sitz ich und atme. Also das macht man ja immer, aber ich bin wie jedesmal fasziniert davon, daß man 200 km von einem doofen Meer entfernt Luft einatmen kann, die man sonst nur vom Dünenübergang am coolen Meer kennt. Derweil ich atme, kann ich gleich paar Sachen erklären:
1. Ich find die Nordsee eigentlich nur deswegen doof, weil sie bei unseren seltenen Begegungen immer nicht da war - irgendwie zurückgezogen.
2. Im Chiasma opticum kreuzt die Sehbahn teilweise - die nasalen Fasern wechseln die Seite, die temporalen bleiben auf ihrer Seite. Daher ist das gestrige Bild mit den in der Mitte gekreuzten Fingern witzig.
3. Alles, was nach dem primären visuellen Cortex kommt, ist doof.
4. Davor ist doof: Farbsehen und ON/OFF-Zellen.
5. Morgen wird mit den Semesterlieblingskonfidenten gekocht. Der Kölner ist wieder da!
6. Aah, diese Seeluft!
7. Wurde ich vorhin ernsthaft gefragt, was denn in Berlin für Wasser sein soll? Lady! Wasser ohne Ende! Köpenicks Fläche: 1/3 Wald, 1/6 Wasser, und der Rest der Stadt muß sich auch nicht verstecken. Nur salzig - das gibt es nicht.
8. Ich frag mich ernsthaft, warum der Bericht auf meinem Rechner in meinem Open Office trotz "Times new roman"-Einstellung immer in "Verdana" dastand. Habe ich reaktant, wie ich bin, die verhaßte Schrift irgendwann kaputtgemacht?
Freitag, 31. August 2007
Donnerstag, 30. August 2007
Bericht und Meer
Okay, der Bericht ist fertig und wird morgen zum Abschuß freigegeben. Nurmehr noch drucken, und schon hätten wir diese Hürde auf dem Weg zum Vordiplom ebenfalls gemeistert. Geht doch!
Während wir zauberten, tobten draußen allerlei Wolkenbrüche vorbei. Die sind wohl wieder mal von der Nordsee gekommen, denn jetzt liegt wieder so ein brackiger, muscheliger, sandiger, salziger und schwerer Duft in der Luft (heissa!)... das ist Meer.
Während wir zauberten, tobten draußen allerlei Wolkenbrüche vorbei. Die sind wohl wieder mal von der Nordsee gekommen, denn jetzt liegt wieder so ein brackiger, muscheliger, sandiger, salziger und schwerer Duft in der Luft (heissa!)... das ist Meer.
Mittwoch, 29. August 2007
Für Insider: Das Chiasma opticum und ich
sind so!(außen temporal, innen nasal)
Außerdem zu berichten: Der Satz des Tages (I):
"Ich bin heute auf Kokain umgestiegen."
[Hintergrund: eine Hausarbeit fürs Drogenseminar, die sich eigentlich mit LSD beschäftigen sollte, wofür es aber kaum Literatur gibt.]
Und: Der Satz des Tages (II):
Ich: Den Satz des Tages gab es heute schon.
IMK: Na prima, dann brauche ich mir ja keinen mehr zu überlegen!
Außerdem: erhaltene Zuschreibungen:
Meine Lerngruppe behauptet, ich sei der soziale Thalamus unseres Jahrganges. Soso, und wer ist dann der Cortex?
Habe meinen ersten Statistik-Schein abgeholt.
In einer Nacht-und Nebelaktion haben wir vorhin das Poster auf T3 aufgehängt. Das war sehr lustig, insofern dort ja von den Herren niemand da ist. Nur die tapfere Schlafstörungsexpertin harrt in ihrem Büro aus. Geräuschvoll kichernd, wie bei derlei Aktionen üblich, verlagerten wir die beiden bereits hängenden Poster nach links, um unseres noch rechts danebenzuquetschen. All das dürfte hinter der angelehnten Tür kein Geheimnis geblieben sein. Nach erfolgreichem Tun waren wir noch nicht mal ganz um die Ecke verschwunden, als sich hinter uns die Tür ganz öffnete...
Dienstag, 28. August 2007
Ich bin so alt, ich bin schon Zeitzeugin
Also, es ist ja nicht so, daß meine zuletzt hier erwähnten Unterhaltungen allesamt so abliefen, daß eine redselige, unglücklicherweise nicht gerade von retrograder Amnesie befallene Dame einen müden und daher in seinen entsprechenden Verteidigungsmöglichkeiten eingeschränkten Herrn bis an den Rand der Informationsüberflutung gelabert hätte. Im Gegenteil komme ich ja nur der Informationspflicht als Zeitzeugin (vielleicht zwar nicht gerade als die letzte lebende) nach, also immerhin kann ich ja immer sagen "ich war dabei!" [Reflektiv kommt es einem aber schon komisch vor, wenn man sich nurmehr an Gesprächsbeiträge erinnert, die mit "... damals war das so..." oder "... naja, und das war damals so..." begannen.] Richtig ist allerdings die Anmerkung, daß es kein unnützes Wissen gibt.
Heute wurde ich - nach einer Begutachtung auf Falten am Hals! - auf 25 geschätzt. Davor kam die vorsichtige Frage, ob ich denn älter als der Decision-maker-Konfident sei (ja). Die Schätzerin hielt es also durchaus für denkbar, daß ich erst 22 Jahre alt bin. Tststs. Vielleicht sollte ich doch eher mehr altkluge Gespräche führen... damit ich überhaupt irgendwo mal ernstgenommen werde!?
Im übrigen freue ich mich schon auf den definitiv noch fehlenden Kölner und das damit einhergehende Wiedersehen-Feiern am (hoffentlich) Donnerstagabend. Ooh, wie is' dat schön!
Heute wurde ich - nach einer Begutachtung auf Falten am Hals! - auf 25 geschätzt. Davor kam die vorsichtige Frage, ob ich denn älter als der Decision-maker-Konfident sei (ja). Die Schätzerin hielt es also durchaus für denkbar, daß ich erst 22 Jahre alt bin. Tststs. Vielleicht sollte ich doch eher mehr altkluge Gespräche führen... damit ich überhaupt irgendwo mal ernstgenommen werde!?
