Dienstag, 28. Dezember 2010
Identische Rezensionen?
So schreibts die Berliner Zeitung.
Und so die Neue Westfälische.
Beide ohne Autorenangabe; leider fehlt der "Anzeige"-Hinweis. Oder handelt es sich nicht um eine Verlagsanzeige? Ich hatte mich schon über die wohlwollende Annahme eines Spätwerks gewundert. Ich glaube, ich habe diese "Rezensionen" zuvor sogar auch schon gelesen! Himmel! Bei solcher Literaturkritik kann ich mir gleich alle Neuerscheinungen kaufen und nach dem Durchlesen auf Brauchbarkeit beurteilen!
Und so die Neue Westfälische.
Beide ohne Autorenangabe; leider fehlt der "Anzeige"-Hinweis. Oder handelt es sich nicht um eine Verlagsanzeige? Ich hatte mich schon über die wohlwollende Annahme eines Spätwerks gewundert. Ich glaube, ich habe diese "Rezensionen" zuvor sogar auch schon gelesen! Himmel! Bei solcher Literaturkritik kann ich mir gleich alle Neuerscheinungen kaufen und nach dem Durchlesen auf Brauchbarkeit beurteilen!
so einfach ists in zukunft:
Das zuletzt gepostete Bild habe ich vom Mobiltelephon aus gesendet. Endlich habe ich also eine einfache Möglichkeit gefunden, jenseits von f*book-statusmeldungen Befindlichkeiten von unterwegs mitzuteilen und somit den eigenproduzierten traffic hier deutlich zu erhöhen. Die Alternative, Bilder per SMS an ein anderes mobile blog zu schicken, das dann entsprechend auf Weiterleiterei eingestellt ist, entfällt damit erfreulicherweise.
Ebenfalls entfallen derzeit zahlreiche Züge, und ich möchte mich nur dahingehend äußern, dass, erstens die meisten Anschlusszüge vor allem deswegen erreicht werden, weil sie ebenfalls erheblich verspätet sind, und, zweitens der Unterschied zwischen höherer Gewalt und schlechter Organisation Deutsche Bahn heißt. Ab heute.
Ab heute sind eben auch alle Beiträge ohne Label von unterwegs.
Ebenfalls entfallen derzeit zahlreiche Züge, und ich möchte mich nur dahingehend äußern, dass, erstens die meisten Anschlusszüge vor allem deswegen erreicht werden, weil sie ebenfalls erheblich verspätet sind, und, zweitens der Unterschied zwischen höherer Gewalt und schlechter Organisation Deutsche Bahn heißt. Ab heute.
Ab heute sind eben auch alle Beiträge ohne Label von unterwegs.
Montag, 27. Dezember 2010
8 quadratmeter berlin
Direkt am Rosenthaler Platz für ganze dreißig Öre. Und von der CCCP-Bar war auch nix zu hören. Da wo die Reklame dranpappt, ist die Nasszelle hinter. Es ist wirklich schwer zu begreifen, warum man für ein landläufiges Mittelklassehotel mit all dem Vertretereiweiß in der Auslegware mindestens das Doppelte zahlen sollte.
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Estragon, Wladimir, Lucky und Pozzo
warteten auf Godot,
und ich warte auf [den Anruf aus] Rostock.
So lange wird hier wohl nix passieren.
und ich warte auf [den Anruf aus] Rostock.
So lange wird hier wohl nix passieren.
Mittwoch, 24. November 2010
ich hoffe, der text ist nicht bald weg:
da sich bahnbrechende Formulierungen darin finden.
So wird zum Beispiel gegen 9:00 Uhr ein Kaffeebecher, der mit Klebestreifen umhüllt ist und einen Strohhalm enthält, von einem eigens herbeigeholten Experten als "Bombenattrappe" identifiziert. Umgekehrt ergäbe es wahrscheinlich mehr Sinn, erregte aber weniger öffentliches Interesse. Der fragliche Zug wurde übrigens schon gegen halb sechs geräumt und auf ein zufällig herumstehendes Ersatzgleis gerollt, wo er von einem offensichtlich ebenfalls zur Verfügung stehendem Kohlenzug "abgeschirmt" wurde (wovor auch immer).
Neben den literaturwissenschaftlichen Erkenntnissen, die dieser Beitrag zweifelsohne ermöglicht, ist vor allem bemerkenswert, dass der hierzulande hochgejazzte Vorfall es offensichtlich nichtmal inmitten der herrschenden Terrorhysterie in die überregionalen Leitmedien geschafft hat. Die haben zwar heute eh keine Terrorgeschichten vermeldet (zuviel Panikmache in den letzten Tagen?). Aber immerhin, ein vorsätzlich angeklebter Kaffeebecher - leider in Bielefeld oder zumindest in einer Bielefeld durchquerenden Regionalexpresslinie. Und Bielefeld existiert ja bekanntlich gleich gar nicht, insofern würden hier Terroristen die alte Schrödingers-Katze-Frage* wieder aufwerfen, mehr nicht.
Aber auch nicht weniger.
