsten Sätze des Monats Juli...
...geht an Katz und Goldt, die in die Gedankenblasen dieses wunderbaren Comics wunder-wunderschöne Sätze hineingeschrieben haben. "Mag zwar jeder einzelne ein liebenswertes Wesen sein, das unter Aufsicht und Anleitung Nützliches zu tun vermöchte, doch ist selten gutes im Anzug, wenn's zu Zusammenkünften kommt." Gemeint sind die Tumben bzw. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Love Parade, der ich in diesem Jahr aus logistischen Gründen leider nicht beiwohnen kann /ironiemodus aus/.
Neuer Titel: Deciderin!
So! Ich befinde mich jetzt im hochexklusiven Verteiler der Decision Maker, was neben hoher Reputation eine weitere Erhöhung der Mailanzahl am Ende eines so langen Tages wie heute mit sich bringt. Angehängt natürlich jede Menge interessante und lesenswerte Artikel, die ich auch alle bald mal lesen werde. Bald. Nächste Woche schreibe ich erstmal die zweitschwerste Vordiplomklausur. Hmm. Eine Woche vor Sozial war ich glaub ich doch etwas nervöser. Aber ich hatte in den letzten Tagen wirklich noch andere wichtige Dinge zu tun, zum Beispiel diverse Bewerbungsvorträge anhören und bewerten und mich wundern, daß es Bewerber auf eine W3-Professur gibt, die sich nicht mal basale Daten auf der Internetseite der Zieluni besorgen, zum Beispiel über das Vorhandensein eines Magneten* in Bethel*. Aber bei den Vorträgen lernt man auch was: 1. Amygdala* nicht = Angst, 2. Insula* nicht = Ekel. Das ist doch auch mal was.
*Magnetresonanztomograph
*So manche AE hier darf den dortigen Magneten manchmal nutzen, was auch bekannt ist.
*Mandelkern: Teil des Limbischen Systems, u.a. mit emotionalem Gedächtnis und Geruchsverarbeitung assoziiert. Auch mit Angst, aber nicht nur!
*Ausm Kopp weiß ich nichts darüber: liegt ziemlich mittig und ist nicht nur mit Ekel beschäftigt... In ein paar Wochen wissen wir mehr ;-).
*Magnetresonanztomograph
*So manche AE hier darf den dortigen Magneten manchmal nutzen, was auch bekannt ist.
*Mandelkern: Teil des Limbischen Systems, u.a. mit emotionalem Gedächtnis und Geruchsverarbeitung assoziiert. Auch mit Angst, aber nicht nur!
*Ausm Kopp weiß ich nichts darüber: liegt ziemlich mittig und ist nicht nur mit Ekel beschäftigt... In ein paar Wochen wissen wir mehr ;-).
Dienstag, 10. Juli 2007
Feedback ist toll, vor allem, wenn es positiv ist!
Heute: Die wahrscheinlich letzte Physio-Vorlesung. Sie ähnelte mehr einer Käpt'n Blaubär-Stunde als einem wissenschaftlichen Vortrag, insofern HJM seine vorige Woche begonnenen Erzählungen von neurologischen und psychogenen, von retrograden und anterograden Amnesien und von entsprechenden Patientinnen und Patienten fortsetzte. Die dazugehörigen Folien vollgeklatscht mit Kopfzeilen von Studien, vornehmlich seinen eigenen. Die Geschichten sind toll, und vielleicht sollte HJM mal überlegen, ganz im Stil von Oliver Sacks seine Fallgeschichten aufzuschreiben und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Außerdem: Zwei Bewerbervorträge, beide gut und interessant.
Poster vorgestellt und einiges Interesse geweckt. HJM hat sogar interessiert nachgefragt, warum wir die Gruppen nicht bezüglich des Gesamtscores verglichen haben, obwohl wir das wahrscheinlich deswegen nicht gemacht haben, weil wir das in den anderen Studien auch nicht gefunden haben. Anschließend gab es die finale Feedbackbesprechung zum Empiriepraktikum. Das war mal ein Feedback! Wenn wir herumerzählen, daß MB nicht mal im Ansatz oder Detail etwas negatives oder wenigstens konstruktiv kritisches sagte, glaubt es uns sowieso keiner. Daher verkünde ich das einfach mal hier im Internet.
Zwei Fragen sind mir heute untergekommen:
1. Warum wird das Mensaessen zeitgleich mit dem ferienbedingten Wegfall von Menü 2 signifikant schlechter? Ist es schwerer, ein Essen ordentlich zu kochen?
2. Warum hatten die Patienten, von denen HJM heute erzählte, alle nicht nur eine schwere Kindheit, sondern verlebten die dann auch noch ausgerechnet in der DDR? Belastete Kindheit alleine reicht doch schon.
Außerdem: Zwei Bewerbervorträge, beide gut und interessant.
Poster vorgestellt und einiges Interesse geweckt. HJM hat sogar interessiert nachgefragt, warum wir die Gruppen nicht bezüglich des Gesamtscores verglichen haben, obwohl wir das wahrscheinlich deswegen nicht gemacht haben, weil wir das in den anderen Studien auch nicht gefunden haben. Anschließend gab es die finale Feedbackbesprechung zum Empiriepraktikum. Das war mal ein Feedback! Wenn wir herumerzählen, daß MB nicht mal im Ansatz oder Detail etwas negatives oder wenigstens konstruktiv kritisches sagte, glaubt es uns sowieso keiner. Daher verkünde ich das einfach mal hier im Internet.
Zwei Fragen sind mir heute untergekommen:
1. Warum wird das Mensaessen zeitgleich mit dem ferienbedingten Wegfall von Menü 2 signifikant schlechter? Ist es schwerer, ein Essen ordentlich zu kochen?
2. Warum hatten die Patienten, von denen HJM heute erzählte, alle nicht nur eine schwere Kindheit, sondern verlebten die dann auch noch ausgerechnet in der DDR? Belastete Kindheit alleine reicht doch schon.
Montag, 9. Juli 2007
Zwei Scheine, zwei Scheine!
Es gibt auch nette Montage:
1. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
2. Die Generalprobe fürs Postervorstellen lief glimpflich; es war gut genug, um die Kritik in der Sandwichmethode konstruktiv verpacken zu können. Morgen wird also mit dem guten Stück die versammelte Decision-Maker-Riege überfallen und hoffentlich nachdrücklich beeindruckt.
3. In den beiden anderen Seminaren gab es die Scheine und Wiederholung und Auswertung der Evaluation und sonst allerlei Gedöns, und ich kann es gar nicht glauben, daß SCHON WIEDER ein Semester vorbei ist; für den etwas unwahrscheinlichen Fall, daß ich in einem ähnlichen Tempo weiterstudiere, habe ich im Herbst ein Viertel hinter mir. DAS ist dann doch etwas unglaublich.
4. Nachdem ich jetzt alle bereits vergangenen Prüfungsfragen beantworten kann, sollte ich bald zum Lernen der Themen übergehen, die bislang noch nicht dezidiert abgefragt wurden.
5. Morgen und übermorgen bin ich allerdings mehr mit den Lehrvorträgen der Bewerber für den Lehrstuhl der Klinischen Psychologie und Psychotherapie beschäftigt.
6. Ich will MEHR Munchkin!!
1. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
2. Die Generalprobe fürs Postervorstellen lief glimpflich; es war gut genug, um die Kritik in der Sandwichmethode konstruktiv verpacken zu können. Morgen wird also mit dem guten Stück die versammelte Decision-Maker-Riege überfallen und hoffentlich nachdrücklich beeindruckt.
3. In den beiden anderen Seminaren gab es die Scheine und Wiederholung und Auswertung der Evaluation und sonst allerlei Gedöns, und ich kann es gar nicht glauben, daß SCHON WIEDER ein Semester vorbei ist; für den etwas unwahrscheinlichen Fall, daß ich in einem ähnlichen Tempo weiterstudiere, habe ich im Herbst ein Viertel hinter mir. DAS ist dann doch etwas unglaublich.
4. Nachdem ich jetzt alle bereits vergangenen Prüfungsfragen beantworten kann, sollte ich bald zum Lernen der Themen übergehen, die bislang noch nicht dezidiert abgefragt wurden.
5. Morgen und übermorgen bin ich allerdings mehr mit den Lehrvorträgen der Bewerber für den Lehrstuhl der Klinischen Psychologie und Psychotherapie beschäftigt.
6. Ich will MEHR Munchkin!!
Das Mesolimbische Belohnungssystem schlägt zurück: Munchkin
Heute geht es mal nicht um pöse P-Wörter wie Prüfung oder Poster, sondern um reine und nette Freizeitgestaltung. Leute, die mich schon länger kennen, wissen um meine frühere Spielemuffeligkeit. Die hatte sich in den letzten Jahren, teils aus konfliktvermeidender Ergebung, teils aus Entdeckung des damit verbundenen Meta-Spaßes, erheblich verringert. Ich erinnere nur zu gern an die mit Bohnanza durchgemachten Abende in der Rigaer Straße. Ein ähnlich tolles Spiel bescherte mir heute einen sehr netten, die vorangehende siebenstündige Lernerei mehr als belohnenden Abend. Ähnlich wie Bohnanza ist Munchkin detailverliebt, liebevoll und durchdacht gestaltet und komplex genug, um vier Personen einen vergnüglichen Abend zu bescheren nebst Krämpfen im Faszialisnerv wegen des ständigen Kicherns. Man erfährt schon allerlei über die lieben Mitspieler, zum Beispiel von wem man lieber KEINE Lebensversicherung kaufen sollte oder bei wem hinter der netten Fassade die pure Hinterhältigkeit versteckt ist. Oder über sich selbst, daß man einfach VIEL ZU GUT ist für diese Welt, wenn man nicht mal im Spiel seine Mitspieler übern Tisch ziehen kann...
Sätze des Abends:
Wie, du bist 'ne Frau? - Ja, aber schon SEHR lange!
Selbst wenn wir verlieren, ich hab hier noch was, damit gewinnen wir auf JEDEN Fall!
Ja, bei DEM Monster bist du tot, und bei DEM... ähh... tot.
Sätze des Abends:
Wie, du bist 'ne Frau? - Ja, aber schon SEHR lange!
Selbst wenn wir verlieren, ich hab hier noch was, damit gewinnen wir auf JEDEN Fall!
Ja, bei DEM Monster bist du tot, und bei DEM... ähh... tot.
Samstag, 7. Juli 2007
Wir haben Poster!
Im Laufe der Woche habe ich sehr wenig über How to make a poster in Powerpoint und sehr viel über Teamwork gelernt. Das Poster, das wir heute gedruckt haben, besteht tatsächlich aus einer Essenz dessen, was wir individuell gut können. Ich kann mäßig schreiben und organisieren; die anderen Mädels konnten irgendwie Teile der Korrelationstabellen mittels Screenshot-Paint-Graphik in die Datei einbasteln. Funktioniert natürlich nur, wenn jeder das, was er kann, auch macht. Wenn das klappt, hat man folgendes Voilá-Erlebnis:
Es war für den Diensttuenden an den A0-Plottern sicherlich schön zu beobachten, wie drei junge Frauen von draußen durch die Glasscheibe beinahe wehmütig in den Plotterraum schauen und beobachten, wie Zeile um Zeile ihr Poster gedruckt wird. Als wir an der Tür klopften und sagten, daß wir unser Poster abholen wollen, grinste er nur und sagte, daß er sich das schon gedacht habe. Unbeschreibliche Szenen an den Druckern.
Auch wenn es schade um die schöne Lernzeit für Entwicklung ist: Das Poster war eine tolle Idee. Am Dienstag werden wir es der versammelten Arbeitseinheit Physiologische Psychologie samt sämtlichen Decision Makern vorstellen. Ab danach wird zurückgeschossen... ääh... gelernt, und zwar für Entwicklung. Die Fragen von Herrn Lohaus haben es in sich. Physio muß demnach mal zurückstehen.
Es war für den Diensttuenden an den A0-Plottern sicherlich schön zu beobachten, wie drei junge Frauen von draußen durch die Glasscheibe beinahe wehmütig in den Plotterraum schauen und beobachten, wie Zeile um Zeile ihr Poster gedruckt wird. Als wir an der Tür klopften und sagten, daß wir unser Poster abholen wollen, grinste er nur und sagte, daß er sich das schon gedacht habe. Unbeschreibliche Szenen an den Druckern. Auch wenn es schade um die schöne Lernzeit für Entwicklung ist: Das Poster war eine tolle Idee. Am Dienstag werden wir es der versammelten Arbeitseinheit Physiologische Psychologie samt sämtlichen Decision Makern vorstellen. Ab danach wird zurückgeschossen... ääh... gelernt, und zwar für Entwicklung. Die Fragen von Herrn Lohaus haben es in sich. Physio muß demnach mal zurückstehen.
Donnerstag, 5. Juli 2007
Los, Keim-Paranoia!