Im übrigen freue ich mich schon auf den definitiv noch fehlenden Kölner und das damit einhergehende Wiedersehen-Feiern am (hoffentlich) Donnerstagabend. Ooh, wie is' dat schön!
Lustig: Auch ich hatte die Horizontalverschiebung total versemmelt
War grad in der Klausureinsicht: also Herr Lohaus war ja untröstlich, daß er mir keine Eins (keine richtige Eins) geben konnte, wo ich doch bei allen Fragen volle Punktzahl hatte - außer bei den beiden, wo ich eh wußte, dasses falsch ist, und dann noch ausgerechnet bei der Horizontalverschiebung, wo ich noch gesagt habe, hehe, die kam dran, aber ich habse glaub ich richtig... naja. Macht ja nix, ich bin mit der Note nach wie vor zufrieden.
Montag, 27. August 2007
Back in town: Schmetterling!
Oh, da war die Freude groß, bzw. ist sie es noch immer. Mit Riesenschritten nähert sich das Uni-Leben normalen Verhältnissen an. Es gibt auch wieder zwei Menüs in der Mensa, infolgedessen ich mit meinem alten Frontalhirnschaden* heute einige Minuten am Glaskasten* stand und mich nicht entscheiden konnte. Jeden Tag trudeln Kumpanen und Kumpaninnen ein, die von ihrem schlechten Lerngewissen aus ihren Heimatlöchern zurück in die quirlige Metropole Ostwestfalens getrieben werden. In der Bib ist es schon wieder derart voll, daß das alte Motto "Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze" bald erneut topaktuelle Gültigkeit erlangen dürfte. Apropos Bib: Zum ersten Mal seit Jahren, wenn nicht sogar überhaupt im Leben, habe ich ein Buch weit vor dem Ende der Leihfrist zurückgegeben (und ja, ich habs auch gelesen). Verrückt!
Genug geplaudert, weiter zu den Top-Themen des Tages:
Sensationellerweise bereits heute wurden die Ergebnisse von A2* und von Sozial* bekanntgegeben, und es gibt Grund für allerlei herzliche Glückwünsche. Einer aber kann sich besonders beglückwünscht fühlen, denn er antizipiert schonmal, wie man sich mit so einer Eins überhaupt fühlt, damit er bei Physio besser damit umgehen kann. Keine schlechte Strategie.
Hat man aufgrund der vielfältigen Auswahl beim Mensaessen und der zunehmenden Anzahl von Personen in der Uni überhaupt das Gefühl, dass langsam wieder Semesterverhältnisse einkehren und man sich nicht mehr die ganze Zeit wie ein geduldeter, aber ungeliebter Gast in der eigenen Uni fühlen muß, wird man von den nach wie vor rigiden Öffnungszeiten der Cafeteria und deren diese Öffnungs- oder besser Schließzeiten rigide vortragenden und durchsetzenden Angestellten schnell und abrupt eines besseren belehrt. Damit war das Kaffeetrinken schnell beendet. Schade, wo ich doch grad dabei war, olle Kamellen zu erzählen - nur so zur Abwechslung! Aber das hier kann ich noch ergänzen: Eggesin war offenbar schon lange von Armee jeglicher Coleur geprägt, zuletzt Bundeswehr, davor Nationale Volksarmee. Wenn man bei Google "eggesin" und "drei meere" eingibt, bekommt man ca. 1100 Einträge. Der Beiname "Land der drei Meere" scheint also nicht ganz unangebracht. Einer der Beiträge hat mich grad überrascht. Er ist sehr lang und sehr schön geschrieben, und ganz am Ende wird er erwähnt, der Beiname nicht nur von Eggesin, sondern eher der gesamten Uckermark: Das Land der drei Meere: Waldmeer, Sandmeer, nichts mehr. Aus eigener Erfahrung und als erklärter Uckermark-Fan kann ich nur sagen: Ja, da ist wirklich gar nichts, und für 18jährige Soldaten muß das die Hölle oder sowas Ähnliches (Hölle gabs ja bei uns nicht) gewesen sein, dort die mindestens 18, oft sogar 36 Monate Armeezeit zubringen zu müssen. Naja, und dann wollte ich noch das Schulsystem erläutern, aber dann hat die Cafeteria jedenfalls zugemacht. Zur Freude des Konfidenten wahrscheinlich. Allerdings muß er so nicht mehr jeden Monat auf 20 neue Fakten des unnützen Wissens in der Neon warten, sondern geht einfach manchmal mit mir Kaffeetrinken - und schon ist der Speicher für unnützes Wissen (das ja ohnehin das Hirn nie wieder verläßt - das ist ja meine Strategie für Physio!) wieder voll.
*[Frontalhirnschaden: siehe die entsprechende publikationsbasierte Habilitationsschrift "Das Stirnhirn und seine Funktionen bzw. Dysfunktionen". Bzw: Frontalhirn kaputt = Unfähigkeit, vorteilhafte Entscheidungen zu treffen, zumindest bei ?Spekulation ausm Kopp? ventromedialen orbitofrontalen Kaputtnissen]
*[Glaskasten: da kann man sich vorher dis Essen angucken. Gemein: wenn der Nachtisch dann doch anders ist]
*[A2/Sozial: Allgemeine Psychologie II = Lernen, Motivation, Emotion. Sozialpsychologie: Kann man auch 'ne Eins drin schreiben!]
Genug geplaudert, weiter zu den Top-Themen des Tages:
Sensationellerweise bereits heute wurden die Ergebnisse von A2* und von Sozial* bekanntgegeben, und es gibt Grund für allerlei herzliche Glückwünsche. Einer aber kann sich besonders beglückwünscht fühlen, denn er antizipiert schonmal, wie man sich mit so einer Eins überhaupt fühlt, damit er bei Physio besser damit umgehen kann. Keine schlechte Strategie.