*Ehrlich gesagt merke ich beim Lesen des Wikipediaeintrags, dass Schrödingers Katze zwar ein geniales Gedankenexperiment ist, aber mit der erhofften Visualisierung eines metaphysischen Effekts wenig zu tun hat. Also sollen sich interessierte Leser das Problem, das sich ergibt, wenn vermeintliche Terroristen einen Anschlag auf eine Stadt, die es angeblich nicht gibt, vortäuschen, selber verinnerlichen. Und anschließend hier kommentieren.
So wird zum Beispiel gegen 9:00 Uhr ein Kaffeebecher, der mit Klebestreifen umhüllt ist und einen Strohhalm enthält, von einem eigens herbeigeholten Experten als "Bombenattrappe" identifiziert. Umgekehrt ergäbe es wahrscheinlich mehr Sinn, erregte aber weniger öffentliches Interesse. Der fragliche Zug wurde übrigens schon gegen halb sechs geräumt und auf ein zufällig herumstehendes Ersatzgleis gerollt, wo er von einem offensichtlich ebenfalls zur Verfügung stehendem Kohlenzug "abgeschirmt" wurde (wovor auch immer).
Neben den literaturwissenschaftlichen Erkenntnissen, die dieser Beitrag zweifelsohne ermöglicht, ist vor allem bemerkenswert, dass der hierzulande hochgejazzte Vorfall es offensichtlich nichtmal inmitten der herrschenden Terrorhysterie in die überregionalen Leitmedien geschafft hat. Die haben zwar heute eh keine Terrorgeschichten vermeldet (zuviel Panikmache in den letzten Tagen?). Aber immerhin, ein vorsätzlich angeklebter Kaffeebecher - leider in Bielefeld oder zumindest in einer Bielefeld durchquerenden Regionalexpresslinie. Und Bielefeld existiert ja bekanntlich gleich gar nicht, insofern würden hier Terroristen die alte Schrödingers-Katze-Frage* wieder aufwerfen, mehr nicht.
Aber auch nicht weniger.
*Ehrlich gesagt merke ich beim Lesen des Wikipediaeintrags, dass Schrödingers Katze zwar ein geniales Gedankenexperiment ist, aber mit der erhofften Visualisierung eines metaphysischen Effekts wenig zu tun hat. Also sollen sich interessierte Leser das Problem, das sich ergibt, wenn vermeintliche Terroristen einen Anschlag auf eine Stadt, die es angeblich nicht gibt, vortäuschen, selber verinnerlichen. Und anschließend hier kommentieren.
jetzt wird es ernst:
Ein Anruf von einer 0381er-Nummer, und in weniger als vierzehn Tagen werde ich mich zum ersten Mal aus ganz freien Stücken nach Rostock begeben - um quasi am Strande der Unterwarnow entspannt mit Chefarzt und Neuropsychologin über kognitive Defizite bei Multipler Sklerose zu plaudern. Oder so was in der Art.
Dass ich filmreif inmitten der Fachschaftssitzung, von dem entscheidenden Anruf ereilt, über Tisch und Bänke hüpfte, machte es fast noch schöner als auch schon. Schließlich ist der Gebrauch von Mobiltelephonen während derartiger Veranstaltungen unzulässig.
Dass ich filmreif inmitten der Fachschaftssitzung, von dem entscheidenden Anruf ereilt, über Tisch und Bänke hüpfte, machte es fast noch schöner als auch schon. Schließlich ist der Gebrauch von Mobiltelephonen während derartiger Veranstaltungen unzulässig.
Dienstag, 16. November 2010
Auf Multiplikatoration folgt Addition, wenn nicht sogar Subtraktion
Nach dem grandiosen Multiplikatorenerfolg habe ich inzwischen einige Wörter der Diplomarbeit hinzugefügt (addiert). Bald ich aber leider nicht umhinkommen, andere Wörter zu entfernen (subtrahieren). Der vermutete Nettonutzen ( = besseres Geschreibsel als vorher) ist objektiv nicht ablesbar.
Immerhin ist mir heute aufgegangen, dass es sinnvoll ist, das eigene Geschreibsel mal auszudrucken und dann durchzulesen (nicht am Monitor). Es ist sofort viel einfacher, das Geschriebene kontextiös zu bewerten. Ich bin eben doch ein digital immigrant und würde wahrscheinlich auch am liebsten das Internet ausdrucken. Aber wer soll das dann hinterher alles abheften und beim Umzug in die Papiertonne tragen?
Immerhin ist mir heute aufgegangen, dass es sinnvoll ist, das eigene Geschreibsel mal auszudrucken und dann durchzulesen (nicht am Monitor). Es ist sofort viel einfacher, das Geschriebene kontextiös zu bewerten. Ich bin eben doch ein digital immigrant und würde wahrscheinlich auch am liebsten das Internet ausdrucken. Aber wer soll das dann hinterher alles abheften und beim Umzug in die Papiertonne tragen?
Verrückte Welt (I)
Soso, jetzt werden also auch schon Kindergärten, in denen angeblich urheberrechtsgeschützte Weihnachtslieder gesungen werden, von der GEMA wegen Lizenzgebühren belästigt. Sacht mal, gehts noch?! Nächstens kommt die deutsche Bibelgesellschaft daher, wenn einer "Jesus Christus!" sagt!
