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Montag, 7. September 2009

Wow!

Auf dem Heimweg Ohrwurm von einer Arie gehabt, die ich vor mindestens 12 Jahren mal in Musik durchgenommen habe. Arie vor mich hinpfeifend nach Hause geradelt. Zuhause dringendes Bedürfnis verspürt, Arie anzuhören. Nicht mehr an Namen der Arie oder wenigstens Oper oder überhaupt Komponisten erinnert. Vage was mit Papageno im Sinn gehabt, den hatten wir nämlich auch mal in Musik. Glaub ich. Papageno wars aber nicht. Text war italienisch oder so. Umfangreiche Arienauflistung entdeckt, hilft aber nicht. Youtube hat noch keine Pfeiftonerkennung. Dann bei Amazon Opern gesucht, wo man dann die Titel anspielen kann. Arie gefunden. Bei youtube angehört und dahingeschmolzen.

Montag, 13. Juli 2009

Lou Reed:

Just a perfect day
drink Sangria in the park
And then later
when it gets dark, we go home

Just a perfect day
feed animals in the zoo
Then later
a movie, too, and then home

Oh, it's such a perfect day
I'm glad I spend it with you
Oh, such a perfect day
You just keep me hanging on
You just keep me hanging on

Just a perfect day
problems all left alone
Weekenders on our own
it's such fun

Just a perfect day
you made me forget myself
I thought I was
someone else, someone good

Oh, it's such a perfect day
I'm glad I spent it with you
Oh, such a perfect day
You just keep me hanging on
You just keep me hanging on

You're going to reap just what you sow

Sonntag, 5. Juli 2009

Sommer hier

Ja, ein richtiger Sommertag mit blauem Himmel und trockener, heißer Luft und strahlender Sonne und so.

Gestern abend saß ich in einem schönen Garten. Heute saß ich den ganzen Tag hinter der Uni im Gras und übte diagnostizieren mit dem SKID, anschließend wechselte ich in den Oetker-Park über, später lag ich auf dem heißen Sigi und las Calvin-und-Hobbes-Comics.

Not so bad.

Außerdem: Es gibt ein neues Nouvelle-Vague-Album, welches mir gestern abend spontan zulief und viel mehr gefällt als das zweite, weil es in der Wahl seiner Mittel doch abwechslungsreicher ist als das zweite und sich in der Art der Interpretation trotzdem treubleibt.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Every breath you take

Every breath you take
Every move you make
Every bond you break
Every step you take

I'll be watching you


Every single day
Every word you say
Every game you play
Every night you stay

I'll be watching you

Oh can't you see
You belong to me
How my poor heart aches
With every step you take

Every move you make
Every vow you break
Every smile you fake
Every claim you stake

I'll be watching you

Since you've gone I've been lost without a trace
I dream at night I can only see your face
I look around but it's you I can't replace
I feel so cold and I long for your embrace
I keep on crying baby, baby please

O can't you see
You belong to me
How my poor heart aches
With every step you take

Every move you make
Every vow you break
Every smile you fake
Every claim you stake

I'll be watching you

Every move you make
Every step you take

I'll be watching you

I'll be watching you

Dienstag, 17. Februar 2009

aufgewacht mit radiohead

weird fishes_arpeggi

in the deepest ocean
the bottom of the sea
your eyes
they turn me
why should I stay here?
why should I stay?

I'd be crazy not to follow
follow where you lead
your eyes
they turn me

turn me on to phantoms
I follow to the edge of the earth
and fall off
everybody leaves
if they get the chance
and this is my chance

I get eaten by the worms
weird fishes
get towed by the worms
weird fishes
weird fishes
weird fishes

I'll hit the bottom
hit the bottom and escape
escape

I'll hit the bottom
hit the bottom and escape
escape

Montag, 16. Februar 2009

Das geht einmal an die Nordsee:

Meine einzige richtige Erfahrung mit der Nordsee war: sie war nicht da. Zuvor hatte ich sie, oder vielmehr ihr ubiquitäres Ansinnen, die Niederlande zu überfluten, oder noch viel besser beschrieben: das entschlossene Statement, sich von einem Randmeer, das nicht mal da ist, wenn man es braucht, nicht überfluten zu lassen - überquert, und dann: wieder laufen lernen nach 70 oder wievielen Kilometern auf dem Rad, Zelt aufbauen, zum Deich gehen und Meer sehen...denkste. Das wars dann mit mir und der Nordsee.