Hat man aufgrund der vielfältigen Auswahl beim Mensaessen und der zunehmenden Anzahl von Personen in der Uni überhaupt das Gefühl, dass langsam wieder Semesterverhältnisse einkehren und man sich nicht mehr die ganze Zeit wie ein geduldeter, aber ungeliebter Gast in der eigenen Uni fühlen muß, wird man von den nach wie vor rigiden Öffnungszeiten der Cafeteria und deren diese Öffnungs- oder besser Schließzeiten rigide vortragenden und durchsetzenden Angestellten schnell und abrupt eines besseren belehrt. Damit war das Kaffeetrinken schnell beendet. Schade, wo ich doch grad dabei war, olle Kamellen zu erzählen - nur so zur Abwechslung! Aber das hier kann ich noch ergänzen: Eggesin war offenbar schon lange von Armee jeglicher Coleur geprägt, zuletzt Bundeswehr, davor Nationale Volksarmee. Wenn man bei Google "eggesin" und "drei meere" eingibt, bekommt man ca. 1100 Einträge. Der Beiname "Land der drei Meere" scheint also nicht ganz unangebracht. Einer der Beiträge hat mich grad überrascht. Er ist sehr lang und sehr schön geschrieben, und ganz am Ende wird er erwähnt, der Beiname nicht nur von Eggesin, sondern eher der gesamten Uckermark: Das Land der drei Meere: Waldmeer, Sandmeer, nichts mehr. Aus eigener Erfahrung und als erklärter Uckermark-Fan kann ich nur sagen: Ja, da ist wirklich gar nichts, und für 18jährige Soldaten muß das die Hölle oder sowas Ähnliches (Hölle gabs ja bei uns nicht) gewesen sein, dort die mindestens 18, oft sogar 36 Monate Armeezeit zubringen zu müssen. Naja, und dann wollte ich noch das Schulsystem erläutern, aber dann hat die Cafeteria jedenfalls zugemacht. Zur Freude des Konfidenten wahrscheinlich. Allerdings muß er so nicht mehr jeden Monat auf 20 neue Fakten des unnützen Wissens in der Neon warten, sondern geht einfach manchmal mit mir Kaffeetrinken - und schon ist der Speicher für unnützes Wissen (das ja ohnehin das Hirn nie wieder verläßt - das ist ja meine Strategie für Physio!) wieder voll.
*[Frontalhirnschaden: siehe die entsprechende publikationsbasierte Habilitationsschrift "Das Stirnhirn und seine Funktionen bzw. Dysfunktionen". Bzw: Frontalhirn kaputt = Unfähigkeit, vorteilhafte Entscheidungen zu treffen, zumindest bei ?Spekulation ausm Kopp? ventromedialen orbitofrontalen Kaputtnissen]
*[Glaskasten: da kann man sich vorher dis Essen angucken. Gemein: wenn der Nachtisch dann doch anders ist]
*[A2/Sozial: Allgemeine Psychologie II = Lernen, Motivation, Emotion. Sozialpsychologie: Kann man auch 'ne Eins drin schreiben!]
Freitag, 24. August 2007
Breaking news in the library: The ANOVA-Queen
Jahaha, die erste Statistik-Klausur ham wa ooch eingesackt. Verrückt! Wir erinnern uns: Am Freitag, den 13. Juli rechneten wir vormittags schnell ein paar Varianzanalysen durch, begaben uns dann zu einem netten Mittagessen, das von einem netten Kaffeetrinken verfolgt wurde, und betraten dann einen leicht überfüllten Hörsaal, um nach einiger Zeit einen Platz und ein Aufgabenblatt ergattert zu haben. Gerechnet haben wir ja alles, was da war, aber ein paar Random-Faktoren haben wir wahrscheinlich doch verwechselt. Schön und erfreulich, daß es zum Bestehen gereicht hat. Sehr effiziente Lernmethode!
Die Nachricht ereilte mich in der Bib, wo ich ansonsten mit dem einzigen anderen tapfer ausharrenden Konfidenten ein kleines Wettgähnen veranstaltete. Da mein Kiefer sowieso chronisch ausgerenkt ist, hatte ich einen kleinen Vorteil. Ich hoffe nur, daß ich mir keinen zusätzlichen unlauteren Vorteil mittels Erzählen von besonders langweiligen Geschichten aus der guten alten Zeit (als die UKW-Bereiche im Radio nur bis 100 gingen und Georg Gafron ein gefürchteter Demagogen-Bube in Berlin war) verschafft habe.
Übrigens habe ich ganz ohne jede Bestechung unseren zuständigen Bibliotheksreferenten oder wie das heißt überred... nee, nicht mal. Ich habe gesagt, der Kandel wär ein tolles Buch fürs Neuron, und der MB empfiehlt dis zur Begleitung der Prüfungsvorbereitung. Und schwupp! isses bestellt! Und als nicht ausleihbar markiert. Und er hätte gern Feedback aus der Bibliothek. Und Anschaffungswünsche. Und was noch alles - manchmal möchte ich diese Uni einfach mal umarmen.
Die Nachricht ereilte mich in der Bib, wo ich ansonsten mit dem einzigen anderen tapfer ausharrenden Konfidenten ein kleines Wettgähnen veranstaltete. Da mein Kiefer sowieso chronisch ausgerenkt ist, hatte ich einen kleinen Vorteil. Ich hoffe nur, daß ich mir keinen zusätzlichen unlauteren Vorteil mittels Erzählen von besonders langweiligen Geschichten aus der guten alten Zeit (als die UKW-Bereiche im Radio nur bis 100 gingen und Georg Gafron ein gefürchteter Demagogen-Bube in Berlin war) verschafft habe.
Übrigens habe ich ganz ohne jede Bestechung unseren zuständigen Bibliotheksreferenten oder wie das heißt überred... nee, nicht mal. Ich habe gesagt, der Kandel wär ein tolles Buch fürs Neuron, und der MB empfiehlt dis zur Begleitung der Prüfungsvorbereitung. Und schwupp! isses bestellt! Und als nicht ausleihbar markiert. Und er hätte gern Feedback aus der Bibliothek. Und Anschaffungswünsche. Und was noch alles - manchmal möchte ich diese Uni einfach mal umarmen.
WBS Berlin vs. WBS Bielefeld
Ein ganz objektiver Vergleich:
1996 (Berlin-Treptow): Erstantrag (auf WBS* mit Dringlichkeit*!) Ende 1995. Pause. Anruf wg. Nachfrage (im Jahr 1996, drei Wochen später); Antwort: Ja nee, da hat sich dis Gestz geändert, dis müssen Sie nochmal neu beantragen. *grrr* Neuantrag. Ich mußte von der Jugendhilfe in die Sozialhilfe, naja. Hatte ja noch ein paar Monate Zeit. Der Antrag dürfte zum Schluß einem dicken, aber ungebundenem Buch geähnelt haben: viele Papiere waren für die Erteilung des WBS nötig. Die Dringlichkeit (wo man sich das ja noch vorstellen kann) war dann eigentlich nicht so das Problem. Erhalten habe ich den WBS (mit Dringlichkeit!) Mitte Mai 1996. In meine erste eigene Wohnung bin ich dann (dank der Dringlichkeit) am 1. Juni 1996 eingezogen, zehn Tage später.