Wenn ich sowas lese, wundere ich mich stets darüber, daß wir nicht längst schon alle den Killerkeimen zum Opfer gefallen sind. Ts, ts. Man schaue einmal auf den Auftraggeber der Studie. Und was heißt denn Keime - wahrscheinlich sind überhaupt Mikroben gemeint, die doch nur in ganz geringem Anteil tatsächlich Krankheiten auslösen? Wenn ich mir nach jedem Niesen gründlich die Hände wüsche (von Telephonen und Türklinken einmal abgesehen), hätte ich bald gar keine Haut mehr an den Händen.
Studiengebühren: "Diskutieren" kommt von "Zerschneiden"
Das Studiengebührenthema sollte meiner Meinung nach von zwei Seiten beleuchtet werden, und eventuelle Aktionen für oder gegen Studiengebühren sollten sich an diesen unterschiedlichen Aspekten orientieren. Aspekt Nr.1 ist der allgemeine, bundesweite und gesellschaftliche Standpunkt, Aspekt Nr.2 ist die derzeitige Lage an der Universität Bielefeld, die sich im Land Nordrhein-Westfalen befindet, wo es seit einiger Zeit ein sogenanntes Hochschulfreiheitsgesetz gibt, dem die Bielefelder Uni genau wie alle anderen Hochschulen in NRW unterworfen ist.
Ich stelle hier nur meinen eigenen Standpunkt dar.
1.: Bildung ist Allgemeingut, und vom Staat oder der Gesellschaft bereitgestellte Bildung sollte zum Ziel haben, für Kinder aus jeder Schicht und allen denkbaren Verhältnissen vergleichsweise gleiche Bildungsverläufe zu ermöglichen. Es gibt eine ganze Reihe interessanter Studien, die auf Zusammenhänge zwischen Bildungsstand und sozioökonomischem Status der Eltern einerseits und meßbaren Unterschieden bei den Kindern andererseits hinweisen - z.B. Intelligenz, Schulabschluß, späteres Einkommensniveau usw. Mit Interventionsstudien konnten die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen staatlichen Eingreifens gezeigt werden. Meiner Meinung nach sollte sich die Gesellschaft mit einem Angebot von kostenloser, teils verpflichtender und sorgfältig evaluierter Bildung und Betreuung für jedes ihrer Kinder engagieren. Aus diesem Grunde sollten sowohl Kindergärten als auch Hochschulen gebührenfrei sein.
2. In NRW "dürfen" die Hochschulen nach eigenem Gusto Gebühren von bis zu 500 Öre pro Semester erheben und für Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Lehre ausgeben. Die NRW-Bank muß die Gebühren als kostengünstiges Darlehen ohne Bonitätsprüfung vorfinanzieren. Bis auf die Zahlung in irgendeinen Ausgleichsfonds bleibt das Geld also an der Hochschule. Gleichzeitig zieht sich das Land NRW offensichtlich systematisch aus der Finanzierung der Hochschulen zurück. Die Hochschulen fühlen sich also konsequenterweise gezwungen, die Studiengebühren zu erheben, um zumindest teilweise die Ausfälle durch die Kürzungen aus dem Landeshaushalt zu kompensieren. Die Studiengebühren sind allerdings sehr zweckgebunden und können nicht in dem Maße kompensativ eingesetzt werden, wie es manchmal wünschenswert sein könnte. Diese NRW-Gesetzeslage bedeutet aber auch, daß eine Universität nicht einfach für sich steht. Alle anderen Hochschulen haben Studiengebühren zumeist in der gesetzlich festgelegten Höchsthöhe von 500 Öre eingeführt. Da ist es wenig bis nicht sinnvoll, an einem starren 0-Öre-System festzuhalten.
Leider werden hier auf beiden Seiten die beiden Aspekte fürchterlich konfundiert. Der Senat der Universität braucht nicht stundenlang über Inhalte des Gesetzes zu diskutieren, das er so jetzt eh nicht wird ändern können. Natürlich wäre es nett und denkbar, eine Pressemitteilung, ein Kommuniqué oder ähnliches an die Öffentlichkeit zu geben, in dem der Senat der Uni Bielefeld das Land scharf für seinen Schlingerkurs angreift und kritisiert. DAFÜR darf er diskutieren, so lange er will. Aber eine konfuse Debatte, in der offenbar eine Seite der anderen nicht gescheit zuhört (und das gilt für beide Seiten!), und das über vier Stunden lang, finde ich bei all dem Brimborium drumherum einfach unnötig.
ICH würde mir wünschen, daß HochschullehrerInnen und Studierende und die vielen MitarbeiterInnen des Mittelbaus den gemeinsamen "Feind" in Düsseldorf ausmachen würden und ihre Schelte und ihre Konfliktbereitschaft dorthin lenken würden, wo die echten Adressaten sitzen: diejenigen, die "Aus"Bildung lediglich als Investition in eine vermeintlich ertragreiche Zukunft betrachten. Die glauben, mit einem noblen Kreditangebot der Friseurstochter das Studium schmackhafter machen zu können. Die immer noch glauben, daß die vielen Nebenjobs von Studierenden der Finanzierung vieler Skiurlaube dienen. Die glauben, daß Duckmäusertum und Schmalspurstudien selbstbewußte und ausstrahlende Persönlichkeiten hervorbringen werden. Aber für eine derart engagierte und energische Haltung hat der Rektor nicht die richtige Figur. Leider.
Ich bin grundsätzlich gegen Studiengebühren, aber in der aktuellen, tatsächlichen Bielefelder Situation ist es total bescheuert, NULL Studiengebühren zu fordern. Und ich bin absolut dagegen, hier solche Shows wie die von gestern aufzuführen. Wenn zwei Statusgruppen sich mit einiger Begründung für einen Betrag aussprechen, der ca. 70 Öre unter dem Betrag liegt, den das Rektorat präferiert und der vom Rektorat nicht dezidiert in genau dieser Höhe begründet werden kann, halte ich es für das falsche Signal, die eigene Mehrheit stur durchzuziehen und den höheren Betrag durchzupeitschen. Da wäre tatsächlich mal weniger mehr gewesen.
Ich stelle hier nur meinen eigenen Standpunkt dar.
1.: Bildung ist Allgemeingut, und vom Staat oder der Gesellschaft bereitgestellte Bildung sollte zum Ziel haben, für Kinder aus jeder Schicht und allen denkbaren Verhältnissen vergleichsweise gleiche Bildungsverläufe zu ermöglichen. Es gibt eine ganze Reihe interessanter Studien, die auf Zusammenhänge zwischen Bildungsstand und sozioökonomischem Status der Eltern einerseits und meßbaren Unterschieden bei den Kindern andererseits hinweisen - z.B. Intelligenz, Schulabschluß, späteres Einkommensniveau usw. Mit Interventionsstudien konnten die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen staatlichen Eingreifens gezeigt werden. Meiner Meinung nach sollte sich die Gesellschaft mit einem Angebot von kostenloser, teils verpflichtender und sorgfältig evaluierter Bildung und Betreuung für jedes ihrer Kinder engagieren. Aus diesem Grunde sollten sowohl Kindergärten als auch Hochschulen gebührenfrei sein.
2. In NRW "dürfen" die Hochschulen nach eigenem Gusto Gebühren von bis zu 500 Öre pro Semester erheben und für Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Lehre ausgeben. Die NRW-Bank muß die Gebühren als kostengünstiges Darlehen ohne Bonitätsprüfung vorfinanzieren. Bis auf die Zahlung in irgendeinen Ausgleichsfonds bleibt das Geld also an der Hochschule. Gleichzeitig zieht sich das Land NRW offensichtlich systematisch aus der Finanzierung der Hochschulen zurück. Die Hochschulen fühlen sich also konsequenterweise gezwungen, die Studiengebühren zu erheben, um zumindest teilweise die Ausfälle durch die Kürzungen aus dem Landeshaushalt zu kompensieren. Die Studiengebühren sind allerdings sehr zweckgebunden und können nicht in dem Maße kompensativ eingesetzt werden, wie es manchmal wünschenswert sein könnte. Diese NRW-Gesetzeslage bedeutet aber auch, daß eine Universität nicht einfach für sich steht. Alle anderen Hochschulen haben Studiengebühren zumeist in der gesetzlich festgelegten Höchsthöhe von 500 Öre eingeführt. Da ist es wenig bis nicht sinnvoll, an einem starren 0-Öre-System festzuhalten.
Leider werden hier auf beiden Seiten die beiden Aspekte fürchterlich konfundiert. Der Senat der Universität braucht nicht stundenlang über Inhalte des Gesetzes zu diskutieren, das er so jetzt eh nicht wird ändern können. Natürlich wäre es nett und denkbar, eine Pressemitteilung, ein Kommuniqué oder ähnliches an die Öffentlichkeit zu geben, in dem der Senat der Uni Bielefeld das Land scharf für seinen Schlingerkurs angreift und kritisiert. DAFÜR darf er diskutieren, so lange er will. Aber eine konfuse Debatte, in der offenbar eine Seite der anderen nicht gescheit zuhört (und das gilt für beide Seiten!), und das über vier Stunden lang, finde ich bei all dem Brimborium drumherum einfach unnötig.
ICH würde mir wünschen, daß HochschullehrerInnen und Studierende und die vielen MitarbeiterInnen des Mittelbaus den gemeinsamen "Feind" in Düsseldorf ausmachen würden und ihre Schelte und ihre Konfliktbereitschaft dorthin lenken würden, wo die echten Adressaten sitzen: diejenigen, die "Aus"Bildung lediglich als Investition in eine vermeintlich ertragreiche Zukunft betrachten. Die glauben, mit einem noblen Kreditangebot der Friseurstochter das Studium schmackhafter machen zu können. Die immer noch glauben, daß die vielen Nebenjobs von Studierenden der Finanzierung vieler Skiurlaube dienen. Die glauben, daß Duckmäusertum und Schmalspurstudien selbstbewußte und ausstrahlende Persönlichkeiten hervorbringen werden. Aber für eine derart engagierte und energische Haltung hat der Rektor nicht die richtige Figur. Leider.
Ich bin grundsätzlich gegen Studiengebühren, aber in der aktuellen, tatsächlichen Bielefelder Situation ist es total bescheuert, NULL Studiengebühren zu fordern. Und ich bin absolut dagegen, hier solche Shows wie die von gestern aufzuführen. Wenn zwei Statusgruppen sich mit einiger Begründung für einen Betrag aussprechen, der ca. 70 Öre unter dem Betrag liegt, den das Rektorat präferiert und der vom Rektorat nicht dezidiert in genau dieser Höhe begründet werden kann, halte ich es für das falsche Signal, die eigene Mehrheit stur durchzuziehen und den höheren Betrag durchzupeitschen. Da wäre tatsächlich mal weniger mehr gewesen.
Mittwoch, 4. Juli 2007
So lang der Tag, so vielfältig die Ereignisse
Zwei Ereignisse fanden schonmal NICHT statt: Lernen und Poster machen. Aber was soll man bei einem derart attraktiven Alternativangebot machen: Morgens Senatssitzung. Das wird jetzt gar nicht in epischer Breite diskutiert, weil ich grad keine Lust habe, die gesammelten Hintergründe zu schildern, und ohne Hintergrund braucht man gleich gar nicht anzufangen. Aber: Unter erschwerten Bedingungen stundenlang zu debattieren, um schlußendlich ein Ergebnis zu haben, was offenbar (ich habe es noch nicht selbst betrachtet) genau der professoralen Beschlußvorlage entspricht, ist sinnfrei. Wenn es eine strukturelle Mehrheit einer Statusgruppe gibt (= die Professoren, und das ist nicht grad die zahlenmäßig stärkste Gruppe an der Hochschule), und diese Statusgruppe sich in ihrem Abstimmungsgebaren dermaßen einig ist, daß sie von der im Vorfeld vereinbarten Linie nicht abweichen wird, dann muß man keine großartigen Senatssitzungsshows unter Polizeischutz und mit Übertragung in die Unihalle inszenieren. Dann kann man auch gleich den neuen Gebührensatz festlegen, und fertig.
Außerdem schwänzte ich heute die Varianzanalyse und machte statt dessen - nix. Dann tat ich kurz so, als täte ich was fürs Poster, um dann in aller Ausführlichkeit essen zu gehen, launig und unprofessionell die Fachschaftssitzung durchzumoderieren und wieder so zu tun, als täte ich was fürs Poster. Dann saß ich zweieinhalb Stunden im Abteilungsausschuß, um mich nicht darüber zu wundern, daß sich Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter teils wie Schülersprecher aufführen. Anschließend fiel mit einiger Grandiosität das Psychogrillen ins Wasser, und das war doch sehr nett. Zu Beginn waren sogar mehr Mitarbeiter als Studierende da. Es regnete zwischendurch bisweilen. Ich glaube, bei normalem Sommerabendwetter wär die Wiese voll gewesen.
Das war ein anstrengender Tag für alle Beteiligten, glaub ich. Gut' Nacht.
Außerdem schwänzte ich heute die Varianzanalyse und machte statt dessen - nix. Dann tat ich kurz so, als täte ich was fürs Poster, um dann in aller Ausführlichkeit essen zu gehen, launig und unprofessionell die Fachschaftssitzung durchzumoderieren und wieder so zu tun, als täte ich was fürs Poster. Dann saß ich zweieinhalb Stunden im Abteilungsausschuß, um mich nicht darüber zu wundern, daß sich Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter teils wie Schülersprecher aufführen. Anschließend fiel mit einiger Grandiosität das Psychogrillen ins Wasser, und das war doch sehr nett. Zu Beginn waren sogar mehr Mitarbeiter als Studierende da. Es regnete zwischendurch bisweilen. Ich glaube, bei normalem Sommerabendwetter wär die Wiese voll gewesen.