Mittwoch, 3. November 2010
Dienstag, 26. Oktober 2010
Der Ethikantrag als Multiplikator
Habe in der letzten Woche ein Dokument namens Diplomarbeit erschaffen und im leeren Dokument schonmal den Zeilenabstand auf doppelt und die Seitenränder auf 2,6 cm (DGPs-Manuskriptrichtlinien - sicherlich der wichtigste Punkt!) eingestellt.
Habe anschließend ein Titelblatt entworfen sowie leere Blätter für Danksagung, Zusammenfassung und Abstract eingerichtet.
Habe weiterhin die Einleitung grob in thematische Einheiten untergliedert und jeweils stichwortartig Anliegen hingeschrieben, die irgendwann im Laufe des Prozesses der Manuskriptwerdung ausformuliert und mit Belegen hinterlegt werden wollen. Irgendwann vor dem 8. Februar 2011 wohlgemerkt.
Habe dann lustlos in einem weiter hinten liegenden Anliegen (bloß nicht mit dem ersten Satz anfangen, dann fängt man nie an!) begonnen, Sätze auszuformulieren, nur um eine Woche später (also heute) festzustellen, dass man (ich) diese Sätze getrost und verlustfrei wieder löschen könnte (sollte.
Hatte dann also schon ca. 497 Wörter zusammen.
Am Wochenende ist mir dann eingefallen, dass ich ja vor einem Jahr schonmal einen Ethikantrag zu dem Thema geschrieben habe! Da steht doch alles drin!
Habe dann heute also aus dem Ethikantrag die Blöcke für die zentralen Anliegen der Studie per Strg+C und Strg+V in das Dokument Diplomarbeit übertragen.
Und so:
[zum Vergrößern einfach anklicken]
Habe anschließend ein Titelblatt entworfen sowie leere Blätter für Danksagung, Zusammenfassung und Abstract eingerichtet.
Habe weiterhin die Einleitung grob in thematische Einheiten untergliedert und jeweils stichwortartig Anliegen hingeschrieben, die irgendwann im Laufe des Prozesses der Manuskriptwerdung ausformuliert und mit Belegen hinterlegt werden wollen. Irgendwann vor dem 8. Februar 2011 wohlgemerkt.
Habe dann lustlos in einem weiter hinten liegenden Anliegen (bloß nicht mit dem ersten Satz anfangen, dann fängt man nie an!) begonnen, Sätze auszuformulieren, nur um eine Woche später (also heute) festzustellen, dass man (ich) diese Sätze getrost und verlustfrei wieder löschen könnte (sollte.
Hatte dann also schon ca. 497 Wörter zusammen.
Am Wochenende ist mir dann eingefallen, dass ich ja vor einem Jahr schonmal einen Ethikantrag zu dem Thema geschrieben habe! Da steht doch alles drin!
Habe dann heute also aus dem Ethikantrag die Blöcke für die zentralen Anliegen der Studie per Strg+C und Strg+V in das Dokument Diplomarbeit übertragen.
Und so:
[zum Vergrößern einfach anklicken]
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Erstaunliches
Die deutsche Leitkultur ist also eine christlich-jüdische.
Hmm. Beispielsweise die Familien- und Gleichstellungspolitik huldigt ja nicht gerade christlichen Werten. Abgesehen von den leidigen wann-beginnt-schützenswertes-Leben-Debatten haben Frauen deutlich mehr Rechte, als ihnen in den traditionellen Überlieferungen zugestanden werden, oder?
Und woher kommt eigentlich das "jüdische" in den Verlautbarungen? Das "jüdische" in unserer Vergangenheit, das "wir" gerne diskriminiert, ausgelacht oder vernichtet haben? Gut, ist schon 'ne Weile her, und heute können wir nicht mehr sagen, dass wir nur Christen haben wollen im Land. Dann könnte man die DDR-Nachkommen auch gleich wieder ausbürgern.
"Christlich-jüdisch" klingt für mich also wie: Nicht-Islam.
Neulich gab es eine Studie (hier auf sz-online), dass sich türkische Jugendliche ja so unglaublich gerne integrieren würden und Deutsche als Nachbarn haben wollen, aber bei ihren unermüdlichen Bemühungen stets zurückgewiesen werden würden. Dem kann ich nur entgegnen, dass eine größere Gruppe türkischer Jugendlicher beiderlei Geschlechts einem ganz schön auf die Ketten gehen kann. Vor allem wenn man nicht weglaufen kann, also auf der Arbeit oder in der Straßenbahn. Das trifft allerdings auch auf größere Gruppen deutscher Jugendlicher zu, wenn die einen entsprechenden Stefan-Erkan-Sprech pflegen, und ist somit unspezifisch. Aber dass man keine Sympathien zu Personen aufbaut, die einen als Schweinefresser oder wahlweise (bei Damen) als Schlampe titulieren, ist doch auch nicht besonders verwunderlich.
Eine berliner Lehrerin mit dem schönen Namen Mechthild Unverzagt hat auf einem passenden GEW-Kongress passende Worte gefunden (hier in einem Tagesspitzelartikel nachzulesen).