2006 (Berlin-Friedrichshain): Ging schon viel schneller und war schon viel unkomplizierter. Schriftlicher Antrag mit Beifügung aller erdenklicher Papiere, und schon nach acht Wochen lag der WBS im Briefkasten. Kostenlos!
2007 (Bielefeld): Auch wenn am Anfang niemand so richtig wußte, wo ich eigentlich hinmuß (und Verhaltensforscher für den Fall, daß sie mal keine Lust mehr haben, Ratten durch Mini-Labyrinthe zu schicken, sich durchaus vertrauensvoll an das Bielefelder Rathaus wenden könnten, ob sie da mal ein paar Primaten durchschicken dürften), landete ich jedenfalls im Zimmer eines Sachbearbeiters, der eigentlich auch nicht zuständig war, da ich derzeit in Schildesche residiere. Aber die Kollegin für Schildesche sei seine Lieblingskollegin, und da würde ihm das nichts ausmachen usw. Er warf einen keuschen Blick auf den ausgefüllten Antrag (EINE A4-Seite!), einen zweiten Blick auf die Lohnabrechnung ("Ja, das ist in Ordnung, das geht!"), und schwupps - kam der WBS NRW in zweifacher Ausfertigung aus dem Drucker, "das geben Sie dann beim Studentenwerk einfach ab, und dann können Sie dort einziehen. Die Gebühr* will ich auch nicht haben (*Gebühr??*) denn Student ist Student, und wenn Sie das auch noch selbst finanzieren, Hochachtung! Also viel Erfolg, auf Wiedersehen!"
*[WBS - Wohnberechtigungsschein: wird in der Orangenkiste aus irgendeinem Grund benötigt]
*[Dringlichkeit: unter bestimmten Umständen bekommt man die sogenannte Dringlichkeit in den WBS geschrieben. Damals gab es noch Wohnungsnot in Berlin, und wenn man nicht allzu wählerisch war (durfte man mit Dringlichkeit auch gar nicht), hat man sehr schnell meist preiswerte Wohnungen angeboten bekommen.]
*[Gebühr: Wenn man die Frechheit besitzt, über ein eigenes, aus nichtselbständiger Arbeit stammendes Einkommen (das in meinem Fall sogar ein bißchen steuerpflichtig ist) zu verfügen, kostet die Ausfertigung eines WBS 5 Euro. Eigentlich Schlamperei, wenn man überlegt, daß normale unterhaltsabhängige Studierende (deren Unterhaltszahler ja durchaus vermögend sein können) für die Wohnberechtigung für ein Studentenwohnheim des Sozialen Wohnungsbaus noch nicht mal diese Gebühr zahlen müssen. Insofern ist diese Entscheidung des eigentlich gar nicht zuständigen Sachbearbeiters doppelt zu würdigen.]
1996 (Berlin-Treptow): Erstantrag (auf WBS* mit Dringlichkeit*!) Ende 1995. Pause. Anruf wg. Nachfrage (im Jahr 1996, drei Wochen später); Antwort: Ja nee, da hat sich dis Gestz geändert, dis müssen Sie nochmal neu beantragen. *grrr* Neuantrag. Ich mußte von der Jugendhilfe in die Sozialhilfe, naja. Hatte ja noch ein paar Monate Zeit. Der Antrag dürfte zum Schluß einem dicken, aber ungebundenem Buch geähnelt haben: viele Papiere waren für die Erteilung des WBS nötig. Die Dringlichkeit (wo man sich das ja noch vorstellen kann) war dann eigentlich nicht so das Problem. Erhalten habe ich den WBS (mit Dringlichkeit!) Mitte Mai 1996. In meine erste eigene Wohnung bin ich dann (dank der Dringlichkeit) am 1. Juni 1996 eingezogen, zehn Tage später.
2006 (Berlin-Friedrichshain): Ging schon viel schneller und war schon viel unkomplizierter. Schriftlicher Antrag mit Beifügung aller erdenklicher Papiere, und schon nach acht Wochen lag der WBS im Briefkasten. Kostenlos!
2007 (Bielefeld): Auch wenn am Anfang niemand so richtig wußte, wo ich eigentlich hinmuß (und Verhaltensforscher für den Fall, daß sie mal keine Lust mehr haben, Ratten durch Mini-Labyrinthe zu schicken, sich durchaus vertrauensvoll an das Bielefelder Rathaus wenden könnten, ob sie da mal ein paar Primaten durchschicken dürften), landete ich jedenfalls im Zimmer eines Sachbearbeiters, der eigentlich auch nicht zuständig war, da ich derzeit in Schildesche residiere. Aber die Kollegin für Schildesche sei seine Lieblingskollegin, und da würde ihm das nichts ausmachen usw. Er warf einen keuschen Blick auf den ausgefüllten Antrag (EINE A4-Seite!), einen zweiten Blick auf die Lohnabrechnung ("Ja, das ist in Ordnung, das geht!"), und schwupps - kam der WBS NRW in zweifacher Ausfertigung aus dem Drucker, "das geben Sie dann beim Studentenwerk einfach ab, und dann können Sie dort einziehen. Die Gebühr* will ich auch nicht haben (*Gebühr??*) denn Student ist Student, und wenn Sie das auch noch selbst finanzieren, Hochachtung! Also viel Erfolg, auf Wiedersehen!"
*[WBS - Wohnberechtigungsschein: wird in der Orangenkiste aus irgendeinem Grund benötigt]
*[Dringlichkeit: unter bestimmten Umständen bekommt man die sogenannte Dringlichkeit in den WBS geschrieben. Damals gab es noch Wohnungsnot in Berlin, und wenn man nicht allzu wählerisch war (durfte man mit Dringlichkeit auch gar nicht), hat man sehr schnell meist preiswerte Wohnungen angeboten bekommen.]