Jezte grade is da eine, die mir hier sehr fehlt... eijentlich solltese hier 'n Jedicht bekommen, aber ick hab keens jefunden, denn müssen ehmt die Ärzte herhalten; auch passend:

Jeden Tag sitz ich am Wannsee
und ich hör den Wellen zu
ich lieg hier auf meinem Handtuch
doch ich finde keine Ruh

Diese eine Liebe wird nie zuende gehn
wann werd ich sie wiedersehen?
Manchmal schließe ich die Augen
stell' mir vor ich sitz am Meer
dann denk' ich an diese Insel
und mein Herz das wird so schwer
diese eine Liebe wird nie zuende gehn
wann werd ich sie wiedersehen?

Oh ich hab' solche Sehnsucht
ich verliere den Verstand
ich will wieder an die Nordsee
ich will zurück nach Westerland

Wie oft stand ich schon am Ufer
wie oft sprang ich in die Spree?
Wie oft mußten sie mich retten
damit ich nicht untergeh?

Diese eine Liebe wird nie zuende gehn
Wann werd ich dich wiedersehen?

Ohhh ich hab' solche Sehnsucht
ich verliere den Verstand
ich will wieder an die Nordsee
ich will zurück nach Westerland

Es ist zwar etwas teurer
dafür ist man unter sich
Und ich weiß, jeder Zweite hier
ist genauso blöd wie ich

Oh ich hab' solche Sehnsucht
ich verliere den Verstand
ich will wieder an die Nordsee
ich will zurück, ich will zurück
ich will zurück, ich will zurück
nach Westerland

Donnerstag, 8. Januar 2009

Zweimal Musik

Input:

James Blunt - you're beautiful
Dido - all you want
R.E.M. - you're in the air
James - out to get you
The Beatles - do you want to know a secret
Aretha Franklin - a natural woman
Eric Clapton - wonderful tonight
Herbert Grönemeyer - halt mich
Placebo - my sweet prince
Rio Reiser - für immer und dich
The Cranberries - dreams
U2 - everlasting love
The Cure - just like heaven
Elvis Presley - fever
Tracey Chapman - for my lover
Alanis Morissette - head over feet
Madonna - crazy for you
The Verve - lucky man

Output:

Coldplay - strawberry swing
Lou Reed - I love you
Eartha Kitt - just an old fashioned girl
Norah Jones - my dear country
Robbie Williams & Nicole Kidman - somethin' stupid
Feist - my moon my man
Jason Mraz - I'm yours
Radiohead - jigsaw falling into place
Herr Nilsson - sex im forumhotel
Thomas D. - rückenwind
Element of Crime - mehr als sie erlaubt
MIA. - tanz der moleküle
Pola -breathe
R.E.M. - try not to breathe
radiohead - last flowers to the hospital
Portishead - all mine
The Cardigans - and then you kissed me 2
Moloko - the time is now

Sonntag, 21. Dezember 2008

anhören:

Just as you take my hand
Just as you write my number down
Just as the drinks arrive
Just as they play your favourite song
As the magic disappears
No longer wound up like a spring
Before you've had too much
Come back and focus again

The walls abandon shape
You've got a cheshire cat grin
All blurring into one
This place is on a mission
Before the night owl
Before the animal noises
Closed circuit cameras
Before you're comatose

Before you run away from me
Before you're lost between the noise
The beat goes round and round
The beat goes round and round
I never really got there
I just pretended that I had
What's the point of instruments
Words are a sawed off shotgun

Come on and let it out
Come on and let it out
Come on and let it out
Come on and let it out

Before you run away from me
Before you start unravelling
Before you take my mic
Just as you dance, dance, dance

Jigsaws falling into place
There is nothing to explain
Regard each other as you pass
She looks back, you look back
Not just once
Not just twice
Wish away the nightmare
Wish away the nightmare
You've got a light you can feel it on your back
You've got a light you can feel it on your back
Jigsaws falling into place

radiohead

Sonntag, 14. Dezember 2008

MIA

Ich bin hier weil ich hier hingehör'
Von Kopf bis Fuß bin ich verliebt
Du bist mutig weil du mir Treue schwörst
Zwischen all den schönen Souvenirs