Ich sitze seit einiger Zeit an meiner Diplomarbeit und habe das entsprechende Dokument bereits mit über 400 Wörtern füllen können! Die meisten davon sind allerdings der Titelseite und dergleichen gewidmet und somit im derzeitigen Stadium unwichtig. Es ist unglaublich schwer, auch nur einen Satz zu Papier (bzw. zur Tastatur) zu bringen. Ich habe jetzt mit meiner alten Skript-Methode, einfach irgendwo mittendrin anzufangen, begonnen, und bin bereits jetzt sicher, dass die heutigen Sätze die ersten sind, die dereinst gelöscht werden müssen. Aber allem Anfang wohnt nicht nur ein Zauber inne, sondern auch, bevor der Anfang überhaupt begonnen hat, die Angst vor dem Anfang. Deshalb: Anfangen, bevor es zu spät ist! Dieser Rat ist kostenlos.
Ein Haufen Besuch kommt auf uns zu. Das ist sehr cool, denn bislang war die Menge der Personen, die sich hier nach Ostwestfalen verirrten, weitaus überschaubar. Und jetzt kommts Schlag auf Schlag. Gleich nächstes Wochenende der Herr Papa samt charmanter Begleitung, abgelöst von der Lieblingsfreundin und neuestem Nachwuchs. Dann kommt der frischgebackene Ökonom auf Urlaub, und wenn alles gutgeht und wir großes Glück haben, kommt Ende November auch die Modedesigner-Journalisten-Family mit einem kleinen Valentin vorbei. Unterm Strich ist das deutlich mehr Besuch als in den vergangenen vier Jahren. Überm Strich übrigens auch.
Hmm. Beispielsweise die Familien- und Gleichstellungspolitik huldigt ja nicht gerade christlichen Werten. Abgesehen von den leidigen wann-beginnt-schützenswertes-Leben-Debatten haben Frauen deutlich mehr Rechte, als ihnen in den traditionellen Überlieferungen zugestanden werden, oder?
Und woher kommt eigentlich das "jüdische" in den Verlautbarungen? Das "jüdische" in unserer Vergangenheit, das "wir" gerne diskriminiert, ausgelacht oder vernichtet haben? Gut, ist schon 'ne Weile her, und heute können wir nicht mehr sagen, dass wir nur Christen haben wollen im Land. Dann könnte man die DDR-Nachkommen auch gleich wieder ausbürgern.
"Christlich-jüdisch" klingt für mich also wie: Nicht-Islam.
Neulich gab es eine Studie (hier auf sz-online), dass sich türkische Jugendliche ja so unglaublich gerne integrieren würden und Deutsche als Nachbarn haben wollen, aber bei ihren unermüdlichen Bemühungen stets zurückgewiesen werden würden. Dem kann ich nur entgegnen, dass eine größere Gruppe türkischer Jugendlicher beiderlei Geschlechts einem ganz schön auf die Ketten gehen kann. Vor allem wenn man nicht weglaufen kann, also auf der Arbeit oder in der Straßenbahn. Das trifft allerdings auch auf größere Gruppen deutscher Jugendlicher zu, wenn die einen entsprechenden Stefan-Erkan-Sprech pflegen, und ist somit unspezifisch. Aber dass man keine Sympathien zu Personen aufbaut, die einen als Schweinefresser oder wahlweise (bei Damen) als Schlampe titulieren, ist doch auch nicht besonders verwunderlich.
Eine berliner Lehrerin mit dem schönen Namen Mechthild Unverzagt hat auf einem passenden GEW-Kongress passende Worte gefunden (hier in einem Tagesspitzelartikel nachzulesen).
Ich sitze seit einiger Zeit an meiner Diplomarbeit und habe das entsprechende Dokument bereits mit über 400 Wörtern füllen können! Die meisten davon sind allerdings der Titelseite und dergleichen gewidmet und somit im derzeitigen Stadium unwichtig. Es ist unglaublich schwer, auch nur einen Satz zu Papier (bzw. zur Tastatur) zu bringen. Ich habe jetzt mit meiner alten Skript-Methode, einfach irgendwo mittendrin anzufangen, begonnen, und bin bereits jetzt sicher, dass die heutigen Sätze die ersten sind, die dereinst gelöscht werden müssen. Aber allem Anfang wohnt nicht nur ein Zauber inne, sondern auch, bevor der Anfang überhaupt begonnen hat, die Angst vor dem Anfang. Deshalb: Anfangen, bevor es zu spät ist! Dieser Rat ist kostenlos.
Ein Haufen Besuch kommt auf uns zu. Das ist sehr cool, denn bislang war die Menge der Personen, die sich hier nach Ostwestfalen verirrten, weitaus überschaubar. Und jetzt kommts Schlag auf Schlag. Gleich nächstes Wochenende der Herr Papa samt charmanter Begleitung, abgelöst von der Lieblingsfreundin und neuestem Nachwuchs. Dann kommt der frischgebackene Ökonom auf Urlaub, und wenn alles gutgeht und wir großes Glück haben, kommt Ende November auch die Modedesigner-Journalisten-Family mit einem kleinen Valentin vorbei. Unterm Strich ist das deutlich mehr Besuch als in den vergangenen vier Jahren. Überm Strich übrigens auch.