*[Gebühr: Wenn man die Frechheit besitzt, über ein eigenes, aus nichtselbständiger Arbeit stammendes Einkommen (das in meinem Fall sogar ein bißchen steuerpflichtig ist) zu verfügen, kostet die Ausfertigung eines WBS 5 Euro. Eigentlich Schlamperei, wenn man überlegt, daß normale unterhaltsabhängige Studierende (deren Unterhaltszahler ja durchaus vermögend sein können) für die Wohnberechtigung für ein Studentenwohnheim des Sozialen Wohnungsbaus noch nicht mal diese Gebühr zahlen müssen. Insofern ist diese Entscheidung des eigentlich gar nicht zuständigen Sachbearbeiters doppelt zu würdigen.]
Donnerstag, 23. August 2007
+++Orangenkiste+++
Ich habe den ersten und einzigen ernsthaften WG-Kontest gewonnen: Am 1. Oktober ziehe ich in das schmucke Wohnheim Orangenkiste, um mit einem Bio-Informatiker und einem Pädagogen eine inspirierte und inspirierende Dreier-WG zu bilden. Vorteile: Südseite, Ausblick, richtige Küche, Bad mit Badewanne UND Dusche, zu Fuß in die Innenstadt, Balkon, Aldi und Edeka im Haus, Café Berlin schräg gegenüber. Nachteile: (außer daß es natürlich etwas teurer ist als jetzt): keine. Und endlich kann ich Gerümpel aus Berlin holen. Zum Beispiel die Beweisphotos, daß ich einst mit Iro und grüngefärbten Dreads herumlief. Oder die Bücher. Und den roten Sessel. Das heißt: es wird umgezogen! Nach mehr als einem Jahr kann man da schonmal Entzugserscheinungen entwickeln...
Ein Jahr danach
Tja, vor einem Jahr kam ich von der Arbeit heim in die Box 88, öffnete den Briefkasten und fand einen Brief von der ZVS. Vom Zeitpunkt her mußte es eine Zusage sein. Nun, dachte ich, Potsdam oder Greifswald? Auf dem Zettelchen stand "Universität Bielefeld." ?? Nun ja, dachte ich, "Bielefeld", dis haste schonmal gehört. Dis is im Westen. Im Ost-Westen. In Ostwestfalen. Prima, aber was soll das denn? In Erinnerung an ein damals ebenfalls genau ein Jahr zurückliegendes Erlebnis mit einem fast identischen Briefchen mit dem Schriftzug "Universität des Saarlandes, Saarbrücken" brach ich zunächst in Tränen aus. Interessanterweise dauerte es nur genau 24 Stunden, etwas Rotwein und mehrere Besuche auf den Seiten der Bahn und der Uni, und ich hatte mich mit meinem Hochschulstandort arrangiert, ohne jemals dagewesen zu sein. Die zwei Monate, bis es dann losging, sind Geschichte und waren für sich auch noch mal aufregend.
Ein Jahr danach ist an der Richtigkeit der Entscheidung nicht zu rütteln. Falls es sich um einen Fehler bei der Studienplatzvergabe handelte: Danke, ZVS!
Ein Jahr danach ist an der Richtigkeit der Entscheidung nicht zu rütteln. Falls es sich um einen Fehler bei der Studienplatzvergabe handelte: Danke, ZVS!
Nordic stalking
Was könnte das sein?
Ich dachte: Die Norddeutschen sind ja etwas zurückhaltend, so in ihrer Art, naja, und beim stalken sind die das auch = stalken, ohne daß das Opfer das bemerkt. Aber nein: Gemeint ist, daß man in etwa dort joggen geht, wo das entsprechende Objekt der Begierde wohnt, dann erhöht man evtl. die Wahrscheinlichkeit entsprechender Begegnungen.
Ich dachte: Die Norddeutschen sind ja etwas zurückhaltend, so in ihrer Art, naja, und beim stalken sind die das auch = stalken, ohne daß das Opfer das bemerkt. Aber nein: Gemeint ist, daß man in etwa dort joggen geht, wo das entsprechende Objekt der Begierde wohnt, dann erhöht man evtl. die Wahrscheinlichkeit entsprechender Begegnungen.
Dienstag, 21. August 2007
Autofahren oder nich
Innerhalb weniger Tage zweimal übers Autofahren geredet. Naja. Warum nicht, ich bin ja schließlich auch schonmal Auto gefahren. Es ist kein Geheimnis, daß ich nicht besonders gern Auto fahre. Ich kann es schließlich auch gar nicht. Aber es tut gut, an Stellen ökologische Vernunft zu zeigen, an denen man nicht extra auf irgendwas verzichten muß, was man eigentlich mag. Also, warum nicht aus Umweltgründen plakativ aufs Auto verzichten? Genau wie mit Flugreisen. Okay, ich bin schon ein paarmal geflogen. Ein paarmal zu viel, wenn ich überlege, daß ich so gar nicht gern fliege und zudem bei schlechtem Wetter zu Flugbefürchtungen neige. Aber ab nun wird nicht mehr geflogen! Klimabilanz! Hehe. Komischerweise finde ich fliegen ja noch irgendwie nachvollziehbarer als Autofahren. Es gibt ja Leute, die fahren hier vom Wohnheim mit dem Auto in die Uni (2.8 km). Okay, die Busverbindung entspricht nicht großstädtischen Standards. Aber es gibt sie. Andererseits ist ein Bus natürlich auch nur eine Art zu groß geratenes Auto. Der Vorzug gehört den Schienenfahrzeugen aller Art! Wer von Köln oder Bielefeld oder Hannover oder jeder anderen Stadt mit ICE-Anschluß nach Berlin mit dem Auto fährt, hat wahrscheinlich einen an der Waffel oder zuviel Zeit und zuwenig zu tun (Diese Einschätzung ist absolut objektiv!) Schiene = elektrisch = umweltfreundlich. Im Zug kann man im Verlaufe der Fortbewegung Dinge erledigen, aus dem Fenster schauen, schlafen, andere, unbekannte Menschen beobachten, lesen, sich unterhalten usw. Im Auto sitzt man blöd rum (Beifahrer) oder muß aufpassen (Fahrer). Im Flugzeug langweilt man sich bestenfalls. Der worst case of Nicht-auf-der-Schiene-Fortbewegung ist jedoch der Fernreisebus. Das ist die Kombination der Nachteile des Autofahrens mit den Nachteilen der Flugreise, ohne daß sich nennenswerte Vorteile ergeben. Das einzige nette Busfahren in meinem ganzen Leben war das Herumfahren mit uralten Vehikeln auf Kreta (wo es keinerlei Schienenfahrzeuge gibt), mit Fahrerkabinen, die bis zur totalen Gesichtsfeldverhängung mit Madonnen, Kreuzen, Altären usw. vollgestopft waren, und zwar - angesichts der steilen und schmalen Serpentinen im Gebirge - mit einiger Berechtigung.