Sprich mich an in einem Takt
der dieses Lied zu unserm Hit macht
Brich den Beat
mit Gefühl

Du bist so schön, weil du lachst

Mein Herz tanzt
Und jedes Molekül bewegt sich

Glaubst du wie ich daran
daß alles gut sein kann
solange wir zusammen sind

Brich das Eis mit dem Schritt
der jedes Atmen zum Wagnis macht

Halt mich fest mit Gefühl
Es ist so schön wenn du lachst

Mein Herz tanzt
Und jedes Molekül bewegt sich

Und jedes Positron entlädt sich
Und jedes Wort verbiegt und dreht sich

Mein Herz tanzt
Mein Herz tanzt
Mein Herz tanzt

Sonntag, 30. November 2008

Streifen verrutscht?

Wird wieder gut!

So, meine vorbeugende Strategie gegen verrutschende Streifen ist ja, regelmäßig umzuziehen oder zumindest das Zimmer umzuräumen. Nach einigem, die gebührende Adventsruhe in wohnheimgerechtem Ausmaß störenden Umhergezurre und -geschiebe haben jetzt Regal und Schreibtisch die Plätze getauscht, und ein weiteres Regal steht mitten im Raume und wartet nur darauf, das demnächst eintreffende Bett von eventuellen, schädlichen Tageslichtstrahlen zu schirmen. Nicht mehr lange, und ein billiger Kleiderschrank wird sich barmherzig meiner Garderobe annehmen, so daß diese nicht mehr wertvolle Bücherkapazitäten belegen muß. Auch habe ich diverse Kubikmeter Abfall in den Müllcontainer geworfen, u.a. all die nervigen Prüfungsvorbereitungspapierbündel von den ersten Vordiplomsprüfungen, sowie den kaputten Rucksack und eine weitere, ebenfalls unbrauchbare Tasche. In der Ecke liegt noch eine Tüte mit Nickis und dergleichen, aber wegschmeißen mag ich sie nicht, und in die Kleidersammlung geben mag ich sie auch nicht, weil Anziehsachen irgendwie was persönliches sind - früher, als ich noch nicht so viele Klamotten hatte (und meine Schwester auch nicht), hat meine Schwester gerne meine Garderobe beerbt. Aber nun?

Ansonsten habe ich getreu der alten Regel, daß man das Geld ausgeben müsse, solange es da sei, einen Haufen Zeug gekauft: neben dem bereits erwähnten IKEA-Ausflug, der am Donnerstag nochmal eine Fortsetzung (hoffentlich: Fortsetzung und Schluß) findet, fand ein (für die Verkäuferin) enervierendes Schuhgekaufe statt - erstmals wußte ich vorher nicht, mit was für Schuhen ich hinterher den Laden verlassen würde - infolgedessen ich jetzt über robust und schick aussehende Stiefelchen der Marke Blundstone verfüge. Außerdem gelang mir das Kunststück, am Freitagabend innert 30 Minuten einen 200-Öre-H&M-Gutschein in Stoff zu verwandeln; u.a. gingen mir zwei Hosen, ein Pullover und eine schicke Bluse ins Netz. Schlußendlich mußte ich den ja leider kaputten Rucksack ersetzen, wobei mir beim beiläufigen recherchieren im Globetrotter der von 80 auf 40 gepreiste Vaude Maremma unverzichtbar wurde. Daß er für Frauen geschnitten ist, hätte mir früher ein ironisch-mitleidiges Grinsen entlockt, aber nun: man glaubt gar nicht, WIE seitlich Schultergurte verlaufen können, wenn ihre Schöpferin es will! Und über die Höhe des BRUSTgurtes rede ich gar nicht erst... trotz der Zielgruppe verfügt das Schmuckstück über einen Kompaß, wegen ihr über eine Pfeife sowie einen isolierenden Flaschenhalter. Hehe. Was macht ihn besser als den Mammut: 2 Seitentaschen; Regenhülle; Deckelklappe (kann der Reißverschluß nicht kaputtgehen).

Weiterhin:

can't take my eyes off of you. my mood swings. desidero te. fear and love. killing me softly. I got it bad and that ain't good. weil du nicht da bist. lucky and unhappy. tonight will be fine. butterflies and hurricanes. rocky beach theme. sour times. if things are perfect. seaside. I might be wrong. set the fire to the third bar. fix you. I'll take the rain. farewell and goodnight. a night like this.