Das war ein anstrengender Tag für alle Beteiligten, glaub ich. Gut' Nacht.
Dienstag, 3. Juli 2007
Es begann mit einer Überraschung und wurde nicht besser
Ich bin nicht ganz sicher, ob ich es als Nettigkeit oder Frechheit werten soll, daß ich heute morgen auf dem Tisch, an dem ich immer morgens Kaffee trinke und das vermeintlich vorlesungsrelevante Kapitel lese, einen Zettel mit der Aufschrift "Wie?!? Heute verschlafen?" fand. Immerhin war es grad 8.30, und der Verfasser der Botschaft schuftete auch nicht in der Bib, sondern surfte sich durch das StudiVZ, wie retrospektiv festzustellen war. Aber: das sollte ein guter Tag werden, und den beginnt man am besten mit einer positiven Einstellung, denn dann muß man für den Rest des Tages nur noch die einstellungskonformen positiven Dinge wahrnehmen: ich habe mich also einfach gefreut. Hypothesenbestätigend ging es dann nett weiter: Die Vorlesung von HJM bewegt sich zwar rhetorisch nach wie vor im Grenzbereich und inhaltlich jenseitig von jeglicher Prüfungsrelevanz, aber wenigstens ist grad ein echter Profit des Umstandes "bei HJM hören" zu verzeichnen: In Sachen Gedächtnis und Amnesien hat er ja wirklich interessante Untersuchungen gemacht und vor allem viele spektakuläre Fälle untersucht, und davon erzählt er grad ganz gerne.
Weiterhin konnten wir Lob von MB einsacken. Unser Posterentwurf habe ihn angenehm und positiv überrascht. Geht doch! Das Kolloquium war heute sozial-physio-gemischt und teils unterhaltsam. Vor allem die anwesenden Sozialpsychologen konnten mit ihren Fragen nach Manipulationen und Cover stories mal wieder alle Vorurteile bestätigen. Darüber hinaus schickte HJM einen mit "Bitte an MB weitergeben" beschrifteten Zettel auf die Reise, der nicht nur sein Ziel fand, sondern mit einer langen Antwort beschrieben wurde und den langen Rückweg antrat, der einige Unruhe mit sich brachte, da die Beteiligten auf der Unterwegsroute über die pennälerhaften Umtriebe der Herren Hirnexperten angemessen kichern mußten.
Endlich gab es auch mal den längst fälligen Sekt, den ich als positive Verstärkung schon seit einigen Tagen teils lautstark einforderte. Anlaß war die Auszeichnung des in der Sozial empiriepraktizierenden Konfidenten, der mit seinen Mitstreiterinnen eine Flasche Rotkäppchen für die beste Ergebnispräsentation erhielt und einsackte. In der Sozial waren es ja immerhin drei Gruppen. Wir in Physio sind zwar nur eine Gruppe, aber die Anregung könnte man MB ja trotzdem geben, das beste Poster nett zu prämieren. Positive Verstärkung und so.
Weiterhin konnten wir Lob von MB einsacken. Unser Posterentwurf habe ihn angenehm und positiv überrascht. Geht doch! Das Kolloquium war heute sozial-physio-gemischt und teils unterhaltsam. Vor allem die anwesenden Sozialpsychologen konnten mit ihren Fragen nach Manipulationen und Cover stories mal wieder alle Vorurteile bestätigen. Darüber hinaus schickte HJM einen mit "Bitte an MB weitergeben" beschrifteten Zettel auf die Reise, der nicht nur sein Ziel fand, sondern mit einer langen Antwort beschrieben wurde und den langen Rückweg antrat, der einige Unruhe mit sich brachte, da die Beteiligten auf der Unterwegsroute über die pennälerhaften Umtriebe der Herren Hirnexperten angemessen kichern mußten.
Endlich gab es auch mal den längst fälligen Sekt, den ich als positive Verstärkung schon seit einigen Tagen teils lautstark einforderte. Anlaß war die Auszeichnung des in der Sozial empiriepraktizierenden Konfidenten, der mit seinen Mitstreiterinnen eine Flasche Rotkäppchen für die beste Ergebnispräsentation erhielt und einsackte. In der Sozial waren es ja immerhin drei Gruppen. Wir in Physio sind zwar nur eine Gruppe, aber die Anregung könnte man MB ja trotzdem geben, das beste Poster nett zu prämieren. Positive Verstärkung und so.
Montag, 2. Juli 2007
So ein Poster macht sich ganz von selbst
Oder auch nicht.
Es ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, was ich gestern 9 Stunden lang in der Uni gemacht habe. Offensichtlich habe ich 6 Stunden lang an einer halbwegs unbrauchbaren Einleitung herumgeschrieben. Die anderen 3 Stunden habe ich Nebensächlichkeiten erledigt, wie zum Beispiel mich mehr schlecht als alles andere auf die Scheinklausur in A1 vorzubereiten, die ich heute höchstwahrscheinlich eher versemmelt habe. Was aber nicht schlimm ist, weil ich keine Befürchtungen habe, meine Mindestscheine zusammenzubekommen.
Naja, Poster. In Powerpoint. Ich mochte das Programm ja schon von weitem nicht. Von nahem bestätigen sich diverse Befürchtungen. Es gibt keine Layer, keine Fixierungen und überhaupt nichts brauchbar hineinkopierbares. Zwischenzeitlich ließ sich nicht mal Text reinkopieren, was ja mal oberlästig ist. Glücklicherweise konnte ich den Bastelkram samt eines schlechten Gewissens wegen des Nichttuns am Wochenende den Mädels überlassen und stattdessen eine Tapferkeitsmedaille in Sachen Textschreiben erringen.
Die mit Abstand lustigste Episode beim Empra war, daß der Tutor irgendwann mitteilte, daß er Kaffee brauche. Da haben wir was gemeinsam, dachte ich, und fragte, ob er mir einen mitbringen könne. Die andern beiden wollten auch Kaffee bzw. Kakao, und er ging los. Wenig später kam er mit einigen vollen Kaffeetassen. Natürlich hatte er auf dem Gang den Chef getroffen, der sich nicht mehr eingekriegt hat vor Belustigung darüber, daß wir den Tutor inzwischen soweit unter unsere Fuchtel bekommen haben, daß er schon Kaffee holen muß. Eigentlich könnte man dazu sagen: Dafür wird er doch bezahlt, oder??
Das Poster ist dann noch knapp unfallfrei abgeschickt worden. Nichts womit man wirklich zufrieden sein könnte, aber soll der Chef erstmal kritisieren.
Ansonsten gab es nichts heute. Nur zum Lachen noch: Eine, die auch Entwicklung schreiben wird, meinte heute leichthin (1.) "Ich hab noch nichts gemacht" und (2.) "Ich wollte nachher noch die wichtigsten Sachen aus den Folien auf Karteikarten schreiben." Ich zeigte ihr nahezu wortlos meinen Karteikartenstapel. Danach war sie auch nahezu wortlos.
Es ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, was ich gestern 9 Stunden lang in der Uni gemacht habe. Offensichtlich habe ich 6 Stunden lang an einer halbwegs unbrauchbaren Einleitung herumgeschrieben. Die anderen 3 Stunden habe ich Nebensächlichkeiten erledigt, wie zum Beispiel mich mehr schlecht als alles andere auf die Scheinklausur in A1 vorzubereiten, die ich heute höchstwahrscheinlich eher versemmelt habe. Was aber nicht schlimm ist, weil ich keine Befürchtungen habe, meine Mindestscheine zusammenzubekommen.
Naja, Poster. In Powerpoint. Ich mochte das Programm ja schon von weitem nicht. Von nahem bestätigen sich diverse Befürchtungen. Es gibt keine Layer, keine Fixierungen und überhaupt nichts brauchbar hineinkopierbares. Zwischenzeitlich ließ sich nicht mal Text reinkopieren, was ja mal oberlästig ist. Glücklicherweise konnte ich den Bastelkram samt eines schlechten Gewissens wegen des Nichttuns am Wochenende den Mädels überlassen und stattdessen eine Tapferkeitsmedaille in Sachen Textschreiben erringen.
Die mit Abstand lustigste Episode beim Empra war, daß der Tutor irgendwann mitteilte, daß er Kaffee brauche. Da haben wir was gemeinsam, dachte ich, und fragte, ob er mir einen mitbringen könne. Die andern beiden wollten auch Kaffee bzw. Kakao, und er ging los. Wenig später kam er mit einigen vollen Kaffeetassen. Natürlich hatte er auf dem Gang den Chef getroffen, der sich nicht mehr eingekriegt hat vor Belustigung darüber, daß wir den Tutor inzwischen soweit unter unsere Fuchtel bekommen haben, daß er schon Kaffee holen muß. Eigentlich könnte man dazu sagen: Dafür wird er doch bezahlt, oder??
Das Poster ist dann noch knapp unfallfrei abgeschickt worden. Nichts womit man wirklich zufrieden sein könnte, aber soll der Chef erstmal kritisieren.
Ansonsten gab es nichts heute. Nur zum Lachen noch: Eine, die auch Entwicklung schreiben wird, meinte heute leichthin (1.) "Ich hab noch nichts gemacht" und (2.) "Ich wollte nachher noch die wichtigsten Sachen aus den Folien auf Karteikarten schreiben." Ich zeigte ihr nahezu wortlos meinen Karteikartenstapel. Danach war sie auch nahezu wortlos.
Sonntag, 1. Juli 2007
Schienenersatzverkehr für Anfänger
ist das hier. Zum ersten Mal, seit ich hier bin, fährt eine Straßenbahn nicht so, wie sie soll, denn in der Oelmühlenstraße werden auf 200 Metern die Gleise ausgetauscht. Da wo ich herkomme, besteht dann Schienenersatzverkehr, und das Umsteigen in den Ersatzverkehr und umgekehrt bedeutet kein Umsteigen aus tariflicher Sicht. Bei der Berliner S-Bahn steht dann, im günstigen Fall, eine alte Schiefertafel herum, auf die jemand mit Kreide die Abfahrtzeiten für die Pendelzüge draufgeschrieben hat. Die Information wird durch unverständliche Lautsprecherdurchsagen auch nicht gerade ergänzt. Trotzdem wirken die Berliner Reisenden meist nicht besonders irritiert. Wahrscheinlich, oder zumindest in meinem Falle ganz sicher hat man diese Vorgänge schon in der frühen Kindheit absolut internalisiert, so daß man eher automatischen als kontrollierten Prozessen unterworfen ist.
Naja, eigentlich wollte ich ja über die Straßenbahnlinie 3 erzählen, die für die Dauer der hiesigen Sommerferien in der Oelmühlenstraße out of order ist. Ich habe den Eindruck, daß sich der gesamte Personennahverkehr dadurch im Ausnahmezustand befindet, und fand das bislang ein wenig übertrieben, bis ich selbst einmal dem Spektakel "Schienenersatzverkehr in Bielefeld" beiwohnte, als ich mich unlängst in das Krankenhaus, welches zufällig an der Oelmühlenstraße befindlich ist, begab. Die Fahrgäste und im übrigen auch der Busfahrer waren mit der Situation abslout überfordert. Der Busfahrer sagte immer nur: "Weiß ich auch nicht, ich bin hier nur der Busfahrer." Die Fahrgäste fragten immerzu, ob sie im richtigen Bus sind, aber das wußte niemand, weil sich niemand den richtigen Bus vorstellen konnte, wo es doch eigentlich eine Straßenbahn ist. Überall in der Innenstadt stehen MoBiel-Personen herum, die Fahrgästen dabei helfen, den richtigen Bus oder die richtige Straßenbahn zu finden. Verrückt. Wenn ich da an unsere Stadtbahnsanierung denke...
Naja, eigentlich wollte ich ja über die Straßenbahnlinie 3 erzählen, die für die Dauer der hiesigen Sommerferien in der Oelmühlenstraße out of order ist. Ich habe den Eindruck, daß sich der gesamte Personennahverkehr dadurch im Ausnahmezustand befindet, und fand das bislang ein wenig übertrieben, bis ich selbst einmal dem Spektakel "Schienenersatzverkehr in Bielefeld" beiwohnte, als ich mich unlängst in das Krankenhaus, welches zufällig an der Oelmühlenstraße befindlich ist, begab. Die Fahrgäste und im übrigen auch der Busfahrer waren mit der Situation abslout überfordert. Der Busfahrer sagte immer nur: "Weiß ich auch nicht, ich bin hier nur der Busfahrer." Die Fahrgäste fragten immerzu, ob sie im richtigen Bus sind, aber das wußte niemand, weil sich niemand den richtigen Bus vorstellen konnte, wo es doch eigentlich eine Straßenbahn ist. Überall in der Innenstadt stehen MoBiel-Personen herum, die Fahrgästen dabei helfen, den richtigen Bus oder die richtige Straßenbahn zu finden. Verrückt. Wenn ich da an unsere Stadtbahnsanierung denke...