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Sonntag, 10. Oktober 2010
Nordsee: Kaum bist Du da, ist sie weg! [II]
Das Siebhaus oberhalb des Hafens und vor dem Deich - bei Sturmflut ist es eingeschlossen. Das muss aber nicht schlimm sein, sofern es zufällig gerade geöffnet hat. Das kulinarische Angebot in der alten Krabbenwäscherei ist nämlich spitze, was den Apfelkuchen betrifft. Wahrscheinlich hätten wir dort auch netter gegessen als im gegenüberliegenden Deichgrafen, wo die Bedienung die Diskrepanz zwischen Eigenanspruch (vier Sterne plus) und dem Niveau der Gastschaft, das man notgedrungen in Kauf zu nehmen hat (Halbpensionsgäste, Internetreservierer) in Zeit, die der Gast unnötig bei sonst fast aufdringlichem Service abwarten muss, umsetzt.
Im Siebhaus sitzt man allerdings nicht gepolstert, und den Service muss man sich auch selbst machen. Dafür weiß man ja eigentlich fast immer, was man will.
Steine grau, Himmel grau, dazwischen das Watt, na? Auch grau. Die Fahrrinne wird mit grauen Bäumchen markiert. Schlick, wohin das Auge reicht. Dafür kein Rauschen, keine Wellen, keine Gischt. Nur Wind, wie es sich für ein Meer geziemt.
Blick auf einen Krabbenkutter, im Hintergrund picknickt eine Bollerwagengruppe auf der Deichkrone.
Ein anderer Leuchtturm, der außer Dienst ist und seinen Ruhestand hier neben dem Krabbenhafen von Dorum verbringt. Gedient hat er draußen in der Außenweser, und dann wurde er mit Schleppkähnen hierhergebracht, restauriert und schwarz lackiert, damit er keine Kennung mehr hat (eigene Interpretation). Leider konnte man nicht rein, aber bis zur Wendeltreppe kam man trotzdem.
Und so sah das Dorumer Aalbrötchenparadies gegen Ende der Saison von oben aus (im Vordergrund der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer):
Man kann also direkt an der Nordsee im Wohnwagen sitzen. Bei Springflut sollte der Motor allerdings rasch anspringen! Und windig war es auch sehr. Mein persönliches Fazit: Nach der Prüfung ist so ziemlich jeder Ort geeignet, um rauszukommen. Im Wurster Land kann man prima Krabben essen und sich ordentlich durchpusten lassen; zudem liefern die nahen Häfen ausreichend Schiffe fürs fernwehe Auge. Wenn man jedoch (Achtung, Wortwitz!) Meer will, sollte man woanders hinfahren. Dahin, wo Wellen an den S-trand trecken und das Meer immer da ist (und vielleicht auch mal die Sonne scheint!).
Nordsee: Kaum bist Du da, ist sie weg! [I]
So steht der Deich vor einem. 8,50 Meter Deichkrone über NN, und es hat allein zwischen Cux- und Bremerhaven an die zwanzig Jahre gedauert, das Ding so hochzuziehen.
Auf dem Deich weiden Kühe und angeblich auch Schafe (haben wir keine gesehen; keine Deichlämmer :-(), weil das die Grasnarbe beieinander hält und das Erdreich feststampft. Was macht man aber, wenn die Kuh direkt vor dem Tor steht, durch das man durchwill?
Einfach weitergehen - die Kuh geht weg, wenn man sich nähert... Übrigens: Wenn Euch Berlinern mal wieder so ein Landei erzählen will, dass man seinerzeit auf den Dörfern nachts zum Küheschubsen gegangen sei - das ist natürlich Quatsch, der vom Städter absolut angemessen auch sofort angezweifelt wird: "Echt? Das geht? So eine Kuh ist doch viel zu schwer, und warum sollte sie im Stehen schlafen, wenn sie sich sogar zum bloßen Verdauen gerne hinlegt, und zwar, wie aufgeklärte Städter wissen, vorzugsweise in Nord-Süd-Richtung!"
Das ist der kleine Preusse, der kleinste Leuchtturm der deutschen Nordseeküste. Ob es irgendwo anders an der Nordseeküste respektive der deutschen Nicht-Nordseeküste ein kleineres Exemplar gibt, würden wir allerdings anzweifeln: Dessen Lichtfunzel würde wahrscheinlich nicht mal über den Müggelsee reichen können.
Der Wremener Hafen, der hauptsächlich von Krabbenfischern verschiedener Jahrgänge genutzt wird. Hier im Bild ausnahmsweise MIT Wasser gefüllt. Meist liegen die Boote auf dem Schlick. Die Krabben sind, wenn man sie ungeschält kauft, nicht nur unverschämt billig (um sechs Öre das Kilo), sondern auch noch unglaublich lecker.
Man kann von Wremen halten, was man will, es gibt einen Geschenkeladen, einen Dorfkonsum, einen Schnickschnackladen und den Krabbenfriedhoff, aber vor allem kann man hier notfalls nach Berlin verduften, indem man einfach in den nächsten Bus steigt. Das ist wirklich mal eine Ansage für ein Kuhkaff! Jetzt wissen wir auch, warum es in Wremen keine Jugendlichen gibt.
Donnerstag, 23. September 2010
Wofür brauchen "Sport"schützen Ballerwaffen?