Verrutschte Streifen sind heilbar, zum Glück.

Samstag, 29. November 2008

I'm yours

Well you done done me and you bet I felt it
I tried to be chill but you're so hot that I melted
I fell right through the cracks
Now I'm trying to get back
Before the cool done run out
I'll be giving it my bestest
And nothing's gonna to stop me but divine intervention
I reckon it's again my turn to win some or learn some

But I won't hesitate no more, no more
It cannot wait, I'm yours

Well open up your mind and see like me
Open up your plans and damn you're free
Look into your heart and you'll find love love love love
Listen to the music of the moment, maybe sing with me
All - ah peaceful melody
And it's our God-forsaken right to be loved love loved love loved

So I won't hesitate no more, no more
It cannot wait I'm sure
There's no need to complicate
Our time is short
This is our fate, I'm yours

Scooch on closer dear
And I will nibble your ear

I've been spending way too long checking my tongue in the mirror
And bending over backwards just to try to see it clearer
But my breath fogged up the glass
And so I drew a new face and laughed
I guess what I'm be saying is there ain't no better reason
To rid yourself of vanity and just go with the seasons
It's what we aim to do
Our name is our virtue

I won't hesitate no more, no more
It cannot wait I'm sure
There's no need to complicate
Our time is short
This is our fate, I'm yours

Well no no, well open up your mind and see like me
Open up your plans and damn you're free
Look into your heart and you'll find that the sky is yours
Please don't, please don't, please don't
There's no need to complicate
Cause our time is short
This is out fate, I'm yours

jason mraz

Sonntag, 5. Oktober 2008

... und Musikneuigkeiten

In meinem Musikleben geben sich gerade vier Mix-CDs die Klinke zur Cochlea in die Hand. Die erste ist zauberhaft, sanft, zart und einschmeichelnd und enthält als letztes Lied das allseits beliebte Still sleeping with the lights on. Falls die CD zufällig für mich gebrannt worden wäre, hätte ich den Urheber auf der Stelle sofort geheiratet, ohne ein Ja-Wort abzuwarten, so schön ist die. Läuft rauf und runter. Die zweite ist die eine Hälfte vom Kreta-Soundtrack; die andere Hälfte harrt noch ihrer CD-Werdung. Die dritte ist ein Geburtstagsgeschenk und besteht aus einer persönlichen REM-Best of, auf der fast kein Lied ist, das auf der Best-of ist. Die vierte heißt Küchenhelfer und ist mir einfach so zugelaufen. Da sind feine Sachen drauf wie das innig geliebte I'm yours von Jason Mraz, Halt still von MIA und aber auch das urvertraute Weißes Papier von Element of Crime.

Dank eines üppigen Amazon-Gutscheins konnte ich heute darüber hinaus einen Haufen weiterer Musik ordern. Feist und Arctic Monkeys, die aktuellen Alben. Außerdem Just Jack und The Cardigans, und als Experiment White Plain T's, von denen das zauberhafte Hey there Delilah stammt, was durch CD-Kauf belohnt werden muß. Und zwei Bücher: Max Goldt, der Gute, und außerdem, und darauf freue ich mich, wegen weiterer Premiere, einen Katz&Goldt: Das Malträtieren unvollkommener Automaten. Hach.

Dienstag, 30. September 2008

musik im kopf

Der Kreta-Soundtrack, dank des unvergleichlichen SMS-Verkehrs erhalten geblieben und zumindest zum Teil auch schon auf Silberling verewigt:

so
elvis presley - always on my mind
everything but the girl - missing
natasha bedingfield - soulmates
eurythmics - sweet dreams
the temptations - my girl
reamonn - supergirl
lenny kravitz - fly away
leonard cohen - hallelujah
duffy - mercy
keane - somewhere only we know

na
plain white t's - hey there delilah
blink-182 - miss you

feist - I feel it all
the cardigans - lovefool
spin doctors - I'm gonna be (500 miles)
jason mraz - I'm yours
the chemical brothers - hold tight, london
arctic monkeys - 505
pola - breathe
travis - closer

Dienstag, 16. September 2008

I still sleep with the lights on

I've been haunted by this old ghost before
I want to hear your voice you know it's been so long
Like a dancing wave you balance on the shore
It would feel so good to see your face again

I still sleep with the lights on
I still stay up late alone
I still love another one
I still sleep with the lights on