Leider sind die Preise für die Verkehrsmittel schlecht verteilt. Mit dem Auto fahren sollte mittelmäßig teuer sein, also eigentlich nicht teurer als es jetzt ist. Autos sollten vielleicht mehr nach Laufleistung und weniger nach purer Existenz besteuert werden. Mit dem Fernbus sollte es immer noch billig sein, damit die Leute, die aufs Geld gucken, damit noch genug Geld für flüssigen Reisproviant übrig ist, Bus fahren. Mit dem Zug müßte es auf jeden Fall billiger sein als jetzt. Ich plädiere für ein europäisches Nachtzugnetz, das sich nicht an absoluter, sondern relativer Schnelligkeit orientiert und pro Fahrt kilometerabhängig zwischen 20 und 80 Euro kosten sollte. Ich glaube, das wäre attraktiv und würde das junge Volk wieder ein bißchen weg vom Flieger holen, was zwar nicht im Sinne des zarten Aufschwunges, aber vielleicht des Klimas wäre. Nachtzugreisen würden auch das Reisen an sich wieder interessanter und reizvoller machen. Wieder mehr "der Weg ist das Ziel" und nicht immer "heute Barcelona, morgen Budapest und übermorgen dann Bangkok, man muß ja alles mal gesehen haben..."
Auweia, jetzt kommen aber die alten Damen und erzählen von früher!
Endplädoyer: Man sollte einfach dafür sorgen, daß Autofahren "uncool" wird. Dann klappt das schon. Verweisen auf die Klimabilanz, Leute auslachen, die mit dem Auto zum Bäcker fahren, und so weiter.
Leider sind die Preise für die Verkehrsmittel schlecht verteilt. Mit dem Auto fahren sollte mittelmäßig teuer sein, also eigentlich nicht teurer als es jetzt ist. Autos sollten vielleicht mehr nach Laufleistung und weniger nach purer Existenz besteuert werden. Mit dem Fernbus sollte es immer noch billig sein, damit die Leute, die aufs Geld gucken, damit noch genug Geld für flüssigen Reisproviant übrig ist, Bus fahren. Mit dem Zug müßte es auf jeden Fall billiger sein als jetzt. Ich plädiere für ein europäisches Nachtzugnetz, das sich nicht an absoluter, sondern relativer Schnelligkeit orientiert und pro Fahrt kilometerabhängig zwischen 20 und 80 Euro kosten sollte. Ich glaube, das wäre attraktiv und würde das junge Volk wieder ein bißchen weg vom Flieger holen, was zwar nicht im Sinne des zarten Aufschwunges, aber vielleicht des Klimas wäre. Nachtzugreisen würden auch das Reisen an sich wieder interessanter und reizvoller machen. Wieder mehr "der Weg ist das Ziel" und nicht immer "heute Barcelona, morgen Budapest und übermorgen dann Bangkok, man muß ja alles mal gesehen haben..."
Auweia, jetzt kommen aber die alten Damen und erzählen von früher!
Endplädoyer: Man sollte einfach dafür sorgen, daß Autofahren "uncool" wird. Dann klappt das schon. Verweisen auf die Klimabilanz, Leute auslachen, die mit dem Auto zum Bäcker fahren, und so weiter.
Montag, 20. August 2007
Ausm Kopp: Gucken, ob das heute früh gelohnt hat
Es geht um den einzigen, heiligen Moment, wo das Licht beim Sehen überhaupt eine Rolle spielt: Das Lichtphoton trifft auf den Rezeptor. Der ist nun schonmal Stäbchen oder Zapfen (und man schreibe niemals Stäbe oder Zäpfchen). In der Rezeptorzelle sorgt nun cyklisches Guanosinmonophosphat, unter Kumpels auch mal cGMP genannt, dafür daß die Zelle aufgrund geöffneter Natriumkanäle dezent depolarisiert ist. Nun kommt das Photon. Irgendwelches Rhodopsin, das aus 11-cis-Retinal und Opsin besteht, isomerisiert. Das heißt, daß sich die Opsin-Bindung auflöst und über kurzfristiges instabiles Metarhodopsin II das berühmte All-trans-Retinal entsteht. Jetzt kommen G-Proteine bzw. Transduceinmoleküle ins Spiel und ersetzen GDP durch GTP und aktivieren damit unsere alte Bekannte, die cGMP-Phosphodiesterase, die das cGMP zu 5'-GMP umwandelt, was uns nicht weiter verwundert, da ja schon der Name -diesterase offenlegt, daß es sich um die Auflösung von irgendetwas handelt. Egal - die cGMP-Konzentration an der Rezeptormembran leidet naturgemäß unter diesen Auflösungsprozessen, und daher werden die Natriumkanäle geschlossen, woraufhin die Zelle hyperpolarisiert und nicht mehr ihrer Hauptbestimmung "Glutamat ausschütten" nachgeht, naja, man kennt das ja. Bißchen hyperpolarisiert, und schon bricht alles zusammen. Anschließend geschehen allerlei biochemische Wunderwerke, woraufhin aus dem All-trans-Retinal unter Vitamin-A-Verbrauch (Vitamin A schützt vor Nachtblindheit!) wieder 11-cis-Retinal wird. Verrückt, oder?
Das ist übrigens nur der Anfang vom "Sehen".
War ja nicht ganz umsonst, der Einsatz heute morgen.
Das ist übrigens nur der Anfang vom "Sehen".
War ja nicht ganz umsonst, der Einsatz heute morgen.
Sonntag, 19. August 2007
Kontrollüberzeugungsillusion
Von der wird man ja gerne mal befallen, ohne es zu merken.