Amok ist zunächst ein kulturspezifisches psychisches Phänomen in Indonesien und Malaysia und beschreibt eine "willkürliche, anscheinend nicht provozierte Episode mörderischen oder erheblich destruktiven Verhaltens, gefolgt von Amnesie oder Erschöpfung. Viele Episoden gipfeln im Suizid. Die meisten Ereignisse treten ohne Vorwarnung auf, einigen geht ein Zeitraum mit intensiver Angst und Feindseligkeit voraus (...)" [International Classification of Mental and Behavioural Disorders (ICD-10), German Version, WHO]
Insofern habe ich zwar das Gefühl, dass einige der als solche benannten gar keine "echten" Amokläufe waren, aber wie man es letzten Endes nennt, wenn einer aus dem Haus geht und scheinbar ziel- und wahllos Menschen tötet, ist selbst Begriffsfanatikern wie mir ziemlich egal.
Was mir nicht egal ist, sind die reflexartigen Entgegnungen der ichsachjetzmalvereinfachend Waffenlobby und ihrer Büttel, dass ja nicht die Waffe (oder das Sportschützentum an sich) das Problem sei, sondern der Mensch, der mit der Waffe losgehe und auf andere schieße; außerdem hätten wir ja in Deutschland sowieso das schärfste Waffenrecht auf der Welt, und nur weil sich Einzelpersonen nicht an das geltende Recht halten, komme es zu leider bedauerlichen Zwischenfällen, was aber niemals ein zentrales Einschließen oder gar ein Verbot von "Sport"waffen rechtfertigen könne. Typisch Deutschland, so ist auch oft zu lesen, immer alles verbieten, nicht mal "Sport" dürfe man treiben, in der Gemeinschaft, usw.
Ich bin ganz klar positioniert: Schießen ist kein Sport. Alles, was über Luftdruckwaffen hinausgeht, gehört für den zivilen Bereich verboten. Wer sich darin üben will, auf eine Scheibe mit aufgemalten Kreisen zu schießen, kann das sehr gut mit einem Luftgewehr tun. Ich habe das selbst einmal ausprobiert und habe festgestellt, dass das funktioniert. Wer Sport treiben will um des Sportes willen, kann auch Mitglied in einem der gefühlten 132.000 Sportvereine in Deutschland werden, die sich so praktischen Tätigkeiten wie Laufen, Schwimmen oder Kanufahren widmen.
Natürlich gibt es Millionen "Sport"schützen in diesem Land, die noch nicht Amok gelaufen sind oder auch nur ihre krebskranke Katze erschossen haben, um die Einschläferungskosten zu sparen.
Wenn jemand, der psychisch gestört ist und infolgedessen Rachegefühle hat, die in die Tat umgesetzt werden wollen, dann kann er sich im Normalfall ein Küchenmesser schnappen und damit losziehen. Ganz schöne Sauerei. Oder er schubst jemanden vor die U-Bahn. Das hat es in Berlin tatsächlich mal gegeben, und niemand ist auf die Idee gekommen, deswegen die U-Bahn abzuschaffen. Es ist aber gar nicht so einfach, sehr viele Menschen auf einmal zu töten, wenn man weder Sprengstoff noch Schusswaffen hat. Und anders als viele "Sport"schützen in diversen Leserbriefen behaupten ist es auch nicht ganz leicht, illegal an eine Schusswaffe zu kommen. Vor allem geht es nicht schnell, was impulsive Taten ausschließt. Aber waren denn die "Amokläufe" in den Schulen impulsiv? Eher nicht, insbesondere der Erfurter Täter hatte seine Tat geplant und nahezu inszeniert. Es plant sich aber leichter, wenn man schon weiß, dass die Waffe in Reichweite herumliegt. Zum Beispiel bei Papa im Schlafzimmerschrank.
Die aktuell besprochene Täterin ist nun wieder keine typische Amokläuferin, einfach schon weil sie weiblich, gebildet, nicht benachteiligt und angeblich nicht psychisch krank gewesen ist. Interessanterweise halte ich ihre Tat auch nicht für einen typischen Amoklauf, sondern eher für eine typische und tragische Beziehungstat. Aber wäre sie mit dem Küchenmesser noch ins Krankenhaus rübergelaufen? Und schafft es eine gewöhnliche Frau überhaupt, einen gewöhnlichen Mann, wenn der jetzt nicht gerade im Tiefschlaf ist, mit einem Messer einfach so umzubringen? Schusswaffen verkehren die Kräfteverhältnisse, einer gegen viele, Schwache gegen Starke.
Ein Kommentar, der die Sachlage mit all den legalen Waffen gut wiedergibt, beschrieb, wie ein Ehepaar abends auf dem Sofa sitzt und überlegt, ob es - rein theoretisch - morgen "einfach mal so" Amok laufen könnte. Antwort: Nein. Keine eigenen Waffen, keine Bekannten, die welche haben, usw. Bei Millionen Sportschützen im Lande ist das wahrscheinlich schon der unwahrscheinliche Zufall. Eher kennt man immer irgendjemanden mit 'ner Knarre. Schlimmstenfalls den eigenen Vater, der aus dubiosen Gründen heraus glaubt, seine Familie jede Nacht mit der Kanone unterm Kopfkissen vor Einbrechern oder der Roten Armee schützen zu müssen.