We both understand we've got no way back
Our love was strange in a strange land
We got broken wings we were bound to fall
Until the sun comes up you can hold my hand

I still sleep with the lights on
I still stay up late alone
I still love another one
I still sleep with the lights on

Take it easy, take it slow
Let's just watch the tides they grow
The wind is coming from the side
We are sleeping in the light

Feel like waking up in your house some day
Or eating of your hand like a bird astray
But nothing's gonna change, we'll still be the same
We've said what's to say, nothing's buried nowhere

I still sleep with the lights on
I still stay up late alone
I still love another one
I still sleep with the lights on

Montag, 15. September 2008

curse:

Ich hör dich jetzt noch wie gestern die Worte sprechen
Das du und ich was besonderes sein, viel zu schön zu vergessen
Gott sei Dank kann ich sehen, man kann dich nicht an Worten messen
Es reicht dir nicht zu verletzen, du musst Herzen zerfetzen
Du warst zart zu mir, hast gesagt wie sehr du mich liebst
Das es niemanden gibt der dein Herz so versteht wie ich
und das nie jemand anderes in Frage kommt egal ob der Tag mal kommt
an dem Zweifel erscheinen in dem wir zwei vereint sind, zu stark für Streit
Du hast Treue geschworen, noch mehr, du hast gesagt du vergibst mir
Du hast gesagt du wirst da sein, doch als du weg gingst, was blieb mir
Du hast gesagt du wirst mich retten und trösten, du wirst mir helfen
Du hast gesagt du wirst füllen und ersetzen was ich nicht selbst bin
Du hast geschworen das du da bist in Glück oder Panik
Du hast geschworen du gibst Halt, doch wenn ich fall spür ich garnix
Du hast geschworen du bist die Frau meines Lebens bis ich vereck
Bist die Mutter meiner Kinder und bei mir durch gut und schlecht

Und was ist jetzt?

Ich hab alles versucht. Von Telefon bis e-mail und Brief
Bis zum Punkt an dem ich verzweifelt begann und über dich schrieb
Du hast alles geblockt. Darum blieb alles Leid in meinem Kopf
Weil ichs niemand mitteilen konnt hab ichs aufgeschrieben und gedroppt
Meine Mum hat sogar geweint. Sie hats gehört und gepeilt
Das im Endeffekt jeden Rhyme den ich schreib deinen Namen schreit
Jeden Valentinstag, Geburtstag und Neujahr Blumen und Karten
Trotzdem blieb mir nicht mehr zu tun als unruhig zu warten
Ob du dich irgendwann erbarmst und mir Antwort gibst auf die Fragen
die den Kopf zersprengen, den ich dir einst versprach immer hoch zu tragen
Auch ich hab versprochen bei dir zu sein aber es nicht gebrochen
Auch wenns nicht so einfach war wie für dich, versteckt und verkrochen
Ich hab mich getäuscht in dir, du bist viel zu schwach und bequem
um zu dem was du sagst zu stehn oder einfach Rücksicht zu nehmen
Du hast mich verlassen. Du bist diejenige die Schulden hat
Also komm und kümmer dich um die Last die Selbstsucht erschafft

Und was ist jetzt?

Was ist jetzt mit großer Liebe. Mit großen Plänen, unserm Leben
zu zweit, der Gemeinsamkeit, unsern Träumen und der ganzen Zeit
Sie verblassen wie nichts. Ich bin Optimist, doch Hoffnungen verlassen mich
Lass mich nicht einfach hängen. Gibts bei dir nicht wenigstens Hass für mich?
Ich kann dich nicht mehr verstehen, so krass ichs probier
Du bist nicht mehr die, die bei mir war. Die Frau ist leider krepiert
Jetzt hast du den Nerv zu sagen du willst da einziehen wo ich wohn
Seh ich aus wie n Klon? Ich laß mir bestimmt nicht beim wohnen bedrohn
Du denkst alles ist superleicht. Zwischen uns ist es Super-Nice
Wenn du vorher nur kurz bescheid sagst ist alles cool und begleicht
Doch Baby, es tut mir leid, das hier ist nicht dein Bereich
Und es reicht nicht nach all der Zeit, 10 Minuten Smalltalk und Snipes
Und erzähl mir nichts von dem Neuen. Was geht ab? Ich soll mich freuen?
Applaudieren daß es dir jetzt besser geht? Mir gehts dreckig, ich heul
Jede Nacht wenn ich wieder aufwach getränkt in Schweiß, dann beweis
ob du mich jemals geliebt hast, denn ich bin nichts von dem Scheiß

Und was ist jetzt? Ich bin für dich nur irgendn Ex.
Und was ist Jetzt? Du scheisst drauf wenn ich über dich rap.
Und was ist jetzt? Du siehst mich und guckst einfach nur weg.
Und was ist jetzt? Bin ich leicht zu vergessen? Bin ich ersetzt?