Frech, frecher, Bild.
Dank ans unermüdliche Bildblog, denn da hört der Spaß wirklich auf. Manchmal wundere ich mich wirklich, für wie bekloppt einen die Bildzeitung eigentlich hält. Und in welchem Lichte darf ich diesbezüglich die jüngsten Versuche des Springer-Verlages werten, Studierende als neue Leser zu gewinnen? Sind wir extra-dämlich? Oder sind wir die einzigen, die noch lesen können?
Samstag, 30. Juni 2007
298 Karteikarten voll mit Entwicklung
Das ist ein beeindruckender grün-blauer Stapel vollgeschriebener Karteikarten da neben mir. Und nun? Soll ich die wirklich auswendig lernen? Das kann ich doch gar nicht. Dafür bin ich zu andersbegabt. Und außerdem fehlen auch ein paar Vorlesungen. Die zum internalisierten und externalisierten Problemverhalten von Jugendlichen zum Beispiel. Das ist zwar an sich nicht so schwer: Jungen sind aggressiv und fahren das Auto gegen einen Baum, Mädchen werden depressiv oder eßgestört. Mehr Details darf er da aber nicht abfragen. Es sind ja noch mehr als zwei Wochen Zeit - positiv formuliert. Zwar bin ich jetzt schon auf dem Stand, daß ich mir nurmehr wünsche, daß es endlich vorbei sei; allerdings bezieht sich das nur auf die Prüfung an sich. Insgesamt ist es so, daß Entwicklungspsychologie noch mehr, als es von Anfang an schon gewesen ist, zum anderen Lieblingsfach wird - das liegt sicher auch an der liebevollen Präsentation des Arbeitsgebietes, wie ich jetzt beim Durchgehen der Folien wieder bemerke. Naja, wenn von sieben Grundstudiumsfächern, von denen eines Methodenlehre ist, drei Lieblingsfächer abfallen, ist das kein schlechter Schnitt, will ich meinen, und eines hatte ich ja noch gar nicht. Es ist also ganz in Ordnung, wenn ich A1+2 mit nicht ganz so großem Enthusiasmus gegenübertrete.
Freitag, 29. Juni 2007
Und müde auch noch
Als ich heute morgen in den Spiegel schaute, dachte ich zum ersten Mal seit langer Zeit: Heut siehst du noch müder aus, als du tatsächlich bist. Und ich war schon ganz schön müde! Entsprechend unfruchtbar waren die heutigen Bemühungen, Entwicklungspsychologie ins Hirn einzuspeisen. Der Karteikartenstapel wuchs zwar. Aber noch immer sind längst nicht alle Folien abgearbeitet. Die Karteikarenstapel von A2 und Sozial sind übrigens auch nicht viel kleiner. Das erstaunt mich. Die Strategie ändert sich auch: Bei A2 gibt es nur beschriebene Rückseiten. Wie habe ich denn da gelernt? Bei Sozial steht auf der Vorderseite nur ein Begriff oder eine Frage. Jetzt ist die Vorderseite meist schon fast genauso voll wie die Rückseite. Mal sehen, wie es bei Physio werden wird. Der erste Auftritt der dreidimensionalen Karteikarte mit eingearbeitetem Rekognitionseffekt?
Eine instinktiv richtige Entscheidung gab es: Als ich mich für ein mittagessenbedingtes Schwänzen der Varianzanalyse entschied, konnte ich noch nicht wissen, daß ich damit einem qualvollen von-Hand-Rechnen eines sogenannten Levene-Tests* entsagte. Das ist ein absolut verkraftbarer Verlust, zumal SPSS bei JEDEM T-Test den Levene-Test automatisch mitrechnet und, falls die Varianzen nicht homogen sind, das entsprechende andere Verfahren anwendet, was ich schon wieder vergessen habe, aber dis war ja auch im ersten Semester. Naja, da falle ich doch lieber über Schnitzel und Bratkartoffeln her und erzähle von früheren Entscheidungsschwierigkeiten bei der Schnürsenkelwahl.
Jaja, die Prüfungsphase rückt nah und näher. Wieder schleichen die üblichen Verdächtigen umher. Ich bin von der Psycho-Lounge in die Bibliothek umgezogen. Welch frühe Kapitulation vor dem Lernzwangmonster! Eine Kommilitonin hat ihren Account bei StudiVZ gelöscht, um nicht vom Lernen abgelenkt zu werden. Und sie ist bei Sozial! Was wird sie für Schritte unternehmen, wenn sie für Physio lernt? Abriegelung? Schwarze Tücher vor dem Fenster? Telephon aus, Türklingel aus, Zeitung abbestellen, Computer verschenken, Nachbarn nicht mehr grüßen.
Ich sollte mich über das geschenkte Wochenende freuen (Danke, Bänderriß!), wenn da nicht noch einiges zu tun wäre: Neben meiner nächsten Prüfung wartet noch das Poster und die Scheinklausur in A1. Mal sehen. Notfalls wird gezaubert.
*[Levene-Test: wenn ich bei zwei Gruppen gucken will, ob sich deren Mittelwerte, die sich unterscheiden, WIRKLICH unterscheiden oder ob dis nur purer Zufall ist, daß die sich unterscheiden, rechne ich einen T-Test für unabhängige Stichproben (wenn es unterschiedliche Gruppen sind). Voraussetzung dafür, daß ich das tun darf, ist allerdings bestehende Varianzhomogenität, d.h. die Streuung der Werte in den beiden Gruppen soll gleich sein. Das testet der Levene-Test. Wie ER das macht, weiß ich ja nun leider nicht, aber SPSS macht das automatisch für mich mit, wenn ich SPSS sage: T-Test, aber zackig!]
Eine instinktiv richtige Entscheidung gab es: Als ich mich für ein mittagessenbedingtes Schwänzen der Varianzanalyse entschied, konnte ich noch nicht wissen, daß ich damit einem qualvollen von-Hand-Rechnen eines sogenannten Levene-Tests* entsagte. Das ist ein absolut verkraftbarer Verlust, zumal SPSS bei JEDEM T-Test den Levene-Test automatisch mitrechnet und, falls die Varianzen nicht homogen sind, das entsprechende andere Verfahren anwendet, was ich schon wieder vergessen habe, aber dis war ja auch im ersten Semester. Naja, da falle ich doch lieber über Schnitzel und Bratkartoffeln her und erzähle von früheren Entscheidungsschwierigkeiten bei der Schnürsenkelwahl.
Jaja, die Prüfungsphase rückt nah und näher. Wieder schleichen die üblichen Verdächtigen umher. Ich bin von der Psycho-Lounge in die Bibliothek umgezogen. Welch frühe Kapitulation vor dem Lernzwangmonster! Eine Kommilitonin hat ihren Account bei StudiVZ gelöscht, um nicht vom Lernen abgelenkt zu werden. Und sie ist bei Sozial! Was wird sie für Schritte unternehmen, wenn sie für Physio lernt? Abriegelung? Schwarze Tücher vor dem Fenster? Telephon aus, Türklingel aus, Zeitung abbestellen, Computer verschenken, Nachbarn nicht mehr grüßen.
Ich sollte mich über das geschenkte Wochenende freuen (Danke, Bänderriß!), wenn da nicht noch einiges zu tun wäre: Neben meiner nächsten Prüfung wartet noch das Poster und die Scheinklausur in A1. Mal sehen. Notfalls wird gezaubert.
*[Levene-Test: wenn ich bei zwei Gruppen gucken will, ob sich deren Mittelwerte, die sich unterscheiden, WIRKLICH unterscheiden oder ob dis nur purer Zufall ist, daß die sich unterscheiden, rechne ich einen T-Test für unabhängige Stichproben (wenn es unterschiedliche Gruppen sind). Voraussetzung dafür, daß ich das tun darf, ist allerdings bestehende Varianzhomogenität, d.h. die Streuung der Werte in den beiden Gruppen soll gleich sein. Das testet der Levene-Test. Wie ER das macht, weiß ich ja nun leider nicht, aber SPSS macht das automatisch für mich mit, wenn ich SPSS sage: T-Test, aber zackig!]
Bescheuerter geht's wohl nicht (Teil II)
Es ist höchstwahrscheinlich natürlich doch ein Bänderriß oder zumindest Anriß. Genaues soll nächste Woche ein MRI klären, aber die Instabilität des Sprunggelenkes sei durchaus beeindruckend. Retrograd betrachtet find ich mich selbst bescheuert. Zu ändern ist das natürlich nicht mehr, was soll's. Bänderrisse werden jedenfalls nicht mehr operiert, immerhin.
Noch einer!
Die Anzahl der zu duzenden Dozenten hat sich heute um 33% erhöht. Hier der dazugehörige Dialog:
- Der G8*-Mitkumpan: Herr M., können wir Sie jetzt ein paar Minuten stören?
- Peter M.: *entsetztguckt* Also, was soll das denn? Wir waren doch schon mal längst beim Du!
Dazu: Der Peter hat uns durchaus seit Bestehen des G8-Gremiums geduzt. Das war aber nicht gerade von Gegenseitigkeit geprägt: Ohne Extra-Aufforderung duzt man ja nicht einfach zurück. Nach so einer klaren Ansage schon.
*[G8: inoffizielle Bezeichnung für das beratende Gremium nach §8 der Studienbeitragsordnung, sprich: eine paritätisch besetzte Kommission, die vorschlagend über die Verausgabung der Studiengebühren berät.]
- Der G8*-Mitkumpan: Herr M., können wir Sie jetzt ein paar Minuten stören?
- Peter M.: *entsetztguckt* Also, was soll das denn? Wir waren doch schon mal längst beim Du!
Dazu: Der Peter hat uns durchaus seit Bestehen des G8-Gremiums geduzt. Das war aber nicht gerade von Gegenseitigkeit geprägt: Ohne Extra-Aufforderung duzt man ja nicht einfach zurück. Nach so einer klaren Ansage schon.
*[G8: inoffizielle Bezeichnung für das beratende Gremium nach §8 der Studienbeitragsordnung, sprich: eine paritätisch besetzte Kommission, die vorschlagend über die Verausgabung der Studiengebühren berät.]
Donnerstag, 28. Juni 2007
Das kann ich nicht so stehenlassen
Der Tag war ja ansonsten normal und nett. Außer der Anfang. Ich wollte die Ausgabedatei vom SPSS-Gerechne ausdrucken, was nicht so leicht ist, weil ich in der Uni SPSS, zu Hause aber den Drucker habe. Man kann dis Format exportieren, als Word.doc. Aber wenn dis dann als Querformat angezeigt wurde, hat der Drucker dis als Hochformat ausgedruckt, und umgekehrt. Dis war meiner morgendlichen Gemütsverfassung nicht zuträglich, zumal ich noch keinen Kaffee getrunken hatte, und zudem, was ich allerdings noch nicht ahnen konnte, HJM überraschend von seiner Dienstreise zurückgekehrt war und sich die Ehre gab, einem mehr oder minder interessiertem Publikum die Geschichte vom perzeptuellen Gedächtnis zu erzählen. Nicht uninteressant, aber schlichtweg ermüdend. Die wirklich prüfungsrelevante Vorlesung fiel krankheitsbedingt aus. Da der Studiendekan gestern zwar zeitweilig erschöpft, aber keineswegs todkrank wirkte, können wir das nur so erklären, daß er vom Anblick des Fachschaftsraumes schier geschockt war... Bei MB besprachen wir unsere Ergebnisse: Es ist ja wirklich ein bißchen was bei rumgekommen. Nichts spektakuläres, aber immerhin mit Signifikanz-Sternchen versehen. Abends habe ich noch ein paar Karteikarten vollgeschrieben und in der Sonne herumgestanden. Vorher hatte ich das Vergnügen, den Satz zu hören: In Statistik war ich in der Schule so schlecht, da hatte ich immer eine Zwei minus oder so. -
Wie man sich einen Betriebsrat ausreden läßt - Teil 1 (Anfänger)
Wohnte heute einer Farce bei. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, sonst trudeln wieder e-Mails mit in Sorgenfalten gelegten Stirnen und nicht minder kritisch gefalteten Stirnhirnstrukturen ein, in denen ich auf passive Abmahnfähigkeiten bestimmter Äußerungen und sich diesbezüglich gemachte Sorgen hingewiesen werde. Im übrigen völlig berechtigt.
Aber soviel sei gesagt: Wenn erstmal ein Betriebsrat installiert ist, werden die Einsatzpläne viel früher "ins Reine" geschrieben, weil die nämlich genehmigt werden müssen. Eine Aushilfe wird dann wohl kaum mehr sechs, sieben Sonnabende nacheinander arbeiten. Urlaube werden nicht willkürlich zugeteilt, Überstunden nicht ignoriert, naja, und bei Streß hat man eben auch immer noch einen Ansprechpartner, ohne sich gleich um Kopf und Kragen zu reden. Kurzum, es gibt natürlich auch schlechte Betriebsräte, die persönliche Fehden gegen die Führungsriege führen wollen oder werden, aber das zu verhindern liegt ja wohl im Ermessen der wählenden Personen. Insgesamt und unter dem Solidaritätsprinzip betrachtet sollte es jedem Arbeitnehmer klar sein, daß er mit Betriebsrat besser fahren sollte als ohne.