Jede Schusswaffe ist eine zuviel. Wenn die Schützenvereine nicht willens sind, in ihren Schießanlagen für eine ordnungsgemäße Sicherung der "Sport"waffen zu sorgen, muss die "Sport"schießerei eben abgeschafft werden. Im Einzelfall ist das vielleicht dramatisch, weil man kurz vor der Qualifikation zur Europameisterschaft im Ballern steht und dann nicht mehr üben kann. Der Einzelfall des unbeteiligten Getöteten ist sicherlich mindestens gleichwertig dramatisch.
Es hat vereinzelt Amokläufe ohne Schusswaffen gegeben, zum Beispiel Personen, die mit Autos in Menschenmengen rasen, oder der Messerstecher während der Eröffnung des Hauptbahnhofs in Berlin. Es liegt für mich aber auf der Hand, dass wir wegen des Risikos eines Tötungsdeliktes nicht auf das Zerschneiden von Zwiebeln verzichten können, und wenn aus der Tatsache der impliziten Tödlichkeit von Automobilen überhaupt ein Schluss zu ziehen ist, dann sollte man das Tempolimit auf den Autobahnen endlich einführen, damit könnte man wirklich mehr Leben retten als die 60, die in den vergangenen 15 Jahren durch Missbrauch von "Sport"waffen umgekommen sind.
Ich glaube ja nicht mal, dass es sich in Deutschland um eine "Waffenlobby" handelt. Es ist eher so eine typisch deutsche Vereinslobby, die in ihrem Gebaren extrem unwichtig (was interessiert es, was Leute in ihrer Freizeit so treiben?), in den Folgen ihrer Lobbyarbeit aber offensichtlich erheblich erfolgreich sind.
Insofern habe ich zwar das Gefühl, dass einige der als solche benannten gar keine "echten" Amokläufe waren, aber wie man es letzten Endes nennt, wenn einer aus dem Haus geht und scheinbar ziel- und wahllos Menschen tötet, ist selbst Begriffsfanatikern wie mir ziemlich egal.
Was mir nicht egal ist, sind die reflexartigen Entgegnungen der ichsachjetzmalvereinfachend Waffenlobby und ihrer Büttel, dass ja nicht die Waffe (oder das Sportschützentum an sich) das Problem sei, sondern der Mensch, der mit der Waffe losgehe und auf andere schieße; außerdem hätten wir ja in Deutschland sowieso das schärfste Waffenrecht auf der Welt, und nur weil sich Einzelpersonen nicht an das geltende Recht halten, komme es zu leider bedauerlichen Zwischenfällen, was aber niemals ein zentrales Einschließen oder gar ein Verbot von "Sport"waffen rechtfertigen könne. Typisch Deutschland, so ist auch oft zu lesen, immer alles verbieten, nicht mal "Sport" dürfe man treiben, in der Gemeinschaft, usw.
Ich bin ganz klar positioniert: Schießen ist kein Sport. Alles, was über Luftdruckwaffen hinausgeht, gehört für den zivilen Bereich verboten. Wer sich darin üben will, auf eine Scheibe mit aufgemalten Kreisen zu schießen, kann das sehr gut mit einem Luftgewehr tun. Ich habe das selbst einmal ausprobiert und habe festgestellt, dass das funktioniert. Wer Sport treiben will um des Sportes willen, kann auch Mitglied in einem der gefühlten 132.000 Sportvereine in Deutschland werden, die sich so praktischen Tätigkeiten wie Laufen, Schwimmen oder Kanufahren widmen.
Natürlich gibt es Millionen "Sport"schützen in diesem Land, die noch nicht Amok gelaufen sind oder auch nur ihre krebskranke Katze erschossen haben, um die Einschläferungskosten zu sparen.
Wenn jemand, der psychisch gestört ist und infolgedessen Rachegefühle hat, die in die Tat umgesetzt werden wollen, dann kann er sich im Normalfall ein Küchenmesser schnappen und damit losziehen. Ganz schöne Sauerei. Oder er schubst jemanden vor die U-Bahn. Das hat es in Berlin tatsächlich mal gegeben, und niemand ist auf die Idee gekommen, deswegen die U-Bahn abzuschaffen. Es ist aber gar nicht so einfach, sehr viele Menschen auf einmal zu töten, wenn man weder Sprengstoff noch Schusswaffen hat. Und anders als viele "Sport"schützen in diversen Leserbriefen behaupten ist es auch nicht ganz leicht, illegal an eine Schusswaffe zu kommen. Vor allem geht es nicht schnell, was impulsive Taten ausschließt. Aber waren denn die "Amokläufe" in den Schulen impulsiv? Eher nicht, insbesondere der Erfurter Täter hatte seine Tat geplant und nahezu inszeniert. Es plant sich aber leichter, wenn man schon weiß, dass die Waffe in Reichweite herumliegt. Zum Beispiel bei Papa im Schlafzimmerschrank.