Ich litt beispielsweise an der Illusion, ich hätte das Neuron soweit unter Kontrolle, daß ich sein Tun und Handeln bezüglich des Ruhemembranpotentials nachvollziehen könne. Aber leider weit gefehlt. Man darf mir nicht die falschen Fragen stellen! Ich bin aber überzeugt, daß ich das bei der synaptischen Übertragung wieder raushole. Bissel deprimierend war die Bibliothek heut aber schon: da war wirklich fast überhaupt niemand, nicht mal die Verrückten.
Beim Munchkin konnte ich heute zeigen, daß ich, mit etwas Überwindung, weniger nett sein kann. Problematisch: Ich war auch deutlich weniger erfolgreich. Obwohl das den elementaren Munchkin-Regeln widerspricht, denen zufolge eigentlich die rücksichtslosen Fies-Spieler am weitesten kommen müßten, werde ich also beim nächsten Mal wieder die Gegenprobe machen und schauen, ob ich mit kooperativen Angeboten nicht doch besser fahre. Der Super-Munchkin scheint allerdings immer derselbe zu sein, also entweder hat er da einen Trick oder immer Glück oder die Gastgeberküche strahlt auf den Gastgeber so eine Aura aus, obwohl, hmm, heute hat ja auch eine Gastgeberin mitgespielt. Der erfolgreichste Würfler war überdies derjenige, der es für Blödsinn hält, den Würfel mit allerlei Sprüchlein und abergläubischen Beschwörungsritualen günstig zu stimmen. Ob Würfel zu Reaktanz neigen und bei derlei Sprüchlein extra weghören und eine Eins zeigen, wo eine Sechs gebraucht wird? Und umgekehrt dem Nichtzauberer die begehrte Zahl gewähren, weil er den Würfel nicht mit Gebrabbel und unnützem Geschüttel behelligt?
Ich litt beispielsweise an der Illusion, ich hätte das Neuron soweit unter Kontrolle, daß ich sein Tun und Handeln bezüglich des Ruhemembranpotentials nachvollziehen könne. Aber leider weit gefehlt. Man darf mir nicht die falschen Fragen stellen! Ich bin aber überzeugt, daß ich das bei der synaptischen Übertragung wieder raushole. Bissel deprimierend war die Bibliothek heut aber schon: da war wirklich fast überhaupt niemand, nicht mal die Verrückten.
Beim Munchkin konnte ich heute zeigen, daß ich, mit etwas Überwindung, weniger nett sein kann. Problematisch: Ich war auch deutlich weniger erfolgreich. Obwohl das den elementaren Munchkin-Regeln widerspricht, denen zufolge eigentlich die rücksichtslosen Fies-Spieler am weitesten kommen müßten, werde ich also beim nächsten Mal wieder die Gegenprobe machen und schauen, ob ich mit kooperativen Angeboten nicht doch besser fahre. Der Super-Munchkin scheint allerdings immer derselbe zu sein, also entweder hat er da einen Trick oder immer Glück oder die Gastgeberküche strahlt auf den Gastgeber so eine Aura aus, obwohl, hmm, heute hat ja auch eine Gastgeberin mitgespielt. Der erfolgreichste Würfler war überdies derjenige, der es für Blödsinn hält, den Würfel mit allerlei Sprüchlein und abergläubischen Beschwörungsritualen günstig zu stimmen. Ob Würfel zu Reaktanz neigen und bei derlei Sprüchlein extra weghören und eine Eins zeigen, wo eine Sechs gebraucht wird? Und umgekehrt dem Nichtzauberer die begehrte Zahl gewähren, weil er den Würfel nicht mit Gebrabbel und unnützem Geschüttel behelligt?
Samstag, 18. August 2007
Lustig, denn sowohl Ostwetfalen als auch Finnen werden erwähnt
Hab' ich neulich schon entdeckt. Sehr schön gezeichnet, und außerdem mit dem Preis der Woche versehen für den Satz: "Du bist ein typischer ostwestfälischer Quadratschädel!"
Christopher Street Day und mehr
Da ich zum Straßenfest aufm Sigi mit dem Fahrrad fuhr, konnte ich des Phänomens zweier nahezu gleichzeitig und nur wenige hundert Meter Luftlinie voneinander entfernt stattfindender Ereignisse gewahr werden: zunächst an den Ostausgängen der Alm vorbei, wo sich die Frankfurter Eintracht offensichtlich noch in ein Unentschieden gerettet hatte (bevor ich losfuhr, stands noch 2:1), und die rotgewandeten Frankfurter in ihre Busse bzw. an deren Gepäckabteile mit (inzwischen wahrscheinlich furchtbar warmen) Bierreserven torkelten. Zwischendrin immer paar blaue Arminen, aber alles friedlich, woran man das 2:2 eigentlich schon erkennen konnte. Jedenfalls aufm Sigi standen ein paar offensichtlich ebenfalls völlig betrunkene Männer auf der Bühne, allerdings in Tenniskleidchen gewandet und mit bezopften Perücken versehen und sich gegenseitig immerfort "Schätzchen" und "Kinder" rufend. Eine Band, bei deren Einkleidung nicht mit Aluminium gegeizt wurde, sang das immergleiche Lied von... ja, wovon eigentlich? Auf jeden Fall sollte das mittelspärliche Publikum zum Tanzen aufgefordert werden, aber wir sind hier in Ostwestfalen. Das sehr mäßige Interesse am Tanz wurde dann durch das verpeilt-betrunkene Veranstalten eines sogenannten Tunten-Wettbewerbs vollends erstickt, in dessen weiterem Verlauf sich der Platz vor der Bühne zusehends leerte. Die dem, naja, Spektakel folgende Musik war dann wieder ganz nett, aber ewig konnte man da ja nicht herumstehen.

Zwei Photos, einmal der eigentliche Umzug durch die Innenstadt, in der exklusiven Ansicht aus dem Fenster des Aufenthaltsraumes meiner geschätzten Arbeitsstelle heraus, und einmal die beeindruckende Bühnenshow der... Silberlinge (habe leider wieder den Namen vergessen, irgendwas mit -kówa hinten).
Ach ja, und Fahrrad: Ich wills ja nicht beschreien, aber bezugnehmend auf eine kommentierende Anfrage des geschätzten Kollegen niesen hin: Ja, die Luft hält. Und schön, daß ich morgen nicht umständlich mit der Bahn, sondern frisch und frei mit dem Rad in die Uni zum Neuronklären fahren kann. Hehe.