In der vergangenen Woche gab es offensichtlich die berühmte Betriebsratschulung. Daraufhin fanden sich wohl einige Leute zusammen, die eine Betriebsratswahl anleiern würden, wenn, ja wenn auch genügend Personen im Betrieb einen solchen wünschten. Theoretisch ist das nicht vorgesehen. Drei Personen sagen bei der Gewerkschaft oder beim Gesamtbetriebsrat Bescheid, und schon wird ein Wahlvorstand bestellt, und schon rollt der Karren. Aber nicht so hier. Hier gibt es gruppenweise eine öffentliche Abstimmung per Handzeichen und deutlich vermerkten roten Häkchen auf grünmarkierten Namenslisten, wer sich prinzipiell für die Bestallung eines Betriebsrates ausspreche. Bei der Abstimmung war natürlich keine hiesiege Führungskraft anwesend, und natürlich würde die Liste sofort vernichtet werden, und auch nicht in die Hände der Führungskräfte, und und und. Ja, is' klar! Wenn irgendwas noch schlimmer war, dann diese Schafe-zur-Schlachtbank-Stimmung bei den Festkräften. Chrissie und ich (die beiden Ostbazillen im Block) fighten für einen Betriebsrat (uns kann es eigentlich egal sein, denn wir arbeiten hoffentlich sehr wahrscheinlich nicht bis zur Rente dort), und diese weiblichen Dösbaddels argumentieren dann: Naja, mehr als meine Rechte, die ich sowieso habe, kann der Betriebsrat ja auch nicht wahren, und das kann ich ja auch allein, ich bin ja rechtsschutzversichert. Eh, bescheuert! Aber das krude daran ist ja, daß man das nicht mal anzweifeln kann, weil ja die "mutigen" Initiatorinnen von vornherein gesagt haben, daß sie nur initiieren, wenn sie qua Mehrheitsbeschluß zur Initiative quasi ermächtigt werden, und das ist ja mal SO ein Unfug. Bah! Ich will da weg!
Aber soviel sei gesagt: Wenn erstmal ein Betriebsrat installiert ist, werden die Einsatzpläne viel früher "ins Reine" geschrieben, weil die nämlich genehmigt werden müssen. Eine Aushilfe wird dann wohl kaum mehr sechs, sieben Sonnabende nacheinander arbeiten. Urlaube werden nicht willkürlich zugeteilt, Überstunden nicht ignoriert, naja, und bei Streß hat man eben auch immer noch einen Ansprechpartner, ohne sich gleich um Kopf und Kragen zu reden. Kurzum, es gibt natürlich auch schlechte Betriebsräte, die persönliche Fehden gegen die Führungsriege führen wollen oder werden, aber das zu verhindern liegt ja wohl im Ermessen der wählenden Personen. Insgesamt und unter dem Solidaritätsprinzip betrachtet sollte es jedem Arbeitnehmer klar sein, daß er mit Betriebsrat besser fahren sollte als ohne.
In der vergangenen Woche gab es offensichtlich die berühmte Betriebsratschulung. Daraufhin fanden sich wohl einige Leute zusammen, die eine Betriebsratswahl anleiern würden, wenn, ja wenn auch genügend Personen im Betrieb einen solchen wünschten. Theoretisch ist das nicht vorgesehen. Drei Personen sagen bei der Gewerkschaft oder beim Gesamtbetriebsrat Bescheid, und schon wird ein Wahlvorstand bestellt, und schon rollt der Karren. Aber nicht so hier. Hier gibt es gruppenweise eine öffentliche Abstimmung per Handzeichen und deutlich vermerkten roten Häkchen auf grünmarkierten Namenslisten, wer sich prinzipiell für die Bestallung eines Betriebsrates ausspreche. Bei der Abstimmung war natürlich keine hiesiege Führungskraft anwesend, und natürlich würde die Liste sofort vernichtet werden, und auch nicht in die Hände der Führungskräfte, und und und. Ja, is' klar! Wenn irgendwas noch schlimmer war, dann diese Schafe-zur-Schlachtbank-Stimmung bei den Festkräften. Chrissie und ich (die beiden Ostbazillen im Block) fighten für einen Betriebsrat (uns kann es eigentlich egal sein, denn wir arbeiten hoffentlich sehr wahrscheinlich nicht bis zur Rente dort), und diese weiblichen Dösbaddels argumentieren dann: Naja, mehr als meine Rechte, die ich sowieso habe, kann der Betriebsrat ja auch nicht wahren, und das kann ich ja auch allein, ich bin ja rechtsschutzversichert. Eh, bescheuert! Aber das krude daran ist ja, daß man das nicht mal anzweifeln kann, weil ja die "mutigen" Initiatorinnen von vornherein gesagt haben, daß sie nur initiieren, wenn sie qua Mehrheitsbeschluß zur Initiative quasi ermächtigt werden, und das ist ja mal SO ein Unfug. Bah! Ich will da weg!
Mittwoch, 27. Juni 2007
Ein hoffentlich nicht exemplarischer Mittwoch, obwohl, nett war's ja eigentlich
Vor Jahresfrist hätte ich natürlich nicht gedacht, daß ich mal morgens zwischen halb neun und halb zehn eine produktive Phase entwickeln werde. Zumindest irgendein tagesrelevanter Text wird gelesen, oder neuerdings an meiner, Pardon!, unserer SPSS-Datei herumgefruckelt, um irgendwelche Hausaufgaben zu erledigen. Heute morgen mit einigem Erfolg. In der Versuchsplanung gab es eine Mischung aus Aha-Erlebnis und Ärgernis, wobei ich zugeben muß, daß letzteres definitiv darauf zurückzuführen ist, daß ich immer noch keinen gescheiten Taschenrechner habe. Der Rest des Tages bestand aus Sitzungen und Terminen aller Art. Einer war selbst für hiesige Verhältnisse relativ ungewöhnlich, weswegen ich ihm hier Platz einräumen werde.
Ich habe ja schon mehrmals erwähnt, glaube ich jedenfalls, daß es hier insgesamt einen guten Draht zwischen den Profs, den Hochschullehrerenden einerseits und den Studierenden, namentlich der Fachschaft andererseits gibt. Gewiß ein Vorteil der Kombination aus Campus- und Reformuni. Jedenfalls fragten der Dekan und der Studiendekan explizit nach einem Treffen mit der Fachschaft - nett, unverbindlich, informell, "einfach mal so, zum Austausch". Naja, da sagt man ja nicht zweimal nein, oder? Allein schon, damit das Psycho-Café mal wieder gestaubsaugt wird. Also sitzen plötzlich Herr Maier und Herr Lohaus auf dem Sofa, und da es keine Tagesordung gibt, niemanden, der moderiert oder auch nur Protokoll führt, sind die gremienerfahrenen Bestandteile des Treffens zunächst verwirrt. Aber flott wird es interessant: da erzählen die Professoren davon, wie es für sie eigentlich ist, wenn sie einen Ruf annehmen und in eine andere, womöglich völlig unbekannte Stadt gehen. Daß sie auch dereinst von der ZVS irgendwohin verzappt wurden. Daß es ihnen auch zuträglicher ist, wenn sie einen guten und von Kooperation geprägten Kontakt zu den Studierenden haben. Hehe, daß sie auch nicht immer ganz freiwillig und 100% überzeugt ihren Gremientätigkeiten nachgehen, sondern gelegentlich einsichtig Sachzwängen folgen ("Einer muß es ja machen"). Außerdem interessant: in Sachen Bielefeld scheinen Studierende und Lehrende eins gemeinsam zu haben: erst will man nicht hin (weiß nicht, wo das ist, bekommt aus dem sozialen Umfeld negatives Feedback, lebt Vorurteile gegenüber Ostwestfalen aus), dann ist man da, und überrascht, und freut sich - und fragt sich, warum sich diese auf der Hand liegenden Vorteile nicht weiter herumsprechen. Ich glaube, daß wir alle ziemlich überrascht von der informellen und trotzdem netten Atmosphäre des Gesprächs waren, und daß es gerade deshalb wahrscheinlich viel produktiver und inhaltsreicher war als (naturgemäß!) Berufungskommissionen oder Abteilungsausschüsse. Das ist nett hier. Wo setzen sich schon zwei Professoren freiwillig, ohne daß es vorher einen bestimmten Besprechungsgegenstand oder ein zu lösendes Problem gibt, mit den Studierenden hin, und hören aufmerksam zu, und erzählen von sich, und sagen dann noch, daß es sehr angenehm war, und fragen dezidiert nach der Wiederholung und Verstetigung? Also nach dem, was wir von den Fachschaften anderer Unis so hören, ist das hier die absolute Ausnahme. Eigentlich will uns ja keiner bei den Psyfakos* dabeihaben, weil wir bei dem allgemeinen Geschimpfe nicht so recht mitmachen wollen. (Spaß!)
*[Berufungskommission = versucht leere Lehrstühle neu zu besetzen]
*[Abteilungsausschuß = Entscheidungsgremium der Abteilung Psychologie]
*[Psyfako = Psychologie-Fachschaften-Konferenz]
Ich habe ja schon mehrmals erwähnt, glaube ich jedenfalls, daß es hier insgesamt einen guten Draht zwischen den Profs, den Hochschullehrerenden einerseits und den Studierenden, namentlich der Fachschaft andererseits gibt. Gewiß ein Vorteil der Kombination aus Campus- und Reformuni. Jedenfalls fragten der Dekan und der Studiendekan explizit nach einem Treffen mit der Fachschaft - nett, unverbindlich, informell, "einfach mal so, zum Austausch". Naja, da sagt man ja nicht zweimal nein, oder? Allein schon, damit das Psycho-Café mal wieder gestaubsaugt wird. Also sitzen plötzlich Herr Maier und Herr Lohaus auf dem Sofa, und da es keine Tagesordung gibt, niemanden, der moderiert oder auch nur Protokoll führt, sind die gremienerfahrenen Bestandteile des Treffens zunächst verwirrt. Aber flott wird es interessant: da erzählen die Professoren davon, wie es für sie eigentlich ist, wenn sie einen Ruf annehmen und in eine andere, womöglich völlig unbekannte Stadt gehen. Daß sie auch dereinst von der ZVS irgendwohin verzappt wurden. Daß es ihnen auch zuträglicher ist, wenn sie einen guten und von Kooperation geprägten Kontakt zu den Studierenden haben. Hehe, daß sie auch nicht immer ganz freiwillig und 100% überzeugt ihren Gremientätigkeiten nachgehen, sondern gelegentlich einsichtig Sachzwängen folgen ("Einer muß es ja machen"). Außerdem interessant: in Sachen Bielefeld scheinen Studierende und Lehrende eins gemeinsam zu haben: erst will man nicht hin (weiß nicht, wo das ist, bekommt aus dem sozialen Umfeld negatives Feedback, lebt Vorurteile gegenüber Ostwestfalen aus), dann ist man da, und überrascht, und freut sich - und fragt sich, warum sich diese auf der Hand liegenden Vorteile nicht weiter herumsprechen. Ich glaube, daß wir alle ziemlich überrascht von der informellen und trotzdem netten Atmosphäre des Gesprächs waren, und daß es gerade deshalb wahrscheinlich viel produktiver und inhaltsreicher war als (naturgemäß!) Berufungskommissionen oder Abteilungsausschüsse. Das ist nett hier. Wo setzen sich schon zwei Professoren freiwillig, ohne daß es vorher einen bestimmten Besprechungsgegenstand oder ein zu lösendes Problem gibt, mit den Studierenden hin, und hören aufmerksam zu, und erzählen von sich, und sagen dann noch, daß es sehr angenehm war, und fragen dezidiert nach der Wiederholung und Verstetigung? Also nach dem, was wir von den Fachschaften anderer Unis so hören, ist das hier die absolute Ausnahme. Eigentlich will uns ja keiner bei den Psyfakos* dabeihaben, weil wir bei dem allgemeinen Geschimpfe nicht so recht mitmachen wollen. (Spaß!)
*[Berufungskommission = versucht leere Lehrstühle neu zu besetzen]
*[Abteilungsausschuß = Entscheidungsgremium der Abteilung Psychologie]
*[Psyfako = Psychologie-Fachschaften-Konferenz]
Montag, 25. Juni 2007
Und schon geht's los
Also: Kumpan niesen drüben zitiert ein wenig aus dem reichhaltigen Schatz der Beatles, ich kommentiere launig-banal, aber der gute Szfen, der auch ungarisch kann, hat die WICHTIGEN Infos: (was mich angeht, muß ich zugeben, daß ich youtube bislang unterschätzt habe.) Wirklich zum Totlachen. Zumal nicht einfach albern bis dämlich übersetzt, sondern mit einer Reihe pädagogisch wertvoller Konjunktive versehen. "All meine Freunde lüd' ich ein - und jetzt du, Fisch!"
Bloggen steckt an!