Samstag, 13. September 2008

musique á la casa

Merkwürdig, was einem in sogenannten Eckkneipen an Musikauswahl zugemutet wird. Gleichzeitig gut, in sich inkonsistent und den roten Faden missen lassend, und dann wieder blöd, unterbrochen durch blöde Junggesellenverabschiedungen und durch blöde Kellner, die im falschen Moment um Aufmerksamkeit heischen. Aber der Reihe nach. No woman, no cry scheint sich ja aus einem mir völlig unbekannten Grund bei Junggesellengedönsen (die mir im übrigen auch völlig unbekannt sind, und das nicht nur aufgrund meines eigenen Junggesellenstatus') großer Beliebtheit zu erfreuen. Aber muß man dem Falco-Songs folgen lassen, mit Mehrzahl? Darunter Jeanny. Dann Junge von den Ärzten, verbunden mit der Feststellung, daß jüngere Personen unter Umständen den Ernst des Liedes nicht erkennen, weil ihnen ihre Eltern niemals Dinge wie Was sollen die Nachbarn denken und Ihr nehmt doch alle Drogen sagen würden. Ach, und Eltern! Die einen müssen immer umziehen, die anderen wohnen noch im selben Haus, wo sie teilweise geboren wurden, und beides ist irgendwie doof.

Aber dann Jein von Fettes Brot. Dann was nerviges, dann, ausgerechnet, Am Fenster von City und Als ich fortging von Karussell, auweia - mitten in Bielefeld!

Langes nachgrübeln, was Farbensehen eigentlich bedeutet und ob es jemals zwei Menschen auf der Welt gibt, die dieselben Farben sehn? Jaja, kann man eh nicht überprüfen, weiß schon. Also, ja, schön, der Abend. Lange nicht soo viel nachgedacht...

Sonntag, 7. September 2008

this is johnny cash:

If you could read my mind, love
What a tale my thoughts could tell
Just like an old time movie
'Bout a ghost from a wishing well
In a castle dark or a fortress strong
With chains upon my feet
You know that ghost is me
And I will never be set free
As long as I'm a ghost that you can't see

If I could read your mind, love
What a tale your thoughts could tell
Just like a paperback novel
The kind the drugstores sell
When you reached the part where the heartaches come
The hero would be me
But heroes often fail
And you won't read that book again
Because the ending's just too hard to take

I'd walk away like a movie star
Who gets burned in a three way script
Enter number two:
A movie queen to play the scene
Of bringing all the good things out in me
But for now, love, let's be real
I never thought I could act this way
And I've got to say that I just don't get it
I don't know where we went wrong
But the feeling's gone
And I just can't get it back

If you could read my mind, love
What a tale my thoughts could tell
Just like an old time movie
'Bout a ghost from a wishing well
In a castle dark or a fortress strong
With chains upon my feet
But stories always end
And if you read between the lines
You'll know that I'm just tryin' to understand
The feelin's that you lack
I never thought I could feel this way
And I've got to say that I just don't get it
I don't know where we went wrong
But the feelin's gone
And I just can't get it back

Sonntag, 27. Juli 2008

Langer Text, leider, und allzu wenig Inhalt, aber am Ende gibt es Musikhinweise

Offensichtlich waren sich mein soziales Umfeld und ich sich einig in der Frage, wie man die Abende nach der letzten Vordiplomsprüfung rumbringt, zumal wenn dann auch noch der Juli sich plötzlich besinnt und seinen Pflichten als Sommermonat nachzukommen sich anschickt. Daher wird jetzt nachgetragen.