Die aktuell besprochene Täterin ist nun wieder keine typische Amokläuferin, einfach schon weil sie weiblich, gebildet, nicht benachteiligt und angeblich nicht psychisch krank gewesen ist. Interessanterweise halte ich ihre Tat auch nicht für einen typischen Amoklauf, sondern eher für eine typische und tragische Beziehungstat. Aber wäre sie mit dem Küchenmesser noch ins Krankenhaus rübergelaufen? Und schafft es eine gewöhnliche Frau überhaupt, einen gewöhnlichen Mann, wenn der jetzt nicht gerade im Tiefschlaf ist, mit einem Messer einfach so umzubringen? Schusswaffen verkehren die Kräfteverhältnisse, einer gegen viele, Schwache gegen Starke.
Ein Kommentar, der die Sachlage mit all den legalen Waffen gut wiedergibt, beschrieb, wie ein Ehepaar abends auf dem Sofa sitzt und überlegt, ob es - rein theoretisch - morgen "einfach mal so" Amok laufen könnte. Antwort: Nein. Keine eigenen Waffen, keine Bekannten, die welche haben, usw. Bei Millionen Sportschützen im Lande ist das wahrscheinlich schon der unwahrscheinliche Zufall. Eher kennt man immer irgendjemanden mit 'ner Knarre. Schlimmstenfalls den eigenen Vater, der aus dubiosen Gründen heraus glaubt, seine Familie jede Nacht mit der Kanone unterm Kopfkissen vor Einbrechern oder der Roten Armee schützen zu müssen.
Jede Schusswaffe ist eine zuviel. Wenn die Schützenvereine nicht willens sind, in ihren Schießanlagen für eine ordnungsgemäße Sicherung der "Sport"waffen zu sorgen, muss die "Sport"schießerei eben abgeschafft werden. Im Einzelfall ist das vielleicht dramatisch, weil man kurz vor der Qualifikation zur Europameisterschaft im Ballern steht und dann nicht mehr üben kann. Der Einzelfall des unbeteiligten Getöteten ist sicherlich mindestens gleichwertig dramatisch.
Es hat vereinzelt Amokläufe ohne Schusswaffen gegeben, zum Beispiel Personen, die mit Autos in Menschenmengen rasen, oder der Messerstecher während der Eröffnung des Hauptbahnhofs in Berlin. Es liegt für mich aber auf der Hand, dass wir wegen des Risikos eines Tötungsdeliktes nicht auf das Zerschneiden von Zwiebeln verzichten können, und wenn aus der Tatsache der impliziten Tödlichkeit von Automobilen überhaupt ein Schluss zu ziehen ist, dann sollte man das Tempolimit auf den Autobahnen endlich einführen, damit könnte man wirklich mehr Leben retten als die 60, die in den vergangenen 15 Jahren durch Missbrauch von "Sport"waffen umgekommen sind.
Ich glaube ja nicht mal, dass es sich in Deutschland um eine "Waffenlobby" handelt. Es ist eher so eine typisch deutsche Vereinslobby, die in ihrem Gebaren extrem unwichtig (was interessiert es, was Leute in ihrer Freizeit so treiben?), in den Folgen ihrer Lobbyarbeit aber offensichtlich erheblich erfolgreich sind.
Donnerstag, 2. September 2010
Mittwoch, 1. September 2010
Sonntag, 22. August 2010
bilder update
Die Leute von der FH hatten sich für das Pausenprogramm wirklich mächtig ins Zeug gelegt, aber beim Drucken des Erdballs hat der Praktikant offensichtlich den Unterschied zwischen Positiv und Negativ nicht verstanden.
Hier zeigen die südkoreanischen Juniorinnen, wie man sich angemessen über einen dritten Platz freut.
Nach dem gewonnenen Finale gegen die nigerianischen Juniorinnen tanzen die deutschen Nationalspielerinnen quasi um die Eckfahne und feiern sich selbst.
Die aktuelle Brandmauer vom Tacheles mit einem sehr schönen Motiv, das bereits mein Mobiltelephon als Startbildschirm verziert, und einem schlauen Plakat von den Grünen ("Vor der Mauer, nach der Mauer, schickt der Staat die Wanzen.")
Currywurst und Schmapus, das ist das unausgesprochene Motto dieser Wurstbude im S-Bahnhof Friedrichstraße. Die Currywurst ist übrigens ausgesprochen lecker, und der Schampussah so aus, als würde er nicht nur aus Spaß auf der Karte (und im Kühlregal) stehen.
Die Blümchenwiese "Airport" zu nennen, zeugt durchaus von ganz und gar unwestfälischem Selbstverständnis. Auch täuscht die relative Größe des Flugzeugs auf dem Piktogramm über die tatsächlichen Kapazitäten von Bielefeld Aeroporto hinweg. Immerhin ist die Startbahn betoniert. Weiteres Bildmaterial vom Flugplatzfest, daß ein derart vor Selbstbewußtsein nur strotzender Flugplatz selbstredend zum selben Termin stattfindet wie das Fest des doch etwas größeren Flughafens Paderborn-Lippstadt, folgt separat.
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sicherlich läge deshalb in verschiedenen bereichen der sozio-ökonomie so einiges im argen, aber andererseits hätten wir mit großer wahrscheinlichkeit ein bahnnetz, das auch im winter funktioniert.