Ohne jetzt ins Meta-blogging einsteigen zu wollen, möchte ich nur anmerken, daß mit sayuri13 und seule pensée zwei weitere Psychos ins virtuelle Netz gegangen sind und nunmehr die mehr oder weniger gespannte Öffentlichkeit mit ihren Teilchen erfreuen oder das zumindest beabsichtigen. Ich finde das natürlich absolut toll, denn dann kann man ganz ungeniert beieinander hin- und herkommentieren, und man bildete dergestalt eine kleine, feine Biele-Blogosphäre nebst gerngesehenen Konfidenten in ostdeutschen Landeshauptstädten. Wie sehr kommentieren Spaß machen kann, ist gerade in den launigen Kommentaren zu niesens verbalem Ungarn-Ausflug nachzulesen.
Und damit Ring frei zum Bloggen!
Und damit Ring frei zum Bloggen!
Sonntag, 24. Juni 2007
Links wo das Herz schlägt
Weil man ja nicht nur den ganzen Tag lang mit Wahrscheinlichkeitsfragebögen oder der Moralentwicklung nach Kohlberg befaßt sein kann, debattieren wir hier mal über "Links". Linkssein ist hier wie atmen oder gute Musik hören oder sich für sein Studienfach interessieren: Wer's nicht macht, wirkt irgendwie befremdlich. Mit solchen Leuten verkehrt man eher nicht. Das heißt ja zum Glück nicht, daß ausschließlich völlig gleichgeschaltete Personen am immer gleichen Punkt in der Debatte die immer gleiche Hand heben (die rechte) und den immer gleichen Text abspulen. Im Gegenteil herrscht fröhliche Meinungsvielfalt bei wichtigen Themen wie Studiengebühren oder Anforderungen an neue Professoren oder was machen wir mit Geld, das wir im Prinzip gar nicht haben? Aber wenn es einen gemeinsamen Nenner gibt, dann den: Links muß es sein! Und das schöne am Linkssein ist ja, daß es DAS Linkssein gar nicht gibt. Ich persönlich würde damit vielleicht ein paar gemeinsame Grundeinstellungen assoziieren, zum Beispiel: Daß alle gleich behandelt werden sollen. Daß Grundrechte für alle gelten. Daß die Individuen, die zusammen eine Gemeinschaft bilden, füreinander verantwortlich sind. Daß man die Erde nicht als "Gottes Schöpfung" bezeichnen muß, um sie als schützenswert einzustufen. Daß man die Verantwortung fürs eigene Handeln nicht ins Verantwortungsdiffusionsnirwana abschieben kann (á la "das machen doch alle"). Daß man überhaupt eigene Verantwortung anerkennt, statt immer nach Schuldigen und Bösewichten zu suchen. Daß man zuhört. Daß man informiert ist. Ja, es ist nicht immer leicht, links zu sein. Aber schön!
Auf das Thema kam ich heute nach einer netten Unterhaltung über das bedingungslose Grundeinkommen. Sogar Herr Althaus, der ja nicht gerade für seine Mitgliedschaft in der Linkspartei bekannt ist, hat bereits ausgerechnet, daß netto, also nach Berücksichtigung all der Verwaltungskosten, eine Grundsicherung weniger kosten würde als der derzeitige Transferleistungsdschungel. Das pfeifen ja schon die Spatzen von den Dächern. Viel wichtiger als die Frage, ob man schlußendlich Geld einsparte, erscheint mir allerdings die Diskussion der Würde. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich unter Darlegung meiner sämtlichen privaten Daten und unter entsprechender Begründung meiner Arbeitslosigkeit Hartz IV beantrage, oder ob ich zum Amt spaziere, um das mir zustehende monatliche Grundeinkommen abzuholen - schon allein deswegen, weil letzteres schneller geht und ich den Rest des Tages, ach was! des Monats, mit sinnigerem Zeug verbringen kann statt mit dem Anfertigen von fiktiven Bewerbungen. Mit einem Psychologiestudium beispielsweise. Oder ich schließe mich ein und lese endlich mal ALLE zehn Romane von Maj Sjöwall und Per Wahlöö am Stück. Oder höre im Selbstversuch dieses Lied von Dieter Bohlen und Mark Medlock, bis ich brechen muß. Obwohl, das dauert wahrscheinlich nicht so lange. Falls jemand argumentiert, daß ohne entsprechende (finanzielle) Motivation die Menschen gar nichts mehr machen würden, würde ich antworten: das ist auch ganz richtig so! Ich hoffe inständig, daß es nur deswegen Menschen gibt, die einer entsprechend würdefreien Tätigkeit bei [...]* nachgehen, weil sie auf das Geld angewiesen sind! Wenn niemand mehr auf derartige (und da gibt es ja noch viel schlimmere!) Jobs angewiesen wäre, würden sich die Unternehmen eventuell dazu bequemen, die Arbeitsplätze in bezug auf Würde und Verdienst etwas attraktiver zu gestalten.
Fazit: Links ist cool. (Nicht nur bei der Händigkeit!) Ich betrachte es als sehr glücklichen Umstand, hier in so einem linken Umfeld gelandet zu sein. All diese Selbstverständlichkeiten! Fair-Trade Kaffee. Photovoltaik auf dem Dach. Gleichstellung, daß es manchmal fast wehtut.
*hier bitte Unternehmen der Wahl einsetzen.
Auf das Thema kam ich heute nach einer netten Unterhaltung über das bedingungslose Grundeinkommen. Sogar Herr Althaus, der ja nicht gerade für seine Mitgliedschaft in der Linkspartei bekannt ist, hat bereits ausgerechnet, daß netto, also nach Berücksichtigung all der Verwaltungskosten, eine Grundsicherung weniger kosten würde als der derzeitige Transferleistungsdschungel. Das pfeifen ja schon die Spatzen von den Dächern. Viel wichtiger als die Frage, ob man schlußendlich Geld einsparte, erscheint mir allerdings die Diskussion der Würde. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich unter Darlegung meiner sämtlichen privaten Daten und unter entsprechender Begründung meiner Arbeitslosigkeit Hartz IV beantrage, oder ob ich zum Amt spaziere, um das mir zustehende monatliche Grundeinkommen abzuholen - schon allein deswegen, weil letzteres schneller geht und ich den Rest des Tages, ach was! des Monats, mit sinnigerem Zeug verbringen kann statt mit dem Anfertigen von fiktiven Bewerbungen. Mit einem Psychologiestudium beispielsweise. Oder ich schließe mich ein und lese endlich mal ALLE zehn Romane von Maj Sjöwall und Per Wahlöö am Stück. Oder höre im Selbstversuch dieses Lied von Dieter Bohlen und Mark Medlock, bis ich brechen muß. Obwohl, das dauert wahrscheinlich nicht so lange. Falls jemand argumentiert, daß ohne entsprechende (finanzielle) Motivation die Menschen gar nichts mehr machen würden, würde ich antworten: das ist auch ganz richtig so! Ich hoffe inständig, daß es nur deswegen Menschen gibt, die einer entsprechend würdefreien Tätigkeit bei [...]* nachgehen, weil sie auf das Geld angewiesen sind! Wenn niemand mehr auf derartige (und da gibt es ja noch viel schlimmere!) Jobs angewiesen wäre, würden sich die Unternehmen eventuell dazu bequemen, die Arbeitsplätze in bezug auf Würde und Verdienst etwas attraktiver zu gestalten.
Fazit: Links ist cool. (Nicht nur bei der Händigkeit!) Ich betrachte es als sehr glücklichen Umstand, hier in so einem linken Umfeld gelandet zu sein. All diese Selbstverständlichkeiten! Fair-Trade Kaffee. Photovoltaik auf dem Dach. Gleichstellung, daß es manchmal fast wehtut.
*hier bitte Unternehmen der Wahl einsetzen.
Samstag, 23. Juni 2007
Szeretlek, Magyarország!
Nachdem nun schon Genosse niesen gestern über die möglichen Verwandschaftsverhältnisse der ungarischen Sprache referierte, las ich heute dieses in der virtuellen Zeitung. Seufz, macht da das Herz der ungarophilen Blogschreiberin. Lange nicht mehr dort gewesen, schätzungsweise dreieinhalb Jahre.
Wenn ich mich recht entsinne, hatte Ungarn schon immer eine hohe Selbstmordrate. Aus Budapest kam doch auch dieses Suizidlied, dessen Geschichte seinerzeit wunderbar mit Ben Becker und Joachim Król und Erika Marozsán als "Ein Lied von Liebe und Tod" verfilmt wurde. Die Ungarn sind vielleicht durch eine Art depressive Trotzigkeit charakterisiert, wie man sie eventuell bei den Portugiesen noch wiederfindet. Die Ungarn und die Portugiesen und die Finnen haben die schwersten Sprachen in Europa und sind gleichzeitig nicht besonders große Staaten (Portugal) oder haben wenige Einwohner (Finnland) oder beides (Ungarn). Die Portugiesen fahren sich tot, die Finnen saufen sich tot und die Ungarn springen in die Donau. Die Portugiesen haben den Fado, die Finnen tanzen Tango, und die Ungarn klimpern "Szomorú vasárnap" auf dem Klavier, bis es nicht mehr geht.
Na gut, daß diese drei meine europäischen Lieblingsländer sind, läßt ja tief blicken. Immerhin singe, tanze und klimpere ich nicht. Aber nach Ungarn muß ich trotzdem mal wieder fahren: Abends durch Budapest bummeln, an der Donau entlang, über die funkelnde Kettenbrücke hinüber, drüben ins Gewimmel der Donaupromenade hinein; im inzwischen restaurierten Café Hungaria - New York zwischen grünem Samt und Plüsch sitzen und kávé trinken - tejjel; den ganzen körút (Ringstraße) hinunterlaufen; die Bahnhöfe in ihrer Pracht bestaunen; in die Markthallen gehen; mit dieser unglaublich winzigen U-Bahn fahren (die erste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent - mit dem hübschen Namen FÖLDALATTI = Erde-unter); ungarisch sprechen.
Wenn ich mich recht entsinne, hatte Ungarn schon immer eine hohe Selbstmordrate. Aus Budapest kam doch auch dieses Suizidlied, dessen Geschichte seinerzeit wunderbar mit Ben Becker und Joachim Król und Erika Marozsán als "Ein Lied von Liebe und Tod" verfilmt wurde. Die Ungarn sind vielleicht durch eine Art depressive Trotzigkeit charakterisiert, wie man sie eventuell bei den Portugiesen noch wiederfindet. Die Ungarn und die Portugiesen und die Finnen haben die schwersten Sprachen in Europa und sind gleichzeitig nicht besonders große Staaten (Portugal) oder haben wenige Einwohner (Finnland) oder beides (Ungarn). Die Portugiesen fahren sich tot, die Finnen saufen sich tot und die Ungarn springen in die Donau. Die Portugiesen haben den Fado, die Finnen tanzen Tango, und die Ungarn klimpern "Szomorú vasárnap" auf dem Klavier, bis es nicht mehr geht.
Na gut, daß diese drei meine europäischen Lieblingsländer sind, läßt ja tief blicken. Immerhin singe, tanze und klimpere ich nicht. Aber nach Ungarn muß ich trotzdem mal wieder fahren: Abends durch Budapest bummeln, an der Donau entlang, über die funkelnde Kettenbrücke hinüber, drüben ins Gewimmel der Donaupromenade hinein; im inzwischen restaurierten Café Hungaria - New York zwischen grünem Samt und Plüsch sitzen und kávé trinken - tejjel; den ganzen körút (Ringstraße) hinunterlaufen; die Bahnhöfe in ihrer Pracht bestaunen; in die Markthallen gehen; mit dieser unglaublich winzigen U-Bahn fahren (die erste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent - mit dem hübschen Namen FÖLDALATTI = Erde-unter); ungarisch sprechen.
Lesenswert
Ich teile zwar seine Auffassungen zum Irak-Krieg nicht ganz, aber ansonsten ist das ein nettes Interview. Wer weiß, vielleicht gehe ich sogar mal ins Kino und schau' mir den Film an. Das blütenweiße Feinrippunterhemd... hmm...
Freitag, 22. Juni 2007
Right here, under the rainbow
Du kommst in die Bib: überall aufgeschlagene Bücher, lose Blätter, zugeklappte Rechner; müde Gesichter, schwer aufgestützte Köpfe, zerrunzelte Stirnen, verkniffene Münder. Immerhin stürzen keine Platten von der Decke. Das, was ich da mache, könnte ich hier auch machen: Herrn Lohaus' wunderschöne Folien auf Karteikarten schreiben. Übern Daumen gepeilt sprechen wir über 30 Vorlesungen mal 50 Folien. Das sind 1500 Folien. Das habe ich vorhin persönlich vor Zeugen nachgerechnet. Dazu kommen 850 Seiten im Buch. Das ist unmöglich zu lernen. Niemand kann 2000 Karteikarten auswendig lernen. Ich würde schon sechs Wochen brauchen, um 2000 Karteikarten überhaupt zu schreiben. Danach hätte ich eine Sehnenscheidenentzündung und eine somit berechtigte Ausrede, die Klausur nicht mitzuschreiben, falls die Klausur nicht zufällig bereits vorbei wäre. Es handelt sich übrigens um die Klausur, in der ich eine Eins schreiben wollte. Aber dis wird nichts. Dis kann man nicht alles auswendig wissen. Zumindest nicht, wenn einem zusätzlich noch der Nucleus accumbens und die tel- und diencephalen Strukturen im Hirn herumgeistern. Das fühlt sich ein wenig so an, als würde nicht nur ich über mich nachdenken (was ich ja ziemlich normal finde), sondern als würde dann auch noch mein Hirn über sich selbst nachdenken (was ich ja durchaus befremdlich finde).