Als erstes soll hier in aller Öffentlichkeit die beste Prüfungsvorbereitungsbetreuung ever geehrt und entsprechender Dank geäußert werden. Obwohl es aufgrund des Weltpsychokongresses in Berlin auf unseren Fluren unheimlich stille geworden ist, zog ich die Bibliothek für die letzten Lerneinheiten vor, dabei fällt mir ein, daß es ja auch umgekehrt sein kann: WEIL es im Büro so ruhig war, bin ich in die Bib gegangen, wo ja immerhin Leidensgenossen auch mit der Faktorenanalyse rotiert sind und sich verzweifelt gefragt haben, worin genau eigentlich der Unterschied zwischen der Arousal- und der Inhibitionstheorie der Extraversion besteht. Nach einer von den beiden (bzw. in meinen Augen bei beiden gleichermaßen) benötigen Extravertierte stärkere Reizintensitäten, um überhaupt erregt zu werden, während Introvertierte (nennen wir sie der Einfachheit halber Sensibelchen) schon bei einstelligen Dezibelzahlen aus dem Häuschen geraten. Vulgo: In der Bib: Extravertiert, zuhause: Sensibelchen. Nun weiß ich zwar nicht, ob ich hundertprozentig auf den Faktor Extraversion lade, und so störend finde ich die Lernumgebung Bibliothek auch nicht, immerhin wird tadelnd bis mißgünstig geschaut, wenn jemand vergessen hat, das Telephon stummzuschalten. Aber darum geht es grad eh nicht, sondern darum, daß ich mittags und nachmittags zum Essen und Kaffee abgeholt wurde; und daß ich abends die Äuglein nicht ermüde mit unsinnigem Gestarr ins Buch, dafür war auch gesorgt. Abgeholt. Das war gut.

Hoffentlich hats nun auch gereicht. Meine nette soziale Umgebung hat ja keinen Zweifel daran, obwohl die das ja am wenigsten wissen kann, weil die ja gar nicht weiß, wieviel und was ich gelernt habe. Ich lerne ja immer sehr selektiv, d.h. Faktorenanalyse finde ich doof, dann weiß ich da auch nichts drüber. War in der Klausur nicht so günstig. Aber gut, gezählt wird aufm Platz, und das Ergebnis wird bißchen dauern, hoffentlich kann ich mich überhaupt für die nächste Prüfung anmelden.

Jedenfalls gehts ja um danach. Sonne scheint, beim Eddy gibts kaltes Bier und hinter der Uni eine grüne Wiese, deren blühender Klee von einer schieren Armada fleißiger Bienen nach Kräften befruchtet wird. Später wird durch die Stadt gebummelt und festgestellt, daß keine Prüfungsbelohnungen feilgeboten werden. Noch später findet man sich auf dem, wahrscheinlich aufgrund des plötzlichen Schönwettereinbruchs völlig überfüllten Siegfriedplatz ein und trinkt polnisches Bier ausm Edeka.

Dann zwei Tage Brötchenverdienen bei schwülwarmen Temperaturen und wiedermal defekter Klimaanlage. Anstrengend, das, aber immerhin lerne ich, daß Klimaanlage auf englisch nicht climatation (was nicht überrascht), sondern AC (was durchaus überrascht; was bedeutet denn dann der zweite Teil der allseits bekannten Rockgruppe AC/DC?) heißt. Nach den jeweiligen Schichten gab es jeweils nette Veranstaltungen. Einentags eine gleichzeitige Einweihungs-, Auszugs-, Geburtstags- und Post-Prüfungs-Party, was sehr schön war, weil da auch viele aus meinem Semester waren, die ich im letzten Semester nicht so oft gesehen habe, weil ich auch nicht grad fleißig studiert habe. Die Freude wurde leider etwas durch die wohnungslagenbedingte Hitze, die durch die Anwesenheit zahlreicher teils schwitzender Gäste nicht gerade verbessert wurde, gedämpft, aber was heißt hier teils: alle schwitzten in dieser wahnwitzig unter das Dach gepreßten Wohnung, in welcher ich ohne Mühe die Decke über mir berühren kann und die über keinen einzigen rechten Winkel, dafür aber zahlreiche Balken verfügt, an denen man sich prima stoßen kann. Am andern Abend hörte meine Lieblingsnachbarin auf, eine solche zu sein, indem sie in eine phantastische Altbauwohnung zog, die nicht nur über zwei Balkone und einen fulminanten Ausblick bis hin zu den Salzuflern Bergen verfügt, sondern auch über etwas wie die maßstäbliche Raumwerdung der Idee "Flur". Wenn man in diesem Flur steht, bezweifelt man sofort den semantischen Sinn des beliebten Liedes "Da steht ein Pferd auf dem Flur", denn plötzlich ist es denk- und annehmbar, daß ein Pferd, ach Quatsch, drei, vier davon auf einem Flur herumstehen; man fragt sich höchstens, wie die Tiere es die fünf Altbautreppen hinauf geschafft haben. Fulminant! Also: Großer Neid für eine große Wohung! Danach mußte ich noch aufs Dach, obwohl ich schon so gut wie scheintot war. Die marginalen Entfernungen hier machen es einem wirklich leicht, trotz schwerer körperlicher Erschöpung für kontemplative Erlebnisse nochmal das Haus zu verlassen. Auf dem Dach ist immer gut, und es ist sehr bedauerlich, daß dieses Dach zu der WG gehört(e), die am Tag zuvor u.a. ihren Auszug gefeiert hat.