Zwei Photos, einmal der eigentliche Umzug durch die Innenstadt, in der exklusiven Ansicht aus dem Fenster des Aufenthaltsraumes meiner geschätzten Arbeitsstelle heraus, und einmal die beeindruckende Bühnenshow der... Silberlinge (habe leider wieder den Namen vergessen, irgendwas mit -kówa hinten).
Ach ja, und Fahrrad: Ich wills ja nicht beschreien, aber bezugnehmend auf eine kommentierende Anfrage des geschätzten Kollegen niesen hin: Ja, die Luft hält. Und schön, daß ich morgen nicht umständlich mit der Bahn, sondern frisch und frei mit dem Rad in die Uni zum Neuronklären fahren kann. Hehe.
Donnerstag, 16. August 2007
Heute wurde gelacht über:
1. Über meine Mitteilung, daß in deutschen Übersetzungen älterer Snoopy-Cartoons "Donuts" als "Lochkrapfen" übersetzt werden, da Donuts offenbar hierzulande noch keine entsprechende semantische und physische Verbreitung gefunden hatten, um eine entsprechende weitläufige Kenntnis des Wortes voraussetzen zu können.
2. Ich: Hej, hier stehen ZWEI, die grad 'ne 1.7 haben!
Die andere 1.7 (Glückwunsch...): Hoho, und es tut sich kognitive Dissonanz auf: Beide sind glücklich!
3. Die baldige 1.7 (dann sind wir ja schon zu dritt!): Du scheinst ja in Berlin schönes Wetter gehabt zu haben.
Ich: Nee, ich hab nur dann Photos gemacht, wenn das Wetter schön war.
Er: Das verzerrt die Wahrnehmung natürlich beträchtlich.
So, und jetzt gehe ich mir weismachen lassen, daß man einen Mörser auch zu anderen Zwecken als der Aufbereitung von Drogen benützen kann.
P.S.: Heute habe ich mich für Physio angemeldet... es geht voran!
2. Ich: Hej, hier stehen ZWEI, die grad 'ne 1.7 haben!
Die andere 1.7 (Glückwunsch...): Hoho, und es tut sich kognitive Dissonanz auf: Beide sind glücklich!
3. Die baldige 1.7 (dann sind wir ja schon zu dritt!): Du scheinst ja in Berlin schönes Wetter gehabt zu haben.
Ich: Nee, ich hab nur dann Photos gemacht, wenn das Wetter schön war.
Er: Das verzerrt die Wahrnehmung natürlich beträchtlich.
So, und jetzt gehe ich mir weismachen lassen, daß man einen Mörser auch zu anderen Zwecken als der Aufbereitung von Drogen benützen kann.
P.S.: Heute habe ich mich für Physio angemeldet... es geht voran!
Mittwoch, 15. August 2007
Es steht eine EINS vor dem Komma!!
Oh, das ist doch wunderbar: das gefühlte und das tatsächliche Ergebnis sind absolut denkungsgleich! Es ist genau so, wie es Kollege niesen beim Lernen für Päda gelernt hat: Die gute Note ist das Nebenprodukt des erfolgreichen Lernens. Also, ich wußte fast alles solide, und damit habe ich auch eine solide, stolz- und frohmachende Note geschrieben. Ja!
Die Überlistung der an sich unbrauchbaren blöden französischen Ventile (unter dem Vorbehalt der späteren Prüfung)
Also, wie's scheint kann man die blöden französischen Ventile DOCH auswechseln. Sicherlich ein Fabrikationsversehen. Man braucht so ein Plasteding, mit dessen Hilfe man das Ventil rausschraubt, und dann schraubt man das neue Ventil wieder rein, und dann pumpt man das ganze wieder auf, und dann fährt man zum Aldi und bringt die ganzen Pfandflaschen weg. Fein! Bleiben zwei Fragen:
1. Warum wußte das der Chef-Fahrrad-Experte von Karstadt-Fahrrad nicht?
2. Ist da morgen früh auch noch Luft drauf?
1. Warum wußte das der Chef-Fahrrad-Experte von Karstadt-Fahrrad nicht?
2. Ist da morgen früh auch noch Luft drauf?
Dienstag, 14. August 2007
In aller Kürze, aber bebildert
Clara, die Königin der zweihändig zu verzehrenden Reiswaffel, wurde heute von den "Don't ever sing again-Sisters" über den Traveplatz und durch den halben Stadtbezirk geschaukelt. Da, wo früher der Volksladen war und wo jetzt so eine Art Franzose drin ist, gab es Kaffee für alle. Bzw. Milchschaum an Reiswaffel.
Unterwegs gibt es auch in Friedrichshain manchmal lustige Aufsteller:
Karibik-Sonnenuntergang ist doch Romantik für Anfänger! An der Spree ist es auch schön. Das fanden auch viele Mücken. In einer der nahegelegenen Strandbars wurde bereits oder aber immer noch zu bummernder Musik frenetisch gezappelt, das war komisch.
Von mir aus könnte dieser Unkrautstreifen zwischen Eastside Gallery und Spree auf ewig so bleiben, wie er ist. Improvisierte Strandbars, Wände zum Besprühen, Mücken, Besucher aus der Provinz, die mit den nacktoberkörprigen Sprühern Fachworte austauschen; wenn hier erstmal dieses Bebauungskonzept umgesetzt wird, haben wir einen weiteren künstlichen, beatmungsbedürftigen Stadtteil, den eigentlich keiner braucht.
Unterwegs gibt es auch in Friedrichshain manchmal lustige Aufsteller:
Karibik-Sonnenuntergang ist doch Romantik für Anfänger! An der Spree ist es auch schön. Das fanden auch viele Mücken. In einer der nahegelegenen Strandbars wurde bereits oder aber immer noch zu bummernder Musik frenetisch gezappelt, das war komisch.
Von mir aus könnte dieser Unkrautstreifen zwischen Eastside Gallery und Spree auf ewig so bleiben, wie er ist. Improvisierte Strandbars, Wände zum Besprühen, Mücken, Besucher aus der Provinz, die mit den nacktoberkörprigen Sprühern Fachworte austauschen; wenn hier erstmal dieses Bebauungskonzept umgesetzt wird, haben wir einen weiteren künstlichen, beatmungsbedürftigen Stadtteil, den eigentlich keiner braucht.
Abonnieren
Posts (Atom)