Weg vom Labern, hin zu Fakten:
- A1-Bewerbungsvortrag gehört.
- Bei der Varianzanalyse gerät man immer wieder an Überraschungen. Die heutigen hießen "Blockdesign" und "Meßwiederholung".
- Vor der Übung waren Menü 1 und Menü 2 infolge Nachtisch-Beilagen-Verteilung nahezu gleich attraktiv. Nach der Übung waren sie infolge der geänderten Nachtisch-Beilagen-Verteilung gleich unattraktiv. Habe dann trotzdem Menü 1 gegessen (15 Cent billiger). Aber alternativ vor der Übung essengehen ist auch doof: das ist ja eher noch so eine Art Frühstück.
- Humpeln muß ich nicht, aber im Grunde schmerzt jedes einzelne Gelenk in den Fortbewegungsnupsi auf unterschiedliche Art. Wahrscheinlich unterschiedliche Stadien von Zerfall. Habe trotzdem ein schlechtes Gewissen ob meiner Krankschreibung. Warum eigentlich? Keine Ahnung. Die Rheumamedizin habe ich bislang auch nicht genommen - bei Asthma nur unter ärztlicher Aufsicht!
- Lernen ist in der Bib defintiv besser als in der Psycho-Lounge. Da man normalerweise höchstens von Flip-Flops oder vom Hochfahrton des eigenen Rechners gestört wird, grummelt man nicht, wenn man wirklich mal aufgestöbert wird.
- Vorhin konnte ich meinen ersten allumfassenden Regenbogen betrachten: er reichte einmal von Brake über den ganzen Himmel hinüber bis zum Teutoburger Wald. Dis sah toll aus.
Weg vom Labern, hin zu Fakten:
- A1-Bewerbungsvortrag gehört.
- Bei der Varianzanalyse gerät man immer wieder an Überraschungen. Die heutigen hießen "Blockdesign" und "Meßwiederholung".
- Vor der Übung waren Menü 1 und Menü 2 infolge Nachtisch-Beilagen-Verteilung nahezu gleich attraktiv. Nach der Übung waren sie infolge der geänderten Nachtisch-Beilagen-Verteilung gleich unattraktiv. Habe dann trotzdem Menü 1 gegessen (15 Cent billiger). Aber alternativ vor der Übung essengehen ist auch doof: das ist ja eher noch so eine Art Frühstück.
- Humpeln muß ich nicht, aber im Grunde schmerzt jedes einzelne Gelenk in den Fortbewegungsnupsi auf unterschiedliche Art. Wahrscheinlich unterschiedliche Stadien von Zerfall. Habe trotzdem ein schlechtes Gewissen ob meiner Krankschreibung. Warum eigentlich? Keine Ahnung. Die Rheumamedizin habe ich bislang auch nicht genommen - bei Asthma nur unter ärztlicher Aufsicht!
- Lernen ist in der Bib defintiv besser als in der Psycho-Lounge. Da man normalerweise höchstens von Flip-Flops oder vom Hochfahrton des eigenen Rechners gestört wird, grummelt man nicht, wenn man wirklich mal aufgestöbert wird.
- Vorhin konnte ich meinen ersten allumfassenden Regenbogen betrachten: er reichte einmal von Brake über den ganzen Himmel hinüber bis zum Teutoburger Wald. Dis sah toll aus.
Donnerstag, 21. Juni 2007
Bescheuerter geht's nicht
Abgesehen davon, daß ich es selbst nicht verstehe, warum ich seit sechs Wochen mit einem ziemlich zerschossenen linken Fuß umhergehe, arbeite, nach'm Bus renne und stundenlang irgendwo herumstehe - was ja alles schon bescheuert genug ist. Aber nun ja. Das ist zu toppen: Gestern abend, frei von Substanzeinfluß, auf freier, gerader und gut bekannter Strecke, weit und breit kein loses Steinchen: Ich knicke mit dem rechten Fuß um. Jetzt habe ich zwei unterschiedlich defekte Sprunggelnke in unterschiedlichen Stadien der Defektheit. Immerhin habe ich eingesehen, daß man damit nicht arbeiten kann, und war deshalb sogar beim Arzt, der bedenklichen Gesichts ein Antirheumadings verschrieb und mich mit einer Krankschreibung ins Wochenende schickte, nach welchem, insofern keine Besserung eingetreten sei, ich wiederum erscheinen solle zwecks Überweisung an einen Orthopäden. So. Daher habe ich eigentlich genug Zeit, um Karteikarten zu schreiben, Varianzanalysen zu rechnen und neue Variablen zu erfinden, um den Wahrscheinlichkeitsfragebogen endlich gescheit auszuwerten. Aber ich glaube, ich gehe lieber Sozialkontakte pflegen, hehe.
Mittwoch, 20. Juni 2007
Nur mal zur Begriffsklärung
Das paßt nicht ganz zu MB, oder?
Anders ausgedrückt: Wenn man jemanden der Arroganz bezichtigen will, dann macht man das eventuell auch an den beobachtbaren Tatsachen dran vorbei. Es mag ein probates Mittel der Dissonanzreduktion infolge sozialen Vergleiches sein, andere Personen als arrogant zu bezeichnen, aber angehende Psychologinnen und Psychologen sollten vielleicht andere, weniger leicht zu durchschauende Wege wählen. Oder man macht sich die Mühe, passendere Attribute zu finden, wenn man jemanden kritisieren möchte.
Anders ausgedrückt: Wenn man jemanden der Arroganz bezichtigen will, dann macht man das eventuell auch an den beobachtbaren Tatsachen dran vorbei. Es mag ein probates Mittel der Dissonanzreduktion infolge sozialen Vergleiches sein, andere Personen als arrogant zu bezeichnen, aber angehende Psychologinnen und Psychologen sollten vielleicht andere, weniger leicht zu durchschauende Wege wählen. Oder man macht sich die Mühe, passendere Attribute zu finden, wenn man jemanden kritisieren möchte.
Decision makers' BBQ
In Bielefeld, das erwähnte ich bereits am Rande, wohnt man in abgefahrenen, putzigen, ungewöhnlichen und von der kommunalen Bauaufsicht bislang wenig beachteten Wohnungen. Heute hatte ich Gelegenheit, bereits die zweite Wohnung zu besichtigen, in die man mittels einer wahlweise zusammengeschweißten oder zusammengenagelten Hühnerleiter gelangt. Wie derartig gelegene Wohnungen mit Haushaltschwermaschinen wie Geschirrspüler oder Waschmaschine bestückt werden, konnte ich bislang nicht in Erfahrung bringen. Glückspilze wohnen in uralten Häusern gegenüber von italienischen Schnabulantienfachgeschäften und verfügen über großzügige Gärten mit Grill und Sitzmöbeln. Ein solcher Glückspilz befindet sich glücklicherweise als Doktorandin in der neugegründeten Arbeitsgruppe Decision Maker, und so versammelte sich ebendiese im Garten ebenjener, und ich hatte mich frech eingeschmuggelt. Die Stimmung war angenehm, beinahe entspannt, und es gab Geschichten von früher: von ausweglosen Situationen, in die man beim Angeln schon mal geraten kann; davon, wie man sich beim Fußball schonmal beinahe geprügelt hat bzw. infolge eines Fußballspielbesuchs beinahe mitsamt dem Auto von wütigen Fans davongetragen wurde; daß in der DDR die Jungs Zivilverteidigung und die Mädels Sanitätsgrundausbildung als Schulfach hatten (in der 9. glaub ich); was der neue Forschungspraktikant alles erledigen kann; pro und contra von Angeln an sich; ob Manhattan genauso viel Einwohner hat wie Berlin insgesamt (was ich nicht glaube, aber ich werde das noch wikipedia-en oder wie das heißt); daß in Iowa nicht nur nur Maisfelder sind, sondern auch noch Maisfelder und sonst gar nichts; naja... ganz normales Zeug eben.
Montag, 18. Juni 2007
Transformieren, Itemschwierigkeit und Trennschärfe, und: Geschlechtseffekt!
[Um Erklärungen ergänzt!]*
Da is' ihm fast das Gesicht entgleist: Männer hatten einen besseren Netto-Score* als Frauen! Zum ersten Mal überhaupt! Interessiert uns zwar eigentlich GAR nicht, aber ist doch interessant. Den Unterschied zwischen den Geprimten und den Ungeprimten* gibt es zwar auch, aber der ist nicht signifikant, also gibt es ihn doch nicht. Das ist natürlich bedauerlich. Berechtigtes Stirnrunzeln gab es auch angesichts unserer Stichprobe - doch nur Studierende und dazu die Eltern von den andern Mädchen. Das ist natürlich nicht grad normalverteilt. Auch die Frage nach intuitiv oder kalkulatorisch entscheidend ist derzeit nicht auswertbar, da, wahrscheinlich infolge spontanen Schwächeanfalls wegen der Frage nach dem Rechenweg, sehr viele Versuchspersonen "intuitiv" entschieden haben. Das ist natürlich unnütz. Hypothesengeleitet kommt wohl also nix raus. Ansonsten haben wir ja noch ein paar andere Maße, die man munter in der Gegend herumkorrelieren kann. (Mach ich morgen, glaub ich, heimlich mal. Ist nicht so schwer.)
DAS ist übrigens der Grund dafür, warum ich grad ein bißchen gefrustet bin: Es ist ja toll und super, daß ich die Varianzanalyse* verstanden habe. Allein schon im Hinblick darauf, daß ich dann weiß, was SPSS* macht, wenn ich sage: Varianzanalyse, aber pronto! Und ich muß ja immer noch selber wissen, was ich SPSS sage, was es varianzanalysieren soll. Aber es IST frustrierend, wenn man nach ca. einer dreiviertel Sekunde die Ausgabe signifikant oder nicht signifikant oder signifikant bei irgendeinem anderen alpha-Niveau bekommt, wo man per Hand schon so zehn Minuten dran rumrechnet. Mindestens. Und dann noch X Fehler macht, weil es X Fehlerquellen gibt, die man alle mitnimmt, natürlich.
Naja, und Item-Schwierigkeit? Trennschärfe? Man kann da irgendwas rechnen in SPSS, aber eigentlich ist das wieder so ein Hochstapler-Part von mir: Eigentlich habe ich GAR keine Ahnung. Dieser gesamte Fragebogen ist glaub ich für die Katz, und für die Karriere des Fragebogens sieht es ganz, ganz schlecht aus. Denn eigentlich ist es nur ein Haufen interessanter Fragen ("Was Sie schon immer von Absolventen der GDT wissen wollten"), aber statistisch gesehen Müll. Und dieser andere Fragebogen mit den Wahrscheinlichkeitsaufgaben... ich weiß nicht. Besonders aussagekräftig ist der auch nicht. Kurz gesagt: Ich versuche gerade, genau den Lerneffekt zu empfinden, der auch bei nichthypothesenkonformen Ergebnissen dadurch eintreten müßte, daß man ja lernt, wie es geht, auch wenn nix bei rumkommt. Aber irgendwie hätt' ich natürlich trotzdem lieber mit aufsehenerregenden Ergebnissen die junge Entscheidungsforschung gerockt. Naja, egal. Machen wir halt mit viel Aufwand ein tolles Poster, auf dem draufsteht, daß wir nix gefunden haben, und stellen das den versammelten professionellen Decision Makern vor.
In vier Wochen schreib ich übrigens 'ne Prüfung*.
Es wird also demnächst wieder noch später werden.
*[Nichtpsychologiestudierende, die hier zu meiner hellen Freude mitlesen, haben mir mitgeteilt, daß sie bei dem 'Psycho-Kram' nicht mitkämen. Das soll nicht sein! Das ist kein Blog nur für Fachleute! Die Expertinnen und Experten können ja die für sie selbstverständlich langweiligen Erläuterungen geflissentlich überlesen.]
*[GDT-Wert: Die gewählten nichtriskanten (3 oder 4 Würfel) minus die gewählten riskanten (1 oder 2 Würfel) Alternativen.]
*[Die Geprimten sind sozusagen vor der GDT auf Wahrscheinlichkeiten allgemein aufmerksam gemacht worden - indem sie den Wahrscheinlichkeitsfragebogen VOR der GDT bearbeiteten.]
*[Verfahren, um Gruppenunterschiede bei mehr als zwei Gruppen festzustellen. Popeleinfach!]
*[DAS Statistikprogramm schlechthin.]
*[Veranstaltung, bei der man innerhalb von zweieinhalb Stunden den Inhalt von 40 Vorlesungen sowie eines 850 Seiten dicken Buches wiedergeben soll.]