Heute also einer der raren, freien, schönwettrigen Sonntage hier in Biele (und allzu viele brauche ich davon nicht unbedingt). Eine sich für mich vor allem akustisch bemerkbar machende Baustelle am Güterzuggleis erschwert das Ausschlafen, d.h. immer wenn sich ein Güterzug nähert, trötet der Hauptbaustellentröter auf so einer mit Druckluft oder sonstwie gasig betriebenen Tröte herum, damit die Gleisarbeiter wissen, daß sich ein Zug nähert. (Die Informationen, die im letzten Satz enthalten sind, entbehren jeglicher recherchlicher Grundlage und sind ausschließlich als Ergebnis nächtlichen und morgendlichen Nachdenkens über Grund und Ursache der derzeit leider nachhaltigen Tröterei zu werten.) Trotzdem wird der Frühstückstermin (14 Uhr Stahlberg) eingehalten, was zu der natürlich nicht weiter zu verwundernden Einsicht führt, daß man im Stahlberg um 14 Uhr keine Wünsch-dir-was-Zettelchen mehr bekommt, infolgedessen man irgendwas anderes essen muß. 14 Uhr! Das ist doch keine Zeit! Also sitzt man nett auf dem Alten Markt herum und guckt den Kindern beim Herummanipulieren am Springbrunnen zu. Der Konfident geht ja bald nach México, und ein bißchen ist er auch schon in einer anderen, wahrscheinlich so einer Zwischenwelt unterwegs, scheint mir. Ohne jetzt die damalige Antizipation "von Berlin nach Bielefeld zum Studieren" mit der Aussicht auf "von Bielefeld/Studium nach México/Migrantenprojekt" gleichsetzen zu wollen, kann ich das schon ein bißchen verstehen: Man ist nicht mehr ganz da, wo man physikalisch noch ist, aber man ist auch nicht psychisch schon dort, wo man hingehen wird, weil man das ja noch gar nicht kennt. Man weiß nur, daß das richtig ist, was man machen wird, und man fühlt jetzt schon, wie schwer die Vermittlung zwischen hier und dort sein wird.

Schlußendlich habe ich Lieder entdeckt, Lieder, die die Welt vielleicht nicht unbedingt braucht, aber gleichwohl im Laden laufen und von mir dank schnellen Blicks auf die Anlage (das ist schwieriger als es klingt, denn die Anlage ist im Büro, wo ich aller-allermeistens nicht bin) identifiziert wurden und hier, hier und hier für die staunenden Leser verlinkt sind. Ich kenne sie alle schon lange, seit sie halt im Laden laufen, und finde sie, bei aller Unterschiedlichkeit, charmant und beschwingend. Im ersten Lied besticht die Zeile "I'm going back to 505, if it's a seven hour flight or a 45 minute drive" (whatever 505 shall be!), der nicht unschnubbelige Interpret des zweiten Liedes singt sehr eindringlich "But I won't hesitate no more, it cannot wait, I'm yours" und das dritte Lied liegt mir schon seit langem mit "Can I know more than I knew before, I know more than I knew before, I didn't rest, I didn't stop, Did we fight or did we talk,
Oh, I'll be the one who break my heart, I'll be the one to hope" usw. in den Ohren und verdient m.E. dafür den Preis für zutreffendste Lyrics des frischvergangenen Quartals, und den für die davor auch.

Jetzt ist aber Schluß hier.