Da is' ihm fast das Gesicht entgleist: Männer hatten einen besseren Netto-Score* als Frauen! Zum ersten Mal überhaupt! Interessiert uns zwar eigentlich GAR nicht, aber ist doch interessant. Den Unterschied zwischen den Geprimten und den Ungeprimten* gibt es zwar auch, aber der ist nicht signifikant, also gibt es ihn doch nicht. Das ist natürlich bedauerlich. Berechtigtes Stirnrunzeln gab es auch angesichts unserer Stichprobe - doch nur Studierende und dazu die Eltern von den andern Mädchen. Das ist natürlich nicht grad normalverteilt. Auch die Frage nach intuitiv oder kalkulatorisch entscheidend ist derzeit nicht auswertbar, da, wahrscheinlich infolge spontanen Schwächeanfalls wegen der Frage nach dem Rechenweg, sehr viele Versuchspersonen "intuitiv" entschieden haben. Das ist natürlich unnütz. Hypothesengeleitet kommt wohl also nix raus. Ansonsten haben wir ja noch ein paar andere Maße, die man munter in der Gegend herumkorrelieren kann. (Mach ich morgen, glaub ich, heimlich mal. Ist nicht so schwer.)
DAS ist übrigens der Grund dafür, warum ich grad ein bißchen gefrustet bin: Es ist ja toll und super, daß ich die Varianzanalyse* verstanden habe. Allein schon im Hinblick darauf, daß ich dann weiß, was SPSS* macht, wenn ich sage: Varianzanalyse, aber pronto! Und ich muß ja immer noch selber wissen, was ich SPSS sage, was es varianzanalysieren soll. Aber es IST frustrierend, wenn man nach ca. einer dreiviertel Sekunde die Ausgabe signifikant oder nicht signifikant oder signifikant bei irgendeinem anderen alpha-Niveau bekommt, wo man per Hand schon so zehn Minuten dran rumrechnet. Mindestens. Und dann noch X Fehler macht, weil es X Fehlerquellen gibt, die man alle mitnimmt, natürlich.
Naja, und Item-Schwierigkeit? Trennschärfe? Man kann da irgendwas rechnen in SPSS, aber eigentlich ist das wieder so ein Hochstapler-Part von mir: Eigentlich habe ich GAR keine Ahnung. Dieser gesamte Fragebogen ist glaub ich für die Katz, und für die Karriere des Fragebogens sieht es ganz, ganz schlecht aus. Denn eigentlich ist es nur ein Haufen interessanter Fragen ("Was Sie schon immer von Absolventen der GDT wissen wollten"), aber statistisch gesehen Müll. Und dieser andere Fragebogen mit den Wahrscheinlichkeitsaufgaben... ich weiß nicht. Besonders aussagekräftig ist der auch nicht. Kurz gesagt: Ich versuche gerade, genau den Lerneffekt zu empfinden, der auch bei nichthypothesenkonformen Ergebnissen dadurch eintreten müßte, daß man ja lernt, wie es geht, auch wenn nix bei rumkommt. Aber irgendwie hätt' ich natürlich trotzdem lieber mit aufsehenerregenden Ergebnissen die junge Entscheidungsforschung gerockt. Naja, egal. Machen wir halt mit viel Aufwand ein tolles Poster, auf dem draufsteht, daß wir nix gefunden haben, und stellen das den versammelten professionellen Decision Makern vor.
In vier Wochen schreib ich übrigens 'ne Prüfung*.
Es wird also demnächst wieder noch später werden.
*[Nichtpsychologiestudierende, die hier zu meiner hellen Freude mitlesen, haben mir mitgeteilt, daß sie bei dem 'Psycho-Kram' nicht mitkämen. Das soll nicht sein! Das ist kein Blog nur für Fachleute! Die Expertinnen und Experten können ja die für sie selbstverständlich langweiligen Erläuterungen geflissentlich überlesen.]
*[GDT-Wert: Die gewählten nichtriskanten (3 oder 4 Würfel) minus die gewählten riskanten (1 oder 2 Würfel) Alternativen.]
*[Die Geprimten sind sozusagen vor der GDT auf Wahrscheinlichkeiten allgemein aufmerksam gemacht worden - indem sie den Wahrscheinlichkeitsfragebogen VOR der GDT bearbeiteten.]
*[Verfahren, um Gruppenunterschiede bei mehr als zwei Gruppen festzustellen. Popeleinfach!]
*[DAS Statistikprogramm schlechthin.]
*[Veranstaltung, bei der man innerhalb von zweieinhalb Stunden den Inhalt von 40 Vorlesungen sowie eines 850 Seiten dicken Buches wiedergeben soll.]
Sonntag, 17. Juni 2007
Rock am [Sigi-]Ring

Auf dem Bild kommt ja die Festival-Atmosphäre schon ziemlich gut rüber. Bisweilen wurde auch geklatscht, jeweils wenn ein Titel zuendegespielt war, was man daran erkennen konnte, daß die Musik aussetzte. Auf den Toiletten war die Festivalstimmung dann leider hinüber, d.h. man mußte nicht anstehen, es war sauber und es gab in ausreichender Menge Klopapier. Das können die Straßenfeste in Berlin aber besser!
Auf dem folgenden Bild ist mittelmäßig gut der einzige Groupie der Gruppe "To old to die young" zu erkennen. Sie tanzt ekstatisch (also für Bielefelder Verhältnisse) und kontinuierlich.
Es handelt sich um die junge Frau oberhalb des brillentragenden Schneidersitzes. Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Berlin mit Spontanbesuch vom Papa und der Marlies, dann am Hauptbahnhof aufn Zug warten und dabei allerlei reisendes Volk beobachten können; dann wieder so eine alte Eisenbahn mit einer angealterten Reisegruppe, die beinahe genauso aufgeregt sich gebärdete wie sonst nur Jugendliche einer 10. Klasse auf Abschiedsfahrt. In Biele ging es stracks in die Uni, um *die* Datei noch ein wenig anzusehen und versuchsweise zu zaubern. Mit Erfolg! Die BIS/BAS-Werte waren ja ganz roh drinne, sollten aber als Mittelwert, also nochmal durch fünf. Das muß man nicht von Hand machen! Das kann man SPSS auch sagen! Ich KANN das SPSS sagen, hehe. Naja, und dann noch Blockseminardelinquenten treffen, und Sigi, und gleich Bett. Geht doch.
Samstag, 16. Juni 2007
Night of noises
Ort: Uni Bielefeld (gibt es hier noch andere Orte?)
Inhalt: Wir erzeugen Geräusche und assoziierte Bewegungen.
Schlimm: Nische auf E2.
Auch schlimm: Nur Detmolder und Herforder.
Schön: Aufgekratzt durch die Gegend eilende Schmetterlinge, naja, einer zumindest. Und noch sooo viele Psychos, die da einfach hingehen, wenn in der Uni was los ist. Es war sogar ziemlich voll. Ich war nur sehr müde und überbelastet. Und beging den Fehler, mich in die Nische auf E2 zu begeben. Der Sänger der Acoustic Rebels oder wie sie heißen ist gleichzeitig und in Personalunion derjenige, bei dem ich mittwochs die Versuchsplanung höre. Und, das kann man so sagen, TROTZ dem ich die Varianzanalyse verstanden habe (s.u.). Und diese Akustiker covern. "Californication", ich wußte gar nicht, daß das Lied eine Milliarde Strophen hat. Halbnackte Mädchen neben mir sangen lauthals mit. Zwischendurch stellten sie ihre Bierflaschen aufs Fenstersims und sagten, "freut sich der Penner". Am Ende des Liedes (also später) setzte frenetischer Beifall ein. Ich habe ein wenig Angst vor der nächsten Versuchsplanung.
Auch sehr schön: irgendwelches Gehopse zu Ravels Bolero. Dis hab ich ja schon lange nicht mehr gehört. Dis ist auch toll.
Morgen geht es nach Berlin. Übermorgen wird die Syntax drübergejagt. Überübermorgen fällt MB vom Stuhl, im Angesicht unseres astreinen Datensatzes. Hehe.
Inhalt: Wir erzeugen Geräusche und assoziierte Bewegungen.
Schlimm: Nische auf E2.
Auch schlimm: Nur Detmolder und Herforder.
Schön: Aufgekratzt durch die Gegend eilende Schmetterlinge, naja, einer zumindest. Und noch sooo viele Psychos, die da einfach hingehen, wenn in der Uni was los ist. Es war sogar ziemlich voll. Ich war nur sehr müde und überbelastet. Und beging den Fehler, mich in die Nische auf E2 zu begeben. Der Sänger der Acoustic Rebels oder wie sie heißen ist gleichzeitig und in Personalunion derjenige, bei dem ich mittwochs die Versuchsplanung höre. Und, das kann man so sagen, TROTZ dem ich die Varianzanalyse verstanden habe (s.u.). Und diese Akustiker covern. "Californication", ich wußte gar nicht, daß das Lied eine Milliarde Strophen hat. Halbnackte Mädchen neben mir sangen lauthals mit. Zwischendurch stellten sie ihre Bierflaschen aufs Fenstersims und sagten, "freut sich der Penner". Am Ende des Liedes (also später) setzte frenetischer Beifall ein. Ich habe ein wenig Angst vor der nächsten Versuchsplanung.
Auch sehr schön: irgendwelches Gehopse zu Ravels Bolero. Dis hab ich ja schon lange nicht mehr gehört. Dis ist auch toll.
Morgen geht es nach Berlin. Übermorgen wird die Syntax drübergejagt. Überübermorgen fällt MB vom Stuhl, im Angesicht unseres astreinen Datensatzes. Hehe.
Ich weiß, was ich im nächsten Semester belegen werde
Heute wurde das elektronische Vorlesungsverzeichnis fürs Wintersemester veröffentlicht, und ich schäme mich kein bißchen dafür, bereits um halb elf am Rechner gesessen zu haben, um mich schon mal - ganz im Sinne der Online-Bedarfserhebung - in diverse Veranstaltungen einzutragen: Montag: Vorlesung Diff, Kognition Lektürekurs, Seminar Sprachentwicklung; Dienstag: Seminar Persönlichkeitskonzepte, Kolloquium Physio, Vorlesung Wahrnehmung; Mittwoch: Testtheorie; Donnerstag: Seminar Sex, food, drugs and rock'n roll; Freitag: Übung Testtheorie. Wann ich da arbeiten soll, ist noch etwas unklar. In diesem Zusammenhang ein Hoch auf die DFG! Hinzu kommen übrigens noch: Blockseminar zum Stirnhirn; möglicherweise Blockseminar zu Morbus Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen und ein Seminar von HJM zur Geschichte der Physiologischen Psychologie, das derzeit ungünstig terminiert ist.
Im schlimmsten Fall heißt das also, daß ich sechs Veranstaltungen besuche, in denen ich keinen Schein machen kann. Also freiwillig, aber trotzdem (in aller Regel) die Scheinleistung erbringend, da die Dozenten es nicht mögen, wenn man untätig in ihren Seminaren herumlümmelt, statt zu referieren. Naja, aber ich will dis alles wissen. Zumindest Stirnhirn und Sprachentwicklung. Ansonsten, wenn ich die Kür mal streiche: Mo: Diff; Di: Persönlichkeit, Wahrnehmung; Mi: Testtheorie; Fr: Übung. Keins der Blockseminare... Eigentlich könnte ich es mir gutgehen lassen.
Im schlimmsten Fall heißt das also, daß ich sechs Veranstaltungen besuche, in denen ich keinen Schein machen kann. Also freiwillig, aber trotzdem (in aller Regel) die Scheinleistung erbringend, da die Dozenten es nicht mögen, wenn man untätig in ihren Seminaren herumlümmelt, statt zu referieren. Naja, aber ich will dis alles wissen. Zumindest Stirnhirn und Sprachentwicklung. Ansonsten, wenn ich die Kür mal streiche: Mo: Diff; Di: Persönlichkeit, Wahrnehmung; Mi: Testtheorie; Fr: Übung. Keins der Blockseminare... Eigentlich könnte ich es mir gutgehen lassen.
Endlich verstehen: Die Varianzanalyse
Wenn man mehr als zwei Gruppen vergleichen will, macht man eine Varianzanalyse. Wenn nur eine unabhängige Variable manipuliert wurde, eine einfaktorielle; bei zwei Variablen *höhö* eine zweifaktorielle. Bei letzterer gibt es noch Random- und feste Faktoren, woraufhin man möglicherweise den Fehler korrigieren muß, wenn die Interaktion bei einem alpha von 25% nicht signifikant wird. Alles klar?? Man untersucht also, ob die Streuung der Werte zwischen den Gruppen größer ist als die Streuung in den Gruppen selbst. Dann gibt es nämlich tatsächlich einen Unterschied zwischen den Gruppen.
Soweit, so gut. Jetzt muß ich nurmehr auf dem Taschenrechner fit werden, den ich noch nicht habe. Aber Zuversicht prägt dieses zweite Semester, und insofern sollte uns eine läppische Klausur über die Varianzanalyse nicht aus der Bahn werfen.
Soweit, so gut. Jetzt muß ich nurmehr auf dem Taschenrechner fit werden, den ich noch nicht habe. Aber Zuversicht prägt dieses zweite Semester, und insofern sollte uns eine läppische Klausur über die Varianzanalyse nicht aus der Bahn werfen